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Freitag, 12. April 2013

Es geschah am hellichten Tag (1958) Ladislao Vajda

Inhalt: Der Landstreicher Jacquier (Michel Simon) entdeckt in einer Waldlichtung, mitten in einer idyllischen Berglandschaft, die Leiche eines Mädchens und wird von der ortsansässigen Polizei sofort als Täter verdächtigt. Erst Oberleutnant Dr.Matthäi (Heinz Rühmann), der die Ermittlungen leitet, kann die aufgebrachten Dorfbewohner davon abhalten, Lynchjustiz zu begehen, und nimmt den Verdächtigen mit in die Stadt. Zuvor hatte er noch den Eltern die Nachricht vom Tod ihres Kindes überbracht und der Mutter das Versprechen gegeben, den Mörder zu fassen.

Doch die Fahndung ist nicht mehr seine Aufgabe, denn er steht kurz vor dem Ausscheiden aus dem Polizeidienst, den er freiwillig quittiert hatte, weshalb Leutnant Heinzi (Siegfried Lowitz) der Fall übergeben wird. Matthäi stellt schnell fest, dass man ihm damit sämtliche Kompetenzen genommen hat, weshalb er dem von Heinzi unter Druck gesetzten Landstreicher nicht helfen kann, als dieser ihn darum bittet. Dessen Selbstmord bestätigt scheinbar Heinzis Verdacht, womit der Fall für den Leutnant abgeschlossen ist. Doch Matthäi glaubt nicht daran, weshalb er – statt zu reisen, wie er es geplant hatte – auf eigene Faust mit Nachforschungen beginnt…


Auch wenn Friedrich Dürrenmatt seine überarbeitete Fassung "Das Versprechen" erst nach seinem Drehbuch zu "Es geschah am hellichten Tag" schrieb und als Buch heraus brachte, wurde seine veränderte Sichtweise zunehmend zum Maßstab für die Kritik an Ladislao Vajdas Film. Während die filmische Umsetzung dem Betrachter zum Schluss noch den Glauben an die Beherrschbarkeit des Problems ließ, war davon in Dürrenmatts Roman nichts mehr übrig geblieben. Durch diese inhaltliche Konsequenz, die "Das Versprechen" auszeichnet, gerieten die Aspekte, die von Seiten der Produktion vorgesehen wurden (weswegen sie von Dürrenmatt als Anpassung an den Publikumsgeschmack abgelehnt wurden), zunehmend in die Kritik. Sean Penns Umsetzung von 2001 konzentrierte sich anders als Vajdas Film - trotz aller interpretatorischen Freiheit - auf Dürrenmatts Untertitel "Requiem auf den Kriminalroman" und betonte dessen unbequemen Gedanken. Sein sperriger Film wurde entsprechend deutlich weniger vom Publikum angenommen als das Original von 1958.

Vajdas wichtigste Maßnahme war, Heinz Rühmann die Rolle des Oberleutnant Dr.Matthäi zu übertragen (mit dem er ein Jahr später noch „Ein Mann geht durch die Wand“ drehen sollte). Der unsympathische Charakter dieser Rolle entspricht ganz der Dürrenmattchen Intention in seiner ausschließlich dem Intellekt untergeordneten Vorgehensweise. Sowohl im Fanatismus in der Polizeiarbeit, im Verzicht auf ein Privatleben und in der Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschenleben bei der Verfolgung seiner Ziele, wurde von Dürrenmatt ein Typus entworfen, der Ende der 50er Jahre als kritischer Gegenentwurf zum idealisierten Bild des Kriminalkommissars von singulärer Bedeutung war. Es ist nicht das leicht positive Ende, das das Publikum wieder mit dem Protagonisten versöhnte und ihm den Glauben an die Polizei zurückgab, sondern Heinz Rühmanns Darstellung. Einem Anderen wäre es emotional nicht bis zu dieser abschließenden Szene gefolgt.

Seine Besetzung in Vajdas Film galt als überraschend, da der seit den 30er Jahren sehr populäre Darsteller meist in komischen Rollen überzeugt hatte. Dabei wird übersehen, dass Rühmanns Stärke nicht in der reinen Komik lag, sondern in der Ausgestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. Nur dadurch, dass Rühmann sich auch in „Es geschah am hellichten Tag“ treu blieb, wird der Figur die Härte genommen. Als er zu Beginn an den Tatort gerufen wird, wo das tote Mädchen gefunden wurde, und er im Dorfgasthof den Landstreicher Jacquier (Michel Simon) vor der tobenden Menge schützen muss, gelingt Rühmann genau die Mischung aus selbstbewusster Positionierung der eigenen Macht und diplomatischem Geschick, die die Situation rettet. Indem Dr.Matthäi dabei deutlich werden lässt, was er von der hinterwäldlerischen Haltung der Dorfbewohner hält, erfüllt er zuerst das Vorurteil eines arroganten Großstädters, um später die sprachliche Revanche des von ihm düpierten Bürgermeisters, der die Selbstjustiz nicht verhindern wollte, unwidersprochen hinzunehmen. Damit betonte Rühmann auch die Verletzlichkeit seiner Rolle und schuf eine differenzierte Figur, mit der sich das Publikum identifizieren konnte.

Besonders beeindruckend gelingt ihm diese Gratwanderung in der Schlüsselszene des Films, als Matthäi den Eltern des toten Kindes die Schreckensnachricht überbringt. Nach außen hin reagieren die Beteiligten ruhig, aber die Sprachlosigkeit lässt erst die Unfassbarkeit des Geschehenen erkennen. Die Bitte der Mutter an Matthäi, den Verbrecher zu fassen und sein Versprechen dies zu tun, hat nichts mit den üblichen Austausch von Floskeln zu tun, sondern ist für den Polizeioffizier eine tiefgehende Verpflichtung. Darin zeigt sich eine tiefe moralische Haltung, die verbunden mit seinem Fanatismus zwar nicht zu seinem Verhängnis wird - wie in Dürrenmatts „Das Versprechen“ - deren Tragweite trotzdem sichtbar bleibt.

Für die rücksichtslose, wenig einfühlende Polizeiarbeit steht stellvertretend Siegfried Lowitz als Leutnant Heinzi, der Matthäis Position nach dessen Ausscheiden aus dem Polizeidienst übernimmt. Heinzi hält Jacquier dank einiger Indizien für den Mörder und versucht ihn, mit einem harten Polizeiverhör zu einem Geständnis zu zwingen, weshalb sich der hilflose Landstreicher an Matthäi wendet. Doch auch wenn dieser an dessen Unschuld glaubt, bleibt es bei freundlichen Worten, denn sein Glauben an Hierarchien und Gesetze ist zu groß, als das er ein Wagnis einginge und sich für ihn ernsthaft einsetzte. Jacquiers begeht kurz darauf Selbstmord, was die Polizei als Bestätigung ihrer Theorie ansieht, und auch wenn Matthäi im Gegensatz zu den Polizisten betroffen reagiert, hätte er dessen Tod verhindern können. Vajdas Film fehlt es keineswegs an der nötigen Konsequenz, sondern nur Rühmanns Spiel und seine vorhandene Popularität beim Publikum schwächt die Schärfe der Handlung etwas ab.

Bis heute hat die Beschreibung brutaler Kindermorde in einer idyllischen Landschaft kaum etwas von ihrem Schrecken verloren und es stellt sich die Frage, ob ein Film mit einer unsympathischeren Hauptfigur und dem von Dürrenmatt später veränderten Schluss Ende der 50er Jahre in die Kinos hätte gebracht werden können. Der pädagogische Zeigefinger, der einmal zu Beginn kurz auftaucht, als Matthäi die Kinder der Klasse des getöteten Mädchens davor warnt, mit Fremden mitzugehen, wirkt oberflächlich und hinterlässt kaum Eindruck. Nicht ohne Grund wird diese Warnung nicht mehr wiederholt, denn Matthäi wird die kindliche Naivität und die damit verbundene Unvorsicht später selbst benutzen, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Ein weiterer, vielleicht unfreiwilliger Verdienst in Rühmanns Spiel liegt in dem Freiraum, den er Gert Fröbe für die Darstellung eines Kindermörders ließ. Auch wenn die psychologische Grundlage für dessen Verhalten aus heutiger Sicht klischeehaft wirkt, indem sein Frauenhass einer dominanten Ehefrau zugeschrieben wird, so bleibt sein Spiel beeindruckend. Fröbe gelingt es, einer Figur, die kaum größere Abscheu erzeugen könnte, menschliche Züge abzugewinnen. Dadurch wird zum einen seine innere Zerrissenheit deutlich, zum anderen verständlich, warum er auf das Mädchen einen solchen Reiz ausüben kann. In diesem Punkt sind sich Polizist und Mörder ganz nah, denn sie wenden ähnliche freundliche Methoden an, um ein Kind für ihre Zwecke einzuspannen. Doch während Rühmanns diese Vorgehensweise dank seiner sympathischen Art abschwächt, ist Fröbe viel konsequenter, weil er seine egoistischen Ziele dahinter stärker betont. Dr. Matthäis Ansinnen ist kaum weniger bösartig, weil auch er den Tod des Mädchens riskiert, aber zu dieser Parallelität lässt es der Film letztendlich nicht kommen, indem er ihn noch rechtzeitig einsichtig werden lässt. Die Schelte der Mutter fällt viel zu schwach aus, angesichts seiner Vorgehensweise - eine abschließende Konzession an das Publikum.

„Es geschah am hellichten Tage“ mag man aus heutiger Sicht - im Vergleich zu Dürrenmatts Roman „Das Versprechen“ - gewisse Schwächen in der kritischen Konsequenz vorwerfen können, aber das wird einem Film nicht gerecht, der 1958 ein Paradebeispiel für ein intelligentes Drehbuch und großartige schauspielerische Leistungen wurde. Rühmann bleibt sich zwar treu, aber sein Spiel kommt dem Film zugute, weil es einen sperrigen Stoff publikumskompatibel werden lässt, ohne diesem die Intention zu nehmen. Trotz gewisser zeitgemäßer Vereinfachungen, überrascht der Mut, ein schwieriges und von Vorurteilen geprägtes Thema letztlich komplex umzusetzen. Das Happy End – wenn man es überhaupt so nennen will – funktioniert zwar als Beruhigung, aber Dürrenmatts Absichten blieben nicht verborgen.

"Es geschah am hellichten Tag" Deutschland / Schweiz 1958, Regie: Ladislao Vajda, Drehbuch: Ladislao Vajda, Friedrich Dürrenmatt, Darsteller : Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Siegfried Lowitz, Michel Simon, Berta DrewsLaufzeit : 95 Minuten


weitere im Blog besprochene Filme von Ladislao Vajda:

Samstag, 23. März 2013

Ein Mann geht durch die Wand (1959) Ladislao Vajda


Inhalt: Herr Buchsbaum (Heinz Rühmann) hat es sich in seinem Leben eingerichtet. Er arbeitet als Finanzbeamter 3.Klasse in einem Büro für Mahnschreiben, lebt alleine in seiner kleinen Wohnung, besitzt kaum soziale Kontakte und seine größte Freude ist es, des abends in sein Briefmarkenalbum zu sehen und von fremden Ländern zu träumen.

Jede unvorhergesehene Veränderung reißt ihn aus seiner scheinbaren Selbstzufriedenheit und bereitet ihm schlechte Laune - egal ob es die neue Nachbarin ist, die ihn im Treppenhaus beschimpft, oder die dilettantische Klaviermusik, die ihn bei seiner abendlichen Meditation stört. Doch erst als mit Herrn Pickler (Hubert von Meyerinck) ein neuer Chef die Büroleitung übernimmt, wird er aus seiner Lethargie gerissen, denn dieser Despot macht ihm das Leben äußerst schwer.

Da kommt ihm eine neu entdeckte Fähigkeit zu Hilfe, die er nachts plötzlich entdeckt - er kann durch Wände gehen...

Heinz Rühmann befand sich nach schwierigen Nachkriegsjahren, die auch mit seiner Rolle im III. Reich zusammenhingen, seit Mitte der 50er Jahre wieder in der Erfolgsspur und drehte einen Kassenknüller nach dem anderen. Inmitten der Vielzahl erfolgreicher Komödien ("Charleys Tante" (1956), "Vater sein dagegen sehr" (1957), "Der brave Soldat Schwejk" (1960)) und moralisch belehrender Filme ( "Der Pauker" (1958), "Der Jugendrichter" (1960)) stechen die zwei Filme hervor, die Rühmann gemeinsam mit dem ungarischen Regisseur Ladislao Vajda drehte - "Es geschah am helllichten Tage" (1958) und "Ein Mann geht durch die Wand".

Obwohl sich beide Filme einem extremen bzw. fantastischem Thema widmeten, waren sie der Wirklichkeit der jungen Bundesrepublik näher als scheinbar realistischere Themen mit Rühmann als Lehrer, Richter oder allein erziehender Vater, denn bei diesen handelte es sich eher um Pseudo-Dramen, in denen Rühmann zwar ein humanistisches Bild seiner Figuren zeichnen konnte, die aber letztendlich nur die moralischen Ansichten ihrer Zeit bestätigten. Während Rühmanns Rollen auch immer Vorbildcharakter hatten und stellvertretend für eine generelle Haltung standen, konzentrierten sich die Filme unter Vajda auf eine individuelle Persönlichkeit. Der Unterschied blieb auch dem damaligen Publikum nicht verborgen, welches "Ein Mann geht durch die Wand" an den Kinokassen durchfallen ließ.

Dabei scheint der Film im Gegensatz zu "Es geschah am helllichten Tage" wieder auf Rühmanns angestammte Rolle als "Kleiner Mann" zurückzugreifen, der sich innerhalb einer scheinbar übermächtigen Umwelt behaupten muss. Doch hier gelang Rühmann als Herr Buchsbaum eine komplexere Sicht auf einen Verlierer, der als Beamter 3.Klasse mit dem Verfassen von Steuer-Mahnschreiben sein Dasein fristet. Seine sozialen Kontakte beschränken sich auf den Besuch eines Malers (Rudolf Rhomberg), dem er sein Erlebnisse mitteilt, während dieser – oft gar nicht zuhörend - seine nicht gegenständliche Kunst malt und ihn ständig um Geld bittet. Rühmann bleibt in seiner Darstellung immer langsam, spricht ruhig ohne besonderen Charme oder Witz und entwirft überzeugend eine Figur, die ihr Leben schon hinter sich hat und in ihrer (Selbst-)Zufriedenheit vor allem nicht gestört werden will. Hätte nicht der Sympathieträger Heinz Rühmann diese Figur verkörpert, wäre Herr Buchsbaum als verschrobener Zeitgenosse angesehen worden.

Dessen Leben wird erst empfindlich zerstört, als er einen neuen Chef bekommt. Statt des gemütlich, freundlichen Vorgesetzten, der ihn sehr schätzte, bekommt er es mit Pickler (Hubert von Meyerinck) zu tun, dessen Name Programm ist, da er über das Gemüt einer preußischen Pickelhaube verfügt. In dieser deutlich überzeichneten, in ihrer Bösartigkeit einseitigen Figur, treffen sich zwei scheinbar gegensätzliche Strömungen - die Vergangenheit mit ihrer autoritätsgläubigen Unterwürfigkeit und die Moderne in ihrer unmenschlichen Effektivität. Durch die Auseinandersetzung mit diesem allgemeinen Feindbild bekommt die Figur des Herrn Buchsbaum erst Profil, denn dieser wehrt sich gegen die Tiraden des neuen Chefs und nutzt seine überraschenden Fähigkeiten, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

Zwischen diesen Vorgängen kommt es zu einer Schlüsselszene: Buchsbaum trifft seinen alten Lehrer, der sich darüber wundert, wieso es sein ehemaliger Klassenprimus nicht zu einer besseren Position gebracht hatte. Buchsbaum antwortet ihm, dass sein Leben voller unüberwindbarer Wände sei, worauf dieser entgegnet, dass es keine Wände gäbe, die man nicht bezwingen könnte. Dieser philosophische Ansatz wird in dem nach Marcel Aymé’s Novelle entstandenen Script geschickt umgesetzt, indem Buchsbaum eines Abends zufällig erkennt, dass er durch Wände gehen kann. Überzeugend spielt Rühmann einen Mann, der sich über diese Fähigkeit keineswegs freut, da diese eine unerwünschte Individualisierung bedeutet und erst als der Leidensdruck durch den neuen Vorgesetzten zu groß wird, beginnt er sich seiner neuen Möglichkeiten zu bedienen.

Mit dem Auftauchen des Herrn Pickler verliert „Ein Mann geht durch die Wand“ zunehmend seine Linie und entwickelt sich von der genau beobachteten Psyche eines Einzelgängers, dessen Lebensform durchaus auch ein kritisches Bild auf die Bundesrepublik und ihre Erwartungshaltung an seine Bürger wirft, zu einem typischen Rühmann-Lustspiel. Das liegt keineswegs an dem intelligenten Einfall, seinen Protagonisten durch die Wand gehen zu lassen, sondern ist der Tatsache geschuldet, Rühmann wieder die schon mehrfach gespielte Rolle des einfachen, aber anständigen Bürgers wiederholen zu lassen, die der großen Versuchung zwar einen Moment erliegt, aber letztlich den Pfad der Tugend nicht verlässt.

Die Figur des Herrn Pickler ist zu übertrieben, um damit ernsthaft Kritik an dem Gebaren von Vorgesetzten zu üben, weswegen dessen Demontage fast schmerzhaft populistisch wirkt. Die späteren „Supermann“-Episoden, in denen mit viel Presse-Brimborium Buchsbaums Fähigkeiten begleitet werden, sind natürlich unterhaltend – auch weil Rühmann inzwischen abgeklärter als zu Beginn agiert - ,aber sie verdeutlichen auch die verpassten Chancen, die das Thema in sich barg. Anstatt mit dieser „Super-Fähigkeit“ einen Weg aus der gesellschaftlichen Anpassung zu finden und damit „echte“ Wände zu durchqueren, erfährt Rühmanns Figur nur dahingehend eine Entwicklung, dass er im gesellschaftlichen Sinne „Erfolg“ hat – letztlich ist er am Ende angepasster als zu Beginn. Die Therapie war erfolgreich.

Trotzdem bleibt – neben dem Unterhaltungswert – ein positiver Eindruck zurück, weil die Darstellungen übertriebene Reaktionen vermeiden und selbst das unvermeidliche Happy-End subtil umgesetzt ist. Man muss dem Film im Zeitkontext der späten 50er Jahre und auch hinsichtlich der Erwartungen des Publikums an Heinz Rühmann zugestehen, dass er in seiner ruhigen Erzählform, die auf typische komödiantische Elemente größtenteils verzichtete, trotz der Aufweichung des Konzepts, ein auch aus heutiger Sicht nachvollziehbares Bild der Bundesrepublik entwirft und im Detail entlarvend bleibt.

"Ein Mann geht durch die Wand" Italien 1959, Regie: Ladislao Vajda, Drehbuch: Hans Jacoby, Marcel Aymé (Roman), Darsteller : Heinz Rühmann, Hubert Von Meyerinck, Rudolf Vogel, Nicole Courcel, Peter Vogel, Lina Carstens, Fritz Eckhardt, Laufzeit : 99 Minuten


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