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Freitag, 23. Januar 2015

Schleppzug M 17 (1933) Heinrich George, Werner Hochbaum

Inhalt: Bevor Henner (Heinrich George) mit seinem Schleppkahn in Richtung Berlin aufbricht, nimmt er Jakob (Wilfried Seyferth) an Bord, einen jungen Mann, der vor seinem prügelnden Vater geflüchtet ist. Jakob soll mit auf dem Schiff anpacken, aber auch seine Frau Marie (Berta Drews) und der kleine Sohn Franz (Joachim Streubel) freuen sich über den neuen Passagier, der in der kleinen Familie willkommen geheißen wird. Schon bald zeigen sich die Vorboten der Großstadt, werden die Bauten entlang der Flüsse dichter bis Henner das Zentrum Berlins erreicht – für ihn ein willkommener Ort der Abwechslung, den er nicht ohne Stolz seiner Familie und Jakob präsentiert.

Doch bevor er am kommenden Tag mit seiner Arbeit beginnen kann, wird er nachts zufällig Zeuge, wie zwei Männer und eine Frau entlang des Kais vor der Polizei flüchten. Henner sieht, dass die junge Frau von den zwei Männern im Stich gelassen wird, die ohne sie mit einem Motorboot davon fahren, und versteckt sie spontan vor den Polizisten. Mit einem Kuss bedankt sich Gescha (Betty Amann) bei ihm – ein Moment, den er nicht mehr vergessen kann. Am nächsten Tag begibt er sich in die Kneipen in der Hoffnung, sie wiederzusehen…


Angesichts der Urgewalt, die Heinrich George mit seiner massigen, dennoch beweglichen Gestalt ausstrahlt, scheint Schwäche nicht zu existieren. Er ist der selbstverständliche Souverän, jeder Situation gewachsen. Doch dieses Mannsbild eines Binnenschiffers, das George in "Schleppzug M17" verkörperte, täuscht. Sein breiter, das Bild einnehmender Rücken verbirgt seine innere Leere und Unzufriedenheit, die ein nur nach außen hin funktionierendes Dasein mit Ehefrau, Kind und eigenem Schiff kaschiert. Allein die kurze Begegnung mit einer jungen Frau in Berlin, der er - von ihren zwei Ganoven-Freunden im Stich gelassen - bei der Flucht vor der Polizei hilft, genügt um jedes verantwortliche Verhalten außer Kraft zu setzen. Eine Parallele zu seiner Rolle in "Das Meer ruft" (1933), der knapp zwei Monate zuvor in die Kinos gekommen war. Erneut spielte George einen Mann, dessen Sehnsucht nach einem anderen Leben ihn dazu treibt, seine Familie im Stich zu lassen.

War dieser Wunsch eines Seemanns, der sich nur auf dem Meer zu Hause fühlt, noch verständlich und blieb sein ehrliches Bemühen um Frau und Kind trotzdem offensichtlich, fehlt in „Schleppzug M17“ jede romantische Verklärung. Nur einen Moment ähneln sich die Bilder, als George hinter dem Steuerrad seines Schleppkahns ein Lied zum Besten gibt, während die Landschaft an ihm vorbeizieht. Aber dieser Eindruck zu Beginn des Films hält nicht lange vor – schon bald säumen Industrieanlagen das Ufer, taucht das Schiff in den Bauch der Großstadt und begrenzen hohe Kai-Mauern die Wasserwege. Nur selten bleibt Zeit in der kleinen Kajüte, denn die Arbeit auf dem Schleppkahn ist hart und alle müssen mit anpacken. Dem kräftigen Henner (Heinrich George) steht mit Jakob (Wilfried Seyferth) ein junger Mann zur Seite, den er im letzten Hafen aufgenommen hatte, da dessen betrunkener Vater die Familie terrorisierte, aber seine Frau Marie (Berta Drews) scheint dem zehrenden Leben nicht gewachsen zu sein – immer wieder erwähnt Henner ihren kränklichen Zustand. Einzig sein kleiner Sohn Franz bereitet ihm offensichtlich Freude.

Für Henner sind sein Schiff und das Wasser weniger Zufluchtsort, als notwendige Arbeitsgrundlage. Das erklärt, warum dieser unumstößlich wirkende, mit seiner Ehefrau rau umgehende Binnenschiffer nach der ersten Begegnung mit der hübschen Gescha (Betty Amann) jede Kontrolle verliert. Anstatt auf seinem Schleppkahn zu arbeiten und sich um seine Familie zu kümmern, begibt sich Henner in ein Berlin dunkler Kneipen und Nachtbars, in dem die Menschen versuchen, sich irgendwie von ihrem Dasein abzulenken. Ein größerer Kontrast zu dem einfachen Leben auf dem Schleppkahn ist kaum vorstellbar, kulminierend in dem Unterschied zwischen der Ehefrau und dem Großstadtmädchen Gescha. Es ist nicht allein die stets präsente Sexualität, die Henner in den Bann zieht, sondern eine die alltäglichen Widrigkeiten negierende Lebenslust, die die Menschen in die Vergnügungstempel treibt. Anders als das allgegenwärtige Wasser in „Das Meer ruft“ spielt in „Schleppzug M17“ die Großstadt Berlin die Hauptrolle als gleichzeitiger Ort der Sehnsucht und der Gefahr.

Mit Willy Döll war ein Autor für das Drehbuch verantwortlich, der zuvor schon in dem Stummfilm „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ (1929) sein Händchen für das Berliner Lokal-Kolorit bewiesen hatte, aber darüber warum Heinrich George hier neben Werner Hochbaum das einzige Mal in seiner Karriere auch auf dem Regie-Stuhl Platz nahm, lässt sich nur spekulieren ?











„Schleppzug M17“ wurde ein in mehrerer Hinsicht gewagter Film. Nicht nur, dass er weder das Stadt-, noch das Flussleben idealisierte, auch in den Charakterisierungen vermied er jede Eindeutigkeit. Zwar setzt Gescha geschickt ihren weiblichen Charme ein und weiß den Schiffer um den Finger zu wickeln, aber dahinter steht nicht nur Kalkül. Sie ist eine Verlorene, der Henner mit seiner Stärke imponiert. Als er sie zum Schleppkahn trägt, wehrt sie sich nicht, obwohl es nur schwer vorstellbar ist, dass sie das Leben auf dem Kahn erträgt. Marie scheint dagegen die Idealbesetzung als tüchtige Ehefrau, agiert aber sehr passiv und leidend. Diese Ambivalenz findet sich in allen Protagonisten wieder - bis hin zu Jakob, der Gescha verabscheut, weil sie aus seiner Sicht das Familienleben zerstört, das für ihn gerade zu einem neuen Zuhause geworden war. Seine traumatischen Erfahrungen treiben ihn dazu, die junge Frau mit Gewalt von dem Boot zu vertreiben.

Entscheidend ist aber die von George gespielte Hauptfigur. Obwohl Henner seine Frau betrügt und sich der Illusion hingibt, Gescha gewinnen zu können, bewahrt er sich sogar in peinlichen Momenten seine Standfestigkeit. Brachial geht Henner seinen Weg zwischen Wunschtraum und Pragmatismus und verliert sich weder in schlechtem Gewissen, noch in Erklärungen. Ein einziges Mal nimmt er Frau und Kind mit ins Stadtzentrum, um sie nach nur wenigen Schritten zugunsten der lockenden Gescha allein zurückzulassen. Marie und ihr kleiner Sohn verlaufen sich in den Straßen, gelangen erst spät und verzweifelt zum Boot zurück, doch von Henner gibt es keine Entschuldigung. Als Identifikationsfigur taugt sein Charakter nicht, aber an seiner Kraft scheitern letztlich alle anderen.

Vielleicht übernahm George die Regie, weil er den Mut hatte, einen solchen Protagonisten in den Mittelpunkt zu stellen, denn der Film gleicht seiner Darstellung des Binnenschiffers – roh, ungeschlacht, stark kontrastierend und von intensiver Körperlichkeit zeichnet er das Bild einer Sozialisation zwischen Angst, Mühsal und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Im Wissen über die unmittelbar nach den Dreharbeiten eintretende Machtergreifung der NSDAP wirkt „Schleppzug M17“ wie der Vorbote eines finsteren Zeitalters, denn auch Henner übersteht die wenigen Tage in Berlin nicht unbeschadet – körperlich robust geht er seinen Weg weiter, aber seine innere Leere bleibt.

"Schleppzug M 17" Deutschland 1933, Regie: Heinrich George, Werner Hochbaum, Drehbuch: Willi Döll, Darsteller : Heinrich George, Berta Drews, Betty Amann, Wilfried Seyferth, Joachim StreubelLaufzeit : 80 Minuten

Lief am zweiten Tag des 14. Hofbauer-Kongress' vom 02. bis 06.01.2015 in Fürth.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Das Meer ruft (1933) Hans Hinrich

Inhalt: Terje Wiggen (Heinrich George) arbeitet als Lotse in einem kleinen Hafen, der zur baltischen Insel Moon gehört. Obwohl er glücklich mit Antje (Erika Helmke) verheiratet ist, träumt er davon, erneut die Meere zu bereisen, denn das Leben an Land langweilt ihn. Als er erfährt, dass der Steuermann auf einem Handelsschiff ausgefallen ist, heuert er dort spontan für ein Jahr an. Selbst als ihm seine Frau mitteilt, dass sie schwanger ist, hält ihn das nicht davon ab, an Bord zu gehen.

Schnell verschafft er sich Respekt als erfahrener Seemann, der auch in Notlagen immer weiß, was zu tun ist. Doch die anhaltende Flaute, die den Zweimaster von den Handelslinien abtreibt, bringt auch ihn in Schwierigkeiten. Zwar zerstört er die verfaulten Wasservorräte, kann aber nicht verhindern, dass der Kapitän (Hans Mierendorff) an Pest erkrankt. Da sich die restliche Crew weigert, mit anzufassen, sorgt er allein für dessen Seebegräbnis. Aus Angst, ebenfalls an der Pest zu sterben, verlassen die Seeleute heimlich das Schiff mit dem Rettungsboot und lassen Terje allein zurück. Als plötzlich ein Sturm aufkommt, gerät er in Seenot…


Die Geschichte des Seemanns Terje Wiggen (Heinrich George) basiert auf der Ballade „Terje Vigen“ von Henrik Ibsen, die 1809 während der napoleonischen Kriege spielt, als englische Schiffe die norwegische Küste blockierten und damit jeden Nachschub an Nahrung unterbanden. Terje Vigen versucht mit einem Ruderboot die Blockade zu durchbrechen, um seine Frau und die kleine Tochter zu versorgen, wird aber auf dem Rückweg von einem englischen Schiff aufgebracht und von dessen Kapitän nach England in Kriegsgefangenschaft geschickt. Erst fünf Jahre später kehrt er zurück und erfährt, dass Frau und Kind verhungert sind. Als erneut Jahre später ein Schiff vor der Küste in Seenot gerät, geht Vigen als Lotse an Bord und trifft dort den Kapitän wieder, der ihn damals gnadenlos daran hinderte, Nahrung für seine Familie zu besorgen. Bebend vor Zorn will Vigen Rache nehmen und den englischen Lord und die Seinen ihrem Schicksal überlassen, aber er besinnt sich eines Anderen, rettet sie und findet seinen inneren Frieden.

Das Drehbuch zu „Das Meer ruft“ versetzte die Handlung auf die baltische Insel Moon zum Zeitpunkt des Beginns des 1.Weltkriegs 1914. Terje Wiggen gehört zum deutschsprachigen Teil der russischen Bevölkerung und muss mit ansehen, dass die deutsche Marine den Seeweg blockiert und damit seine Frau Antje (Erika Helmke) und seine neu geborene Tochter vom Hungertod bedroht werden. Während Wiggens vergeblicher Rettungsversuch und die Folgen daraus zum zentralen Bestandteil der Ballade Ibsens gehören, nimmt dieser Handlungsverlauf im Film erst die zweite Hälfte ein. „Das Meer ruft“ beginnt mit einem Terje Wiggen, der sich als Lotse an Land langweilt und gegen den Willen seiner Frau die erste Gelegenheit ergreift, als Steuermann auf einem Handelsschiff für ein Jahr anzuheuern. Die Szene, in der er ihr zuerst verspricht, doch bei ihr an Land zu bleiben, nachdem er von ihrer Schwangerschaft erfuhr, um im nächsten Moment in See zu stechen, lässt expressiv deutlich werden, welche Sucht das Meer auf Terje ausübt.

Bei Ibsen kommt diese Szene nicht vor, ebenso wenig die kommenden dramatischen Ereignisse um den Zwei-Master, der in eine Flaute gerät. Zudem legte George die Figur seinem Typus entsprechend ernst und schwer an, während Ibsen dem Charakter auch eine gewisse Leichtigkeit verlieh:

„Ich sah ihn einmal einen Morgengang;
er lag im Hafen mit Fisch;
Sein Haar war weiß, doch lacht‘ er und sang
und war wie ein Jüngling frisch“

Im Hinblick auf den Zwiespalt zwischen der Verantwortung für seine Lieben und der Sehnsucht nach dem Meer kam der Film der literarischen Vorlage dagegen sehr nah:













„Das Festland unter sich hielt er kaum aus.
Nein, da war doch besser zu bauen sein Haus
auf der großen, wogenden See!

Ein Jahr darauf hatte Terje gefreit; –
Das kam, eh’s einer gedacht.
Und manche meinten, es sei ihm leid,
dass er sich sesshaft gemacht.
So lebte er denn unter eigenem Dach
einen Winter in Saus und Braus.
Hell blitzten die Scheiben vorm saubern Gemach
mit weißen Gardinen und Blumen im Fach
in dem kleinen, weinroten Haus.

Als Eis und Winter vorm Tauwind wich
versuchte er wieder sein Glück“

Erst als Terje Wiggen seine Tochter nach seiner erneuten Rückkehr erblickt, beginnt er in Ibsens Ballade, sich endlich auf das Familienleben einzulassen. So einfach machte es „Das Meer ruft“ seinem Protagonisten nicht, denn der Film schickte Terje Wiggen erst durch die Hölle, bevor er geläutert zu seiner Frau und der inzwischen geborenen Tochter zurückkehrt. Die sehr spannend erzählte und großartig fotografierte erst Hälfte des Films verfolgte aber noch ein weiteres Ziel. Sie betonte Terjens Stärke und Zuverlässigkeit, der im Gegensatz zur restlichen Crew keinen Moment daran denkt, das Schiff und die Ladung im Stich zu lassen, auch nicht, nachdem der Kapitän an der Pest gestorben war, weil er verfaultes Wasser getrunken hatte. Eine Schwäche, die sich Terje Wiggen nicht zugestanden hätte. Im Gegenteil zerstört er sämtliche Wasservorräte und bringt damit die restliche Besatzung weiter gegen sich auf.

Diese Heldenhaftigkeit nimmt seiner Entscheidung, seine schwangere Frau alleine zurückzulassen, im Auge des Betrachters zwar die Härte, verlieh ihr aber auch etwas Fanatisches. Es erstaunt entsprechend wenig, dass er sofort zur Tat greift, als die Schiffs-Blockade das Leben seiner Familie bedroht. Mehrere Tage rudert er über das Meer, um Nahrung vom Festland zu holen. Auch in Ibsens Ballade greift der Protagonist zu dieser Lösung, aber Terje wagte diesen Schritt nur gemeinsam mit seinem liebsten Verbündeten, dem Meer:


„Wie? War ihm ein Freund denn nicht, alt und treu,
sein großes, wogendes Meer ?“

Heinrich George verkörperte dagegen einen Mann, der stur und ohne Andere daran zu beteiligen, seine Ziele verfolgt. Wie brüchig und trotz der Rettungstat auch egoistisch seine Vorgehensweise war, lassen die Konsequenzen erkennen, die im Film anders als in Ibsens Ballade ausfallen. Dort erfährt Terje, nachdem er aus fünfjähriger Gefangenschaft zurückkam, dass Frau und Tochter verhungert sind, im Film stirbt die Ehefrau dagegen nur zwei Monate vor seiner Rückkehr, ohne dass die Todesursache genauer benannt wird, während die Tochter als Adoptivkind bei einer Freundin aufwächst und ihren Vater nicht mehr erkennt. Der Unterschied ist eklatant, denn in der literarischen Vorlage wird Terjes verzweifelter Rettungsversuch im Nachhinein legitimiert, während der Protagonist im Film seine Frau erneut im Stich ließ.

Er hätte ihr mehr helfen können, wenn er bei ihr geblieben wäre. Auf Grund der tragischen Umstände erwächst dem Protagonisten daraus kein Vorwurf, aber der Film lässt die Ambivalenz hinter seinem äußerlichen Verhalten zu und zeigt die wahre Heldenhaftigkeit im Verzeihen. Entsprechend sind Georges abschließende, unnachahmlich nebenbei gesprochene Worte zu verstehen, die er gegenüber dem Kapitän äußert, nachdem er auf seine Rache verzichtet hatte:



„…und nun seh‘ auch ich klar!“

Besser lässt sich der Bruch mit seinen inneren Dämonen nicht ausdrücken und weiter weg von der auf Hass und Vergeltung aufbauenden Ideologie der NS-Zeit konnte die Verfilmung der Ibsen-Ballade nicht sein.

"Das Meer ruft" Deutschland 1933, Regie: Hans Hinrich, Drehbuch: Josef Pelz von Felinau, Helmut Brandis, Hans Klaehr, Henrik Ibsen (Ballade), Darsteller : Heinrich George, Erika Helmke, Hans Mierendorff, Ludwik Andersen, Albert FlorathLaufzeit : 80 Minuten 

Mittwoch, 21. Januar 2015

Heinrich George und das Jahr 1933

Heinrich George als Franz Biberkopf in "Berlin Alexanderplatz" (1931)
Heinrich George gehörte zu den größten Stars der NS-Zeit, der eng mit der NSDAP zusammenarbeitete und in nicht wenigen Propaganda-Filmen tragende Rollen übernahm, darunter im anti-semitischen "Jud Süss" (1940) und im späten Durchhaltefilm "Kolberg" (1945). Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde er deshalb von der russischen Besatzungsmacht verhaftet und in das Speziallager 7 Sachsenhausen gesperrt, wo er 1946 verstarb. Weniger bekannt ist dagegen, dass er in den 20er Jahren der Kommunistischen Partei nahe stand, mehrfach als Redner bei deren Veranstaltungen auftrat und seine erste große Hauptrolle 1931 im noch jungen Tonfilm verkörperte - den Franz Biberkopf in "Berlin Alexanderplatz" nach dem Roman des Sozialisten Alfred Döblin, der als Jude 1933 aus Deutschland fliehen musste.

"Schleppzug M17"
Trotz des dadurch erlangten Bekanntheitsgrads, blieb seine Rollenauswahl zunächst begrenzt - 1932 erschien mit dem heute vergessenen "Goethe lebt...!" nur ein Kinofilm mit George in einer Nebenrolle. Anders als andere große männliche Stars seiner Zeit, wie etwa Willy Fritsch, Hans Albers oder Heinz Rühmann, war er weder als Liebhaber, noch als charmanter Abenteurer und schon gar nicht als quirliger Jedermann zu besetzen, sondern verkörperte als knapp 40jähriger, kräftig gebauter Mann wortkarge, häufig sture Typen, die sich auch von den widrigsten Umständen nicht unterkriegen ließen. Ideal waren für Heinrich George dramatische Konstellationen, die im Gegensatz zur Schwemme an leichten Unterhaltungsfilmen dieser Zeit viel über die Realitäten der Gegenwart aussagen konnten - wie im genannten "Berlin Alexanderplatz", auch wenn das Drehbuch Döblins Romanvorlage entschärfte, um Konflikte mit der SA zu vermeiden.

"Das Meer ruft"
1933 sollte das Jahr des Durchbruchs für George werden. Im Februar kam "Das Meer ruft" in die Kinos, zwei Monate später folgte "Schleppzug M 17", bevor "Hitlerjunge Quex: Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend" und "Reifende Jugend" jeweils im September auf der Leinwand erschienen. Doch von Homogenität konnte keine Rede sein, auch wenn alle vier Filme erst nach der Machtergreifung der NSDAP am 30.01.1933 herauskamen. Gedreht wurden die ersten beiden Filme noch 1932, bevor Heinrich George auf Grund seiner Sympathien für die KPD ein Berufsverbot erhielt. Doch er benötigte nicht lange, um sich mit den Nationalsozialisten zu arrangieren, und übernahm gemeinsam mit seiner Ehefrau Berta Drews, die neben ihm zuvor auch in "Schleppzug M17" spielte, zwei tragende Rollen in dem frühen Propaganda-Film über den Hitlerjungen Quex.

"Reifende Jugend"
In allen vier Filmen verkörperte George autoritäre Typen mit einem selbstverständlichen Führungsanspruch, deren Schicksal viel über die Intention des jeweiligen Films aussagte und damit über dessen Vorbildwirkung. Während Georges Rolle als spät bekehrter Kommunist in "Hitlerjunge Quex: Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend" so plakativ geriet, dass selbst Joseph Goebbels danach eine subtilere Vermittlung der gewollten Botschaft forderte, lassen sich die Veränderungen des Jahres 1933 auf Basis von Georges Interpretationen an den drei anderen Filmen differenzierter analysieren - von einer komplexen, kritischen Sichtweise in Richtung einer einseitigen, von der NSDAP propagandistisch forcierten Idealisierung:

- Das Meer ruft                                                                                                  23.02.1933
- Schleppzug M 17                                                                                            19.04.1933
- Hitlerjunge Quex: Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend         19.09.1933
- Reifende Jugend                                                                                            22.09.1933

Mittwoch, 24. April 2013

Kolberg (1945) Veit Harlan


Inhalt: 1813 – General Gneisenau (Horst Caspar) spricht bei König Friedrich Wilhelm III. (Claus Clausen) vor, um diesen aufzufordern, mit dem Volk gegen Napoleon zu ziehen. Dieser reagiert empört, da das Kriegshandwerk gelernt sein müsste, aber Gneisenau widerspricht ihm, denn die Verteidigung des Vaterlands sei eine Sache des Herzens. Er erinnert in diesem Zusammenhang an Kolberg, das 1806/07 den französischen Truppen Paroli bot – nicht dank des Militärs, sondern dank der Opferbereitschaft seiner Bewohner.

Kolberg 1806 – der Bürgerrepräsentant Nettelbeck (Heinrich George) hatte erfahren, dass Napoleons Truppen Berlin besetzt hatten und macht sich Sorgen, hinsichtlich der Schicksals seiner Stadt. Doch bei dem Ortskommandanten Loucadou (Paul Wegener) stößt er mit seinen Hinweisen zur Lagerung des Vorrats nur auf taube Ohren. Loucadou glaubt nicht, dass Napoleons Einheiten bis Kolberg vorrücken und hält auch nichts von Leutnant Schills (Gustav Diessl) Maßnahmen hinsichtlich der militärischen Ausbildung der Bürger. Auf dessen Kritik über den Zustand der rostenden Kanonen, reagiert er nur mit Zurückweisung. Als Napoleon Kolberg schriftlich auffordert, sich ihm unterzuordnen, müssen die Bürger Farbe bekennen. Loucadou will sich ergeben, aber Nettelbeck will ihre Ehre bis zum Tode verteidigen…


Obwohl "Kolberg" nach dem Ende des zweiten Weltkriegs nur noch einmal in die westdeutschen Kinos kam - 1965 mit integrierten Erläuterungen, die aber nicht verhinderten, dass der Film nach Protesten wieder abgesetzt wurde - und seitdem als "Vorbehaltsfilm" von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung nur zu wissenschaftlichen oder pädagogischen Zwecken gezeigt werden darf, existieren eine Vielzahl an Informationen über einen Film, der zur teuersten Produktion während der Zeit des Nationalsozialismus wurde. Schon 1942 beauftragte Propaganda-Minister Joseph Goebbels Regisseur Veit Harlan mit diesem Projekt, das er als psychologische Kriegsführung begriff. Basierend auf den historischen Fakten um die Rolle der alten Hansestadt Kolberg während des napoleonischen Feldzugs gegen Preußen 1806/1807 sollte eine Beispiel für den erfolgreichen Widerstand aufrechter Deutscher gegen eine feindliche Übermacht gegeben werden, für die dem Regisseur und dessen Mitstreiter Wolfgang Liebeneiner, Produktionschef der UFA, jedes notwendige Mittel zur Verfügung gestellt wurde.

Entsprechend legendär sind inzwischen die Zahlen, die um die Entstehung des Farbfilms kursieren, der 8,8 Millionen Reichsmark gekostet haben soll. Tausende Uniformen wurden aus den Theatern der besetzten Länder requiriert, ebenso viele Pferde organisiert und mehr als 100.000 Soldaten für die Massenszenen freigestellt, während die Wehrmacht gleichzeitig an allen Fronten zurückgedrängt wurde. In Kolberg selbst konnte nicht mehr gedreht werden, weil die Stadt parallel zu der Entstehung des Films schon von der russischen Armee eingenommen wurde (was von der Propaganda bewusst verschwiegen wurde), aber in Potsdam-Babelsberg wurden die Stadthäuser detailliert nachgebaut, um die verheerenden Schäden der Kanonenkugeln der französischen Armee zu demonstrieren, während nebenan die Häuser nach Luftangriffen der Alliierten brannten.

Joseph Goebbels soll erbost reagiert haben, als er die erste Fassung des Films zu Gesicht bekam, denn Harlan hatte die Gräuel des Krieges genau geschildert, hatte verschüttete Kinder, getötete Frauen und Schwerverletzte gezeigt, um den Heldenmut der Weiterkämpfenden noch mehr zu betonen. Doch Goebbels war bewusst, dass dieser Anblick demoralisierend auf Betrachter wirken musste, die täglich mit den Konsequenzen des Krieges konfrontiert wurden. Auch die Rolle des Claus Werner (Kurt Meisel), der sich als musisch veranlagter Mensch allen kriegerischen Aktionen verweigert, war Goebbels zu stark betont, weshalb Harlan erhebliche Schnitte an seiner Urfassung vornehmen musste, was in einigen Sequenzen zu seltsamen Sprüngen führte und vom Tod wichtiger Protagonisten nur aus Dialogen zu erfahren ist, deren Zustandekommen aber nicht gezeigt wurde.

Trotzdem entstand dank der zur Verfügung stehenden technischen und finanziellen Mittel und der Besetzung der Hauptrollen mit großartigen Mimen wie Heinrich George, Paul Wegener, Horst Caspar, Gustav Diessl und Otto Wernecke, sowie Harlans unvermeidlicher Ehefrau Kristina Söderbaum als blondem deutschen Mädel, ein höchst beeindruckender Film, der inszenatorisch und im geschickten Aufbau einer Story, die die dramatischen Ereignisse langsam steigert und keinen Moment Zeit zum Luftholen lässt, überzeugen kann. Besonders die Dialoge mit dem Bürgerrepräsentanten Nettelbeck (Heinrich George) sind von einer Raffinesse, gespickt mit ironischen, hintergründig manipulierenden Anspielungen, die dem ersten Eindruck eines patriotischen Durchhaltefilms eher widersprechen.

Zwar wurden dem Major Gneisenau (Horst Caspar) die Worte Goebbels, die er bei seiner Rede vom "Totalen Krieg" im Sportpalast benutzte, fast gleichlautend in den Mund gelegt, aber im Gesamtkontext des Films wirken diese Worte - zudem sehr zurückhaltend und eher elegisch von Caspar vorgetragen - nicht patriotischer als viele von us-amerikanischen Filmen gewohnte, meist von Pathos triefende Reden. Zudem werden sich diese damaligen Zusammenhänge dem heutigen Betrachtern kaum erschließen, weshalb sich häufig die Frage stellt, warum "Kolberg" nach wie vor nur stark eingeschränkt und begleitet von pädagogischen Maßnahmen angesehen werden darf ?


Historien- oder Propagandafilm?

„Kolberg“ schildert ein historisch verbürgtes Ereignis, das den Tagebuchaufzeichnungen des Bürgerrepräsentanten Nettelbeck, der diese nach dem Ende der französischen Belagerung autobiographisch veröffentlichte, nachempfunden wurde. Auch das Schauspiel „Kolberg“ des im 19.Jahrhundert sehr beliebten Schriftstellers Paul Heyse stand Pate für das Drehbuch, wurde aber im Film nicht erwähnt, da der Autor im 20.Jahrhundert stark an Reputation verloren hatte und über einen „nichtarischen“ Hintergrund verfügte.

Entsprechend nah an den damals beteiligten Persönlichkeiten sind auch die Rollen gestaltet. Der Ortskommandant Loucadou (Paul Wegener) glaubt nicht daran, dass Napoleon es für nötig hält, seine Truppen nach Kolberg zu schicken, nachdem dieser schon Preussens Hauptstadt Berlin besetzt hatte. Nettelbecks Vorschläge hinsichtlich der Lagerung der Vorräte weist er empört zurück, nur wenig an den Belangen der Bürger interessiert. Doch auch die Kritik von Leutnant Schill (Gustav Diessl), der zuvor schwerverletzt Kolberg erreichte, am Zustand seiner Soldaten und deren Ausrüstung, wird von ihm nicht ernst genommen. Als dieser mit Nettelbecks Hilfe versucht, die Bürger der Stadt auf einen militärischen Angriff vorzubereiten, reagiert Loucadou mit der abschätzigen Haltung eines Soldaten, der Zivilisten nicht dafür geeignet hält, im Ernstfall kämpfen zu können.

Diese negative Darstellung der Figur des Ortskommandanten basiert auf den Aufzeichnungen Nettelbecks und wird von Historikern inzwischen angezweifelt. Tatsächlich sollte Loucadou recht behalten mit seiner Einschätzung, dass Napoleon (Charles Schauten) nicht vorhatte, Kolberg anzugreifen, denn er forderte schriftlich die Unterordnung unter seine Herrschaft – eine damals übliche Vorgehensweise, um nicht unnötig Ressourcen an Mensch und Material zu gefährden. Nettelbeck stellt diese Forderung beim Rat der zehn führenden Bürger der Stadt zur Diskussion, ohne einen Zweifel an seiner Haltung aufkommen zu lassen, diese mit Vehemenz zurückweisen zu wollen - letztlich der Auslöser für die weiteren Ereignisse, denn erst darauf hin schickte Napoleon seine Armee, um die Stadt zu unterwerfen. Nettelbecks Unbeugsamkeit und seine persönliche Sichtweise der Abläufe, ließen im frühen 19.Jahrhundert erst die Legende um „Kolberg“ entstehen, die Viele in einer wenig heroischen Phase mit Stolz erfüllte – für Goebbels die ideale Vorlage für seine Intention.

Am Aufbau des Films bis zur Ablösung Loucadous durch den neuen Ortskommandanten Gneisenau (Horst Caspar), die von Nettelbeck betrieben wird, nachdem Loucadou ihn wegen Auflehnung verhaften ließ, werden die geschickten manipulatorischen Maßnahmen unter dem Deckmantel historischer Abläufe sichtbar. Anstatt nach knapp anderthalb Jahrhunderten und mit dem Wissen um das weitere Geschehen, die Haltung Nettelbecks neutraler zu betrachten, wird sie mit allen filmischen Mitteln noch unterstützt. Nicht nur Loucadou wird als ignoranter Feigling charakterisiert, Jeder, der zu verstehen gibt, mit der Unterwerfung unter Napoleon sein Hab und Gut schützen zu wollen – zudem nur von wohlhabenden Großbürgern geäußert - gilt als egoistischer Verräter. Eine objektive Abwägung zugunsten des Schutzes aller Einwohner lässt „Kolberg“ nicht entstehen, da der Tod als „freier deutscher Bürger“ dem Leben unter der Herrschaft eines fremden Despoten unwidersprochen vorgezogen wird.

Entscheidend für die eindeutige Ausrichtung des Films ist die Sprache Nettelbecks, kombiniert mit Heinrich Georges Verkörperung eines „Übervaters“, die ihre Wirkung in ihrer geschickten Argumentation und modernen Ausdrucksweise bis heute nicht verloren hat. Kein Hurra-Patriotismus oder militärischer Überschwang ist aus seinen Worten zu hören, sondern ein aus tiefer Fürsorge für die Bürger seiner Stadt erfüllter Pragmatismus, der vergessen lässt, dass seine Haltung erst den unnötigen Konflikt mit der französischen Armee hervorruft. Im Gegenteil wirkt Nettelbeck beinahe wie ein Freiheitskämpfer, der sich erst gegen Loucadou stellt, dann aber auch von Gneisenau Respekt einfordert, immer unter der selbstverständlichen Voraussetzung, dass er weiß, was am besten für seine Leute ist. In diesem Zusammenhang wird auch Joseph Goebbels Forderung verständlich, diverse Sterbeszenen und Kriegsverletzungen heraus zu schneiden, denn das hätte Nettelbecks Reputation als Beschützer deutlich geschwächt.

Unterstützt wird Nettelbeck von Kristina Söderbaum als Bauerntochter Maria Werner, die hier für jeden Frauentypus gleichzeitig steht – die blonde Unschuld vom Lande, die Geliebte des Soldaten, die tapfere Kämpferin und die aufopferungsvolle Bürgerin. Während eine Vielzahl unterschiedlicher Männerrollen die Szenerie beherrscht, kommen außer ihr nur wenige Frauen in kleinen Nebenrollen vor. Offensichtlich wollten die Macher jedes Opfer unter Unschuldigen vermeiden, weshalb sich die pausbäckige, aber immer frisch geschminkte Maria allen Widrigkeiten entgegen setzt, um dabei regelmäßig von den Herren als „Kleines Mädel“, „Fräuleinchen“ und „Frauenzimmerchen“ bezeichnet zu werden. Eine Einschätzung, der sie mit keckem Augenaufschlag und gespielt devotem Verhalten zu begegnen weiß – ein idealisiertes Frauenbild aus männlicher Perspektive und keine historisch authentische Gestalt.

So wie „Kolberg“ auf den entscheidenden historischen Zusammenhang bewusst verzichtete. Das Ende der Beschießung Kolbergs wird im Film einem Streit unter französischen Offizieren zugewiesen, verantwortlich dafür war aber der 1807 ausgerufene „Tilsiter Frieden“, der Napoleon alle Machtbefugnisse beließ und die Hochphase seiner Herrschaft einläutete. Letztlich blieb der Widerstand der Kolberger Bürger ohne Bedeutung für die politischen Konsequenzen, war ihr Opfer und die Zerstörung ihrer Stadt vergebens. Das verschweigt der Film, sondern erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Widerstands der Zivilbevölkerung gegen einen überlegenen Gegner aus der Sicht Gneisenaus, die er seinem König Friedrich Wilhelm III. (Claus Clausen) im Jahr 1813 vorträgt, um ihn zum Kampf gegen Napoleon zu motivieren. Vor dessen Fenster war schon das Volk versammelt, nur noch auf die Anweisungen des Königs wartend, womit der Film einen stellvertretenden Bezug zu den Menschen in Deutschland 1945 herstellte, die ebenfalls zum letzten Widerstand aufgefordert werden sollten.

Doch „Kolberg“ kam im März 1945 zu spät heraus und wurde in den wenigen noch nicht zerstörten Kinos trotz seiner überragenden Show-Werte nur spärlich besucht – im Gegensatz zu dem gleichzeitig laufenden, aber älteren Unterhaltungsfilm „Münchhausen“ (1943). Angesichts der damaligen Realität funktionierte die propagandistische Absicht nicht mehr, was die manipulatorische Wirkung aber nicht verringert. Im Gegenteil spielt „Kolberg“ geschickter auf der Klaviatur des „Heldenmuts“ und der „Opferbereitschaft“ als es die zeitgenössischen us-amerikanischen Filme können. Weniger plump und argumentativ geschickter verzichtet der Film auf ein übertriebenes Feindbild, sondern schildert die Franzosen neutral, ohne Ressentiments schüren zu müssen. Ähnlich wie in „Jud Süß“ (1940) ist es diese dramaturgische Qualität, verbunden mit einer beeindruckenden Bildsprache, die unterschwellig eine Wirkung erzeugt, die eine pädagogische Begleitung des Films auch heute noch sinnvoll erscheinen lässt – weder ist „Kolberg“ harmlose Unterhaltung, noch ein Historienfilm.

„Kolberg“ ist ein sehr gut erzählter, großartig gespielter und technisch überzeugend umgesetzter Film, der optisch beeindrucken kann, aber seine beabsichtigte emotionale Manipulation und die Zusammenhänge bei der Entstehung des Films zerstören diesen positiven Eindruck wieder.

"Kolberg" Deutschland 1945, Regie: Veit Harlan, Drehbuch: Veit Harlan, Alfred Braun, Thea von HarbouDarsteller : Heinrich George, Kristina Söderbaum, Horst Caspar, Gustav Diessl, Paul Wegener, Otto Wernicke, Paul Henckels,  Laufzeit : 104 Minuten


weitere im Blog besprochene Filme von Veit Harlan: