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Freitag, 17. Juli 2015

Schloss Hubertus (1973) Harald Reinl

Inhalt: Schipper (Klaus Löwitsch) und Lenz Bruckner (Gerhard Riedmann) werden von dem alten Jagd-Aufseher Hornegger beim Wildern erwischt und schießen gleichzeitig auf ihn, als er sie verhaften will. Tödlich getroffen bricht er zusammen. Bruckner behauptet daneben gezielt zu haben, Schipper entgegnet ihm dasselbe. Der Mord bleibt unaufgeklärt, aber Schipper hat den vom schlechten Gewissen geplagten Bruckner jetzt in der Hand. Jahre später ist Franz Hornegger (Robert Hoffmann) an die Stelle seines Vaters gerückt. Ohne zu wissen, dass Schipper für den Tod seines Vaters verantwortlich ist, arbeitet er an dessen Seite im Dienst des Grafen Egge (Carl Lange).

Schipper, der seinen Einfluss beim Grafen geschickt geltend macht, nutzt seine Stellung nicht nur für weitere Wilderei, sondern integriert auch gegen den ihm unliebsamen Franz Hornegger. Ihm missfällt, dass dieser sich mit Bruckners Schwester Mali (Gerlinde Döberl) gut versteht, auf die er selbst ein Auge geworfen hat. Inzwischen treffen am Schloss Hubertus die Söhne des Grafen ein. Der Älteste, Tassilo (Karlheinz Böhm), kommt in der Begleitung seiner zukünftigen Frau Anna Herwegh (Evelyn Opela), einer bekannten Münchner Opernsängerin. Graf Egge erwartet sie zur Jagd und Tassilo möchte die Gelegenheit nutzen, seinem dann hoffentlich gut gelaunten Vater von der geplanten Hochzeit mit Anna zu berichten…

Ausgehend von meinem Essay "Vom Bergdrama zur Sex-Klamotte - Der Heimatfilm im Zeitkontext"  gehört mein erster Blick in die Tiefen des Genres nicht zufällig dem Ganghofer-Roman "Schloss Hubertus" und seinen drei Verfilmungen 1934, 1954 und 1973. "Schloss Hubertus", 1892 erschienen und erfolgreichster Roman des Heimatdichters Ganghofer, beinhaltete schon früh einige der wesentlichen Merkmale des Genres - Kontrast Moderne/Tradition, eine alles überragende Führungsfigur und das sehr spezifische Frauenbild von Tochter "Geislein" und ihre Liebe zum Maler Forbeck. Aber auch die Wilderer-Thematik, Armut, Kindstot, große materielle Unterschiede, Doppelmoral und die offensichtliche Abhängigkeit fast Aller vom Willen eines Einzelnen fanden Einzug in einen Roman, der aus heutiger Sicht gelesen keineswegs uneingeschränkte Sehnsüchte nach "der guten alten Zeit" weckt. 

Umso interessanter ist es, die Umsetzung der Romanvorlage mit wachsendem zeitlichen Abstand zu beobachten, auch weil die Filmrechte über mehr als ein halbes Jahrhundert in der Hand Peter Ostermayrs lagen, der sie 1918 noch von Ludwig Ganghofer selbst erwarb. Dank der Veröffentlichung aller drei Versionen auf DVD durch FILMJUWELEN, besteht endlich die Möglichkeit die Filme nicht nur mit dem Romantext zu vergleichen, sondern ihre Entwicklung genauer zu analysieren:             "Schloss Hubertus" (1934)        "Schloss Hubertus" (1954)


Die Wilderer Bruckner (Gerhard Riedmann) und Schipper (Klaus Löwitsch) 
Der Heimatfilm hatte sich in den 60er Jahren an den veränderten Publikumsgeschmack angepasst und überlebte nur noch in einer Mischung aus Schlagerfilm, Bauernkomödie und Sex-Klamotte (siehe "Der Weg in die Moderne - der Heimatfilm der Jahre 1958 bis 1969") - bis es Anfang der 70er Jahre zu einer kurzen Renaissance kam. Der während der Hochphase des Genres entstandene "Wo der Wildbach rauscht" (1956) lief überraschend erfolgreich noch einmal in den Kinos und bewies, dass die damaligen Rezepturen noch funktionierten. Auch Harald Reinl, von 1949 bis 1957 ("Almenrausch und Edelweiß") zu den meist beschäftigten Regisseuren des Heimatfilms gehörend - eine Phase, die dank seiner Karl May-, Dr.Mabuse- und Edgar Wallace-Filme ein wenig in Vergessenheit geraten war - hatte das Genre 1972 für sich wieder entdeckt. Seine Neufassung von "Grün ist die Heide" (1951) schwamm aber noch ganz auf der Schlagerfilm-Welle und hatte mit dem 51er Film von Hans Deppe kaum etwas gemeinsam.

Franz Hornegger (Robert Hoffmann) und Mali (Gerlinde Döberl) 
Ganz anders dagegen seine Herangehensweise ein Jahr später an "Schloss Hubertus" nach dem zuvor zweimal 1934 und 1954 verfilmten Ganghofer-Roman. Von 1918 bis 1970 hatten die Filmrechte an den Ganghofer-Werken allein bei Peter Ostermayr gelegen, der neben der Produktion meist auch die Drehbucharbeiten übernahm, zuletzt 1959 bei "Der Schäfer von Trutzberg". Sein Sohn Paul May hatte 1962 noch ein Remake von "Waldrausch" in die Kinos gebracht, aber seitdem hatte es keine weiteren Kinofilme auf Basis des Erfolgsautoren mehr gegeben - der längste Zeitraum seit 1918. Reinl, in den frühen 50er Jahren selbst bei zwei Ganghofer-Produktionen als Regisseur beteiligt („Der Klosterjäger“ (1953)), nahm die Angelegenheit sehr ernst und holte sich erfahrene und bewährte Heimatfilm-Veteranen ins Boot, um die erste Ganghofer-Fassung nach der Ostermayr-Ära auf die Leinwand zu bringen.

Tassilo (Karlheinz Böhm) und sein Bruder Robert (Folker Bohnet)
Wie Reinl gehörte Drehbuchautor Werner P.Zibaso zu den Aktivposten des Heimatfilms der 50er Jahre, hatte aber auch sein Händchen für die soziokulturellen Entwicklungen der 60er und frühen 70er Jahre bewiesen („Die Klosterschülerinnen“ (1972)). Sepp Rist und Gerhard Riedmann, die in ihren jüngeren Jahren als Helden-Darsteller im Heimatfilm bekannt wurden, traten in Nebenrollen auf, Karlheinz Böhm, seit "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" (1957) dem Genre konsequent fern geblieben, übernahm mit der Figur des Tassilo, Graf Egges ältestem Sohn, eine Hauptrolle. Eine signifikante Besetzung sowohl für Zibasos Interpretation des Romans, als auch Reinls Umsetzung, denn Tassilo hatte in den beiden bisherigen Verfilmungen, entgegen Ganghofers Intention, nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Ankunft von Robert und Willy auf Schloss Hubertus
Im Roman vertritt der junge Graf als Rechtsanwalt, der sich auch für die verachteten Wilderer einsetzt, eine liberale Position. Unabhängig vom Geld seines Vaters lebt er in München und will die Opern-Sängerin Anna Herwegh heiraten, eine vom Adel missbilligte Verbindung. Die Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Vater ist nicht nur ein Generationskonflikt, sondern steht für die klassischen Gegensätze Stadt/Land sowie Moderne/Tradition. Dass Ganghofer der zwiespältigen, aber faszinierenden Figur des alten Grafen seinen sympathischen und selbstbewussten Sohn gegenüber stellte, verdeutlicht, dass es ihm nicht um einfache Antworten ging. Dagegen reduzierte Peter Ostermayr den Disput zwischen Vater und Sohn auf einfache Fakten, verortete Anna Herwegh als eine Freundin Kittys in der Nachbarschaft und nahm ihren gegensätzlichen Haltungen so die Tragweite. Besonders in der 54er Version kam die Figur des Tassilo kaum über einen Stichwortgeber für seinen souveränen Vater hinaus.

Mali mag Schipper nicht
Dass Karlheinz Böhm unter Harald Reinl erstmals wieder in einem Heimatfilm mitwirkte, zeugt von dem generell hohen Anspruch an die Neuverfilmung. Einzig die erste Szene, in der die ertappten Wilderer Schipper (Klaus Löwitsch) und Bruckner (Gerhard Riedmann) den Jagd-Aufseher Hornegger erschießen, wurde neu hinzugefügt. Der nicht aufgeklärte Mord an dem Vater von Franz Hornegger (Robert Hoffmann), der inzwischen dessen Position in Graf Egges Revier übernommen hat, geschah in der Vergangenheit, schwebt aber ständig über der Handlung. Der intrigante Schipper, Horneggers Kollege im Dienst des Grafen, hat Bruckner auf Grund dieser Schuld unter Kontrolle. Dass Bruckners Schwester Mali (Gerlinde Döberl), die in seinem Haushalt seine verstorbene Frau ersetzen muss, ausgerechnet in Franz Hornegger verliebt ist, passt weder Bruckner, noch Schipper, der selbst an Mali interessiert ist.

Graf Egge (Carl Lange)
Schon an dieser Ausgangssituation wird die Akribie sichtbar, mit der sich Werner P.Zibaso an Ganghofers Text hielt. Neben dem jüngsten Sohn Willy (Sascha Hehn), erstmals im Film von 1954 berücksichtigt, gehörte endlich auch der standesbewusst arrogante mittlere Bruder Robert (Folker Bonet) zum Ensemble, den einzig seine Spielschulden zum Vater treiben. Dass Tassilo (Karlheinz Böhm) mit seiner zukünftigen Frau, der Sängerin Anna Herwegh (Evelyn Opela), anreist, ist zwar ein kleiner Stilbruch – im Roman kommt er allein, Kitty (Ute Kittelberger) lernt Anna erst bei der Hochzeit in München kennen – widersprach aber nicht Ganghofers Intention. Zu verdanken ist das der authentischen Charakterisierung Graf Egges (Carl Lange), der gar nicht daran denkt, aus den Bergen zu seinem Schloss zurückzukehren, nur weil seine Söhne gekommen sind oder Tochter Kitty, sein „Geislein“, Sehnsucht nach ihm hat. Zibaso sparte nichts aus: Egges Adler-Käfig am Schloss, seine fanatische Vorliebe für die Jagd, seine Sturheit und seine Härte im Umgang mit seinen Mitmenschen, aber auch die Fähigkeit zur Selbstironie und emotionalen Nähe zu seiner Tochter sowie sein Verständnis für den kränklichen Sohn Willy – eine Paraderolle für Carl Lange.

Maler Forbeck (Richard Rüdiger) mit Kitty (Ute Kittelberger) und Franz Hornegger
Die bis in kleine Details des zweibändigen Romans reichende Umsetzung bei einer nur wenige Minuten längeren Laufzeit gegenüber den Vorgängern, brachte auch Nachteile mit sich. Ostermayr hatte sich nicht ohne Grund auf die zwei wesentlichen Handlungslinien um Graf Egge und Kitty beschränkt, Zibasos Einbeziehung auch der Nebenhandlungen erforderte an anderer Stelle Kürzungen. Schon an der Besetzung der Kitty mit dem damals 15jährigen Bravo-Girl Ute Kittelberger in ihrer ersten Rolle, wird die geringere Gewichtung auf ihre Liebesgeschichte mit dem Maler Hans Forbeck (Richard Rüdiger) erkennbar, die im Schnellverfahren abgehandelt wurde. Nach der in jeder Verfilmung gezeigten humorvollen Szene, in der Forbeck im Unwissen darüber, wen er vor sich hat, Graf Egge in den Bergen zeichnet, um ihn danach fürs Modellstehen zu bezahlen, verläuft die erste Begegnung mit Kitty schnell.

Graf Egge lässt sich zeichnen
Ihre ausführlichen gemeinsamen Szenen in der Waldhütte, die in den beiden ersten Verfilmungen von zentraler Bedeutung waren (so aber nicht im Roman vorkommen), existieren hier ebenso wenig, wie die spätere Italienreise Kittys mit ihrer Anstandsdame Tante Gundi (Rose Renée Roth), auf der sie Forbeck wieder begegnet - ein auch im Roman mehrere Kapitel einnehmender Handlungsbestandteil. Obwohl sie die Story wieder ins späte 19.Jahrhundert versetzten, nachdem Ostermayr die 54er Version mitten im Wirtschaftswunder-Deutschland spielen ließ, wollten Zibaso und Reinl offensichtlich das rückständige Frauenbild des Romans vermeiden, das in den beiden ersten Verfilmungen ungefiltert übernommen worden war. Die Charakterisierung der „Geislein“ genannten Kitty als „süßes Ding“ hatte dem jeweiligen Zeitgeist entsprochen und förderte die Karrieren der Kitty-Darstellerinnen Hansi Knoteck und Marianne Koch – Ute Kittelberger kam dagegen über vier Nebenrollen nicht hinaus.

Der jüngste Sohn Willy (Sascha Hehn)
Das hatte auch zur Folge, dass Zibaso die Story um Liesl (Eva Garden), die Geliebte von Egge-Sohn Willy, abschwächte. An der Doppelmoral, die dazu führt, dass Liesl noch in derselben Nacht, nachdem Willy beim „Fensterln“ tödlich abstürzte, mit einem grobschlächtigen Handwerksburschen verlobt wird, ließ er keinen Zweifel. Noch am Tag zuvor war der junge Mann von ihrer ehrgeizigen Mutter, die ihre Tochter schon als Gräfin sah, vom Hof gejagt worden. Doch als er sich bei der Hochzeit als schlagkräftiger Bursche herausstellt, verliebt sie sich in ihn. Eine geschönte Sichtweise, denn bei Ganghofer verprügelt er seine frisch angetraute, ihm zu widerspenstige Ehefrau, die ihn deshalb aus seiner Sicht „jetzt schon etwas mehr mag“. Eine vom Autor keineswegs positiv geschilderte Situation, die der Realität näher kam. Und eine für den Gesamteindruck des Films beispielhafte Szene, denn Reinl ließ zwar kaum einen Konflikt aus, wagte aber selten die letzte Konsequenz.

Liesl (Eva Garden) kommt nach Willys Tod schnell unter die Haube
Im Film nimmt sich Robert als Offizier das Leben, nachdem sein Vater nicht mehr bereit war, seine immer höheren Spielschulden zu begleichen. So tragisch das klingt, ist es doch das vereinfachende Klischee eines ehrenvollen Todes. Im Roman übernimmt Tassilo die Schulden, wofür er fast sein gesamtes Vermögen aufbringen muss – unter der Voraussetzung, dass sein Bruder in seiner Einheit ab sofort unter totale Kontrolle gestellt wird. Eine für den selbstverliebten Robert viel größere Strafe, da sie ihm seine Ehre nimmt. Auch Graf Egges Tod fehlt am Ende eine wichtige Komponente, obwohl Reinl auf das konstruierte Happy-End seiner beiden Vorgänger verzichtete. Erblindet vom Adlermist, nachdem er über eine 60 Meter lange Leiter versuchte Jungadler aus deren Nest zu rauben, nimmt Egge wütende Rache an den noch im Käfig verbliebenen Adlern. Erst diese sinnlose Tat führt zu seinem Tod und sorgte im Roman dafür, dass sein zwiespältiger Charakter bis zum Ende gewahrt blieb – trotz der Versöhnung mit seinen Kindern vom Sterbebett aus.

Versöhnung am Sterbebett
Gemessen an den beiden ersten „Schloss Hubertus“-Filmen, sogar an Literaturverfilmungen generell, wirken diese Kritikpunkte kleinlich. Auch wenn die Haarschnitte der männlichen Protagonisten sehr am 70er Jahre Schönheitsideal orientiert waren, ist Reinls Film die Ernsthaftigkeit, Ganghofers Mischung aus dramatischer Unterhaltung und realistischem Hintergrund adäquat umsetzen zu wollen, jederzeit anzumerken. Trotzdem ist eine Kritik, wie sie die „Cinema“ formulierte: 

„Winnetou- und Wallace-Regisseur Harald Reinl inszenierte seine Version als bieder-bunten Alpengruß. Fazit: Trotz hoher Berge ganz schön flach.“ 

nicht ganz von der Hand zu weisen, so sehr die Aussage von der üblichen Ignoranz gegenüber Reinls intensiver Heimatfilm-Vergangenheit zeugt. Werner P. Zibaso und Reinl wollten zu viel. Die Fülle an Protagonisten, Nebengeschichten und kleinen Anspielungen verhinderte eine Tiefe in den Charakterisierungen, auch wenn besonders Klaus Löwitsch, Gerhard Riedmann und Carl Lange ihren Figuren Profil gaben.

Der Eindruck eines Heimatfilm-Potpourris drängt sich auf, basiert aber vor allem auf Unkenntnis der Romanvorlage. Ähnlich heutiger populärer Literaturverfilmungen von „Harry Potter“ bis „Herr der Ringe“ entsteht erst durch die Kombination aus Buch und Film das Verständnis für die inneren Zusammenhänge, bekommen auch nebensächlich wirkende Sätze Gehalt. Anders als seine Vorgänger konnte Reinl nicht mehr davon ausgehen, dass die Zuschauer Ganghofers Roman kannten. Seine engagierte Verfilmung wirkte deshalb 1973 ein wenig aus der Zeit gefallen – einerseits modern im Bemühen, gesellschaftskritische Aspekte nicht zu unterschlagen, andererseits altmodisch in der Anlage. Dem Film eine gewisse Oberflächlichkeit anzulasten ist korrekt, man kann es aber auch als Chance begreifen, Ganghofers Roman zu lesen – dann entfaltet sich erst die Qualität des Films.

"Schloss Hubertus" Deutschland, Österreich 1973, Regie: Harald Reinl, Drehbuch: Werner P.Zibaso, Ludwig Ganghofer (Roman), Darsteller : Carl Lange, Karlheinz Böhm, Robert Hoffmann, Klaus Löwitsch, Gerhard Riedmann, Sepp Rist, Rose Renée Roth, Evelyn Opela, Ute Kittelberger, Richard Rüdiger, Sascha Hehn, Folker Bohnet, Gerlinde DöberlLaufzeit : 92 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Harald Reinl:
"Die Bande des Schreckens" (1960)

Thematisch weiterführender Link:

- "Vom Bergdrama zur Sexklamotte - der Heimatfilm im Zeitkontext" (Grundlagen des Heimatfilm Genres)

Donnerstag, 24. Juli 2014

Nacht am Mont-Blanc (1951) Harald Reinl

In Erinnerung an Dietmar Schönherr, gestorben am 18.07.2014

Inhalt: Vigo (Dietmar Schönherr), befehlshabender Offizier der italienischen Grenzpolizei am Mont-Blanc, kann nach einem Schusswechsel im Hochgebirge nur einen Teil der Schmuggelware konfiszieren, die Täter können dagegen entkommen. Erschöpft fährt er zurück zu einem Berghotel, wo seine Verlobte Monika (Dagmar Rom) schon sehnsüchtig auf ihn wartet. Doch ihr zärtliches Stelldichein ist nur von kurzer Dauer, da Vigo von seiner Müdigkeit übermannt wird, um nach einem fünfstündigen Schlaf gleich wieder in die Berge aufzubrechen.

Monika, die Urlaub genommen hatte, um in der Nähe ihres Liebsten zu sein, reagiert enttäuscht, lässt sich aber vom Hotel-Pagen Angelo (Gerhard Deutschmann) ablenken, der mit ihr auf die Ski-Piste geht. Dort stößt sie beinahe mit Hans (Baldur von Hohenbalken) zusammen, einem früheren Verehrer aus ihrer österreichischen Heimat, der im Hochgebirge trainiert. Ohne zu zögern verbringt sie den Tag mit dem alten Freund…


Mit "Nacht am Mont Blanc" befand sich der österreichische Regisseur Harald Reinl Anfang der 50er Jahre in bester Gesellschaft. Sein erster Langfilm nach eigenem Drehbuch -  "Bergkristall" (1949) entstand auf Basis des gleichnamigen Romans von Adalbert Stifter, "Gesetz ohne Gnade" (1951) nach Karl Lovens Roman "Das Gipfelkreuz" - spielte im Hochgebirgs-Milieu, ähnlich der Heimatfilme "Schicksal am Berg" (1950, Regie Ernst Hess), "Duell in den Bergen" (1950, Regie Luis Trenker und Debüt der "Heimatfilm"-Ikone Marianne Hold) und "Föhn" (1950, Regie Rolf Hansen), die nach 1945 wieder auf das in den 20er/frühen 30er Jahren beliebte Sujet des Berg-Dramas zurückgriffen - bei "Föhn" handelt es sich zudem um ein Remake des 1929 unter G.W.Pabst und Arnold Fanck gedrehten Stummfilms "Die weiße Hölle am Piz-Palü" (siehe "Bergdrama und Pioniere des Heimatfilms - die frühen Jahre 1930 bis 1933").

Der Einfluss dieser Film-Gattung mit ihren beeindruckenden Bergpanoramen und archaischen menschlichen Auseinandersetzungen auf die Entwicklung des "Heimatfilms" auch der 50er Jahre lässt sich gut an Reinls "Nacht am Mont Blanc" ablesen, der die dramatischen Szenen in eisigen Höhen mit komödiantischen Elementen, einer Kriminalhandlung und nicht zuletzt mit Liebesgeplänkel um Dagmar Rom verband, der damals sehr populären zweifachen Ski-Weltmeisterin von 1950, die 1952 noch eine Silbermedaille bei den olympischen Spielen in Oslo gewinnen sollte. Trotz der die Szenerie beherrschenden verschneiten Berggipfel, nahm die Story um die attraktive blonde Sportlerin damit schon früh Reinls Vorliebe für ein Unterhaltungs-Potpourri vorweg, wie er es in "Die Fischerin vom Bodensee" (1956) in Perfektion umsetzen sollte - ein typisches Stilelement der späteren "Heimatfilm" - Phase (siehe "Im Zenit des Wirtschaftswunders - der Heimatfilm der Jahre 1955 bis 1957").

In "Nacht am Mont-Blanc" hinterlässt der große Unterschied zwischen dem notorisch ernsthaften Mienenspiel Dietmar Schönherrs in seiner ersten Hauptrolle als Grenzpolizist Vigo und Oskar Simas witziger Darstellung eines sehr von sich überzeugten Hotel-Portiers, der sich mit einer zu Hysterie neigenden wohlhabenden Touristin aus dem österreichischen Flachland, Frau Schnackendorf (Geraldine Klatt), ins Alberne driftende Dialoge abliefert, einen uneinheitlichen Charakter. Kombiniert mit den Aufnahmen des skifahrerischen Könnens von Frau Rom, die zu fröhlicher Musik die Hänge hinunter wedelt, während ihr Verlobter Vigo gefährlichen Rauschgiftschmugglern auf der Spur ist, entsteht der Eindruck eines unentschiedenen Stils. Der Beginn und die Schlusssequenz folgten den Regeln des Bergdramas, während der Mittelteil eher komödiantisch, folkloristisch angelegt ist. Reinl gelang noch nicht die ausgewogene Mischung seiner späteren Heimatfilme.

Besonders in Sachen Liebe fuhr er ein Kontrastprogramm auf. Der nach vielen Stunden im Hochgebirge erschöpft zurückgekehrte Vigo und seine Verlobte Monika (Dagmar Rom) schwelgen in ewiger Liebe, während der Portier und Frau Schnackendorf nur despektierliche Bemerkungen für ihre langjährigen Angetrauten übrig haben. Aber auch Monika vergisst ihre elegischen Worte scheinbar schnell, nachdem Vigo schon nach kurzer Zeit wieder seinen Polizisten-Pflichten nachgehen musste, obwohl sie doch seinetwegen extra Urlaub genommen hatte. Page Angelo (Gerhard Deutschmann) darf als begabter Ersatzmann mit auf die Ski-Piste und als ihr dort zufällig ihr früherer Verehrer Hans (Baldur von Hohenbalken) begegnet, verbringt sie gleich den restlichen Tag mit ihm bis tief in die Nacht auf ihrem Zimmer, ohne ihre Beziehung zu Vigo zu erwähnen. Ein gewagtes Spiel für ein unschuldiges Fräulein Anfang der 50er Jahre, das entsprechende Folgen nach sich zieht.

Hans, von Monikas Verhalten ermutigt, versucht sein Glück, holt sich aber eine Abfuhr, woraufhin er das Hotel schon zu früher Morgenstunde in Richtung Berggipfel verlässt. Als der wieder zurückgekehrte Vigo im Hotel eine Leiche entdeckt, glaubt er, Hans wäre der Mörder und macht sich auf die Verfolgung. Doch Monika weiß es natürlich besser und versucht die beiden Männer rechtzeitig einzuholen. Die Kriminal-Story um die Schmugglerbande und den Mord im Hotel hat nur die Funktion, das abschließende Berg-Drama emotional aufzuheizen. Während der aus Turin gekommene Commissario den Fall schnell gelöst hat, spitzt sich die Situation am Mont-Blanc weiter zu. Zuerst verunglückt Monika gerade als sie die Männer erreicht hatte, wird zwar gerettet, aber auf Grund eines Wetterumschwungs müssen sie gemeinsam die Nacht am Berg verbringen. Dort erfährt Vigo, warum Hans nicht der Mörder sein kann, was den Zusammenhalt unter schwierigsten Bedingungen erst recht gefährdet.

So konstruiert und im Charakter uneinheitlich die Hinführung zu der abschließenden Sequenz wirkt, gelang es Reinl diese spannend in der Tradition klassischer Berg-Filme umzusetzen, auch weil er auf ein eindeutiges Gut-Böse-Schema verzichtete. Die Situation zwischen der Frau und den zwei Männern bleibt lange offen und sollte offensichtlich weit dramatischer enden als es die nachgeschoben wirkenden kurzen Szenen am Ende vorgaukeln – ein weiteres Beispiel für das qualitative Gefälle innerhalb eines Films, der einen Spagat zwischen leichter Unterhaltung und ernsthaftem Drama versuchte. Nicht immer gelungen, aber voller bemerkenswerter Details wie etwa die strikte Einhaltung der unterschiedlichen Sprachen, die den Betrachter auch mit längeren Dialogen in Italienisch konfrontierten, die nicht untertitelt wurden. Und signifikant für die Stellung des Films zwischen Tradition und der sich abzeichnenden Modernisierung der Nachkriegsgesellschaft, die nicht nur typisch für den frühen Heimatfilm ist, sondern auch beispielhaft für die Entwicklung des Regisseurs und Autors Harald Reinl zu einem der führenden Vertreter des Heimatfilms steht.

"Nacht am Mont-Blanc" Deutschland, Österreich 1951, Regie: Harald Reinl, Drehbuch: Harald Reinl, Darsteller : Dietmar Schönherr, Dagmar Rom, Oskar Sima, Geraldine Katt, Gerhard Deutschmann, Baldur von HohenbalkenLaufzeit : 84 Minuten


weitere im Blog besprochene Filme von Harald Reinl:

Montag, 1. Juli 2013

Die Fischerin vom Bodensee (1956) Harald Reinl

Inhalt: Wie jeden Tag ist Maria Gassl (Marianne Hold), begleitet von dem Nachbarjungen Loisl, auf dem Bodensee, um für ihren Lebensunterhalt zu fischen. Ihr Fang ist sowieso schon spärlich, aber als die Zwillingsschwestern Schweizer (Isa und Jutta Günther) absichtlich mit ihrem Motorboot in ihr Netz fahren, bleibt nicht mehr viel übrig. Gemeinsam mit Loisl versucht Maria die wenigen Fische auf dem Markt zu verkaufen, aber sie hat keine Chance gegen die Fischereifirma Bruckberger, die ihre gezüchtete Ware deutlich günstiger anbieten kann. Zufällig trifft sie auch auf Hans Bruckberger (Gerhard Riedmann), der erst seit kurzem wieder in seiner Heimat zurück ist, und der nicht wenig erstaunt auf die inzwischen erwachsen gewordene schöne junge Frau reagiert.

Sie macht ihm Vorwürfe, dass seine Firma ihrem Großvater die Fangrechte unter Preis abkaufen will und sie bewusst beim Fischen gestört wurde. Hans versteht zuerst nicht, wovon sie spricht, aber schnell bekommt er heraus, dass seine Eltern die wirtschaftliche Notsituation der alteingesessenen Fischer-Familie Gassl ausnutzen und die beiden Zwillingsmädchen die aus ihrer Sicht arrogante Maria bestrafen wollten. Er schreitet ein und bringt die Sache in Ordnung, aber Maria bleibt weiterhin abweisend ihm gegenüber, was ihn nur noch weiter antreibt…


Ein Jahr nach "Der Fischer vom Heiligensee" kam auch "Die Fischerin vom Bodensee" in die deutschen Kinos, unter der Regie von Harald Reinl, der zuerst Heimatfilme drehte, bevor er sich im Action- und Krimi-Genre („Der Frosch mit der Maske“ (1959)) einen Namen machte. Außer dem Fischer bzw. der Fischerin und dem dazugehörigen See vor einem atemberaubendem Berg-Panorama haben beide Filme nur wenig gemeinsam, denn während Heinz H.König ein ernsthaftes Melodrama entwarf, drehte Reinl ein Sammelsurium aus den beliebtesten Ingredienzien des Heimatfilm-Genres in der Tradition von "Grün ist die Heide" (1951). Die dramatische Liebesgeschichte um die schöne, aber arme und vaterlose Fischerin Maria Gassl (Marianne Hold) und den Sohn aus wohlhabendem Hause Hans Bruckberger (Gerhard Riedmann), wird umrankt von viel Bodensee-Folklore, alkoholgetränktem Überschwang („Im Himmel gibt’s kein Bier“), Gesang („Die Fischerin vom Bodensee“) und Bauernschwank - eine Mischung, die damals hervorragend ankam.

Die Konsequenz, mit der der Film die Klischees und Geschlechterrollen in einer abwechslungsreichen Inszenierung bediente, ist bemerkenswert und lässt "Die Fischerin vom Bodensee" zu einem exemplarischen Beispiel für das Heimatfilm-Genre werden. Männer und Frauenrollen werden hier eindeutig definiert, was sich schon am selbstbewussten Auftreten des naseweisen Fischerjungen Loisl beweist, der Maria Gassl bei ihrer Arbeit begleitet. Als gleich zu Beginn die Zwillingsschwestern Anny und Fanny Schweizer (in dieser Zeit notorisch mit Isa und Jutta Günther besetzt) mit ihrem Motorboot absichtlich das Fischernetz kaputt fahren, hat Loisl für die verwöhnten Fratzen aus reichem Hause nur Verachtung übrig. Tatsächlich kann ihnen ihr Vater Anton Schweizer (Rudolf Bernhard), ein erfolgreicher Holzhändler, nichts abstreiten, weshalb sie als ernsthafte Ehe-Kandidatinnen für den begehrten Junggesellen Hans Bruckberger nicht in Frage kommen. Trotz der nach außen hin behaupteten Freundschaft zwischen Bruckberger und den Zwillingsmädchen, behandelt er sie meist wie verzogene Gören, weshalb er sie auch dazu vergattert, nachts Marias Netz mit Fischen zu füllen, nachdem er von ihrem Anschlag erfahren hatte.

An der Verbindung zwischen ihm und einer der Schweizer-Töchter hat vor allem seine Mutter Stefanie Bruckmeier (Annie Rosar) Interesse, die den wirtschaftlichen Vorteil ihrer Familie im Auge hat. Annie Rosar gibt in der Nebenhandlung den Part der herrschsüchtigen Alten, die ihren Ehemann Karl (Joe Stöckel) so knapp hält, dass der eine uneheliche Tochter erfindet, um 100 Mark Alimente monatlich kassieren zu können, die er immer persönlich über die Grenze bringt. Gemeinsam mit seinem Freund Anton Schweizer nutzt er die Gelegenheit, um einmal im Monat am Stammtisch seinem Vergnügen nachgehen zu können. Reinl gestaltet diese Szenen im Stil eines Bauernschwanks, dessen Realitätsanspruch gegen Null geht, aber er nutzt die Konstellation für typische Seitenhiebe auf die Geschlechter, wobei die Männer deutlich besser wegkommen.

Während die Alte immer streng und diszipliniert den Laden führt, fragt man sich, wofür ihr Mann in dem Fischerei-Betrieb zuständig ist. Weniger hübsche Mägde beleidigt er ganz selbstverständlich wegen ihres Aussehens, während er seine Frau ständig zu besänftigen versucht. Darüber hinaus gibt er als gut gelaunter Dampfplauderer den Sympathieträger. Doch zunehmend gerät er gegenüber seiner Frau in Erklärungsnot, was ihn am Ende zu einer Notlüge zwingt, die dramatische Folgen hat – doch in diesem Moment begreift er, dass er ein Mann ist und setzt sich gegenüber seiner Frau durch, was sie sofort mit freudiger Unterwürfigkeit belohnt. Eine solche Situation wäre für seinen Sohn Hans unvorstellbar, den Gerhard Riedmann mit kernig, selbstbewusster Männlichkeit spielt. Im Gegensatz zu seinem Vater packt er - kaum wieder an den Bodensee zurück gekommen – in der Firma seiner Eltern an und begegnet auf dem Markt Maria, als sie versucht, ihre wenigen Fische zu verkaufen, die gerade so zum Überleben für sie und ihren Großvater (Joseph Egger) reichen, bei dem sie aufgewachsen ist. Ihre Mutter war bei ihrer Geburt gestorben und nahm das Geheimnis mit ins Grab, wer Marias Vater ist.

Marianne Hold hatte zwar seit „Duell in den Bergen“ (1950) unter der Regie von Luis Trenker schon mehrere Hauptrollen gespielt, aber „Die Fischerin vom Bodensee“ ließ sie zum großen Star in den späten 50er Jahren werden, ein Ruhm, der nur bis zum Ende der Heimatfilm-Ära anhielt – schon 1964 spielte sie in dem Karl-May-Film „Der Schut“ ihre letzte Rolle. Als Maria verkörperte sie das Idealbild einer unnahbaren, jungfräulichen Schönheit, die für einen echten Kerl zur Herausforderung werden muss. Der Wettkampf beim Maifest ist geradezu prototypisch zugespitzt, als sie - in der historischen Tracht einer unverheirateten jungen Frau gekleidet – zuerst kaum hinsehen kann, als Hans versucht, als Erster den Maibaum zu erklettern, um seinen dabei gewonnenen Tanz nach kurzer Zeit wieder abzubrechen. Ihre ständigen Zurückweisungen wirken angesichts der Tatsache, dass an ihren gegenseitigen Gefühlen von Beginn an kein Zweifel besteht, etwas übertrieben, erfüllen aber die Erwartungen an das Klischee, dass nur der stärkste und beste Mann die begehrenswerteste Frau erhält. Hans, der nicht daran zweifelt, sie zu erobern und zwischendurch auch schon mal anmerkt, man müsste sie wegen ihres Trotzes übers Knie legen, gewinnt sie letztlich, indem er sie gegen ihren Willen küsst – ein richtiger Mann nimmt sich seine Frau, die ihm danach hoffnungslos verfällt.

Dank der Lüge seines Vaters kommt es noch einmal zu einer kurzen Irritation zwischen ihnen, aber in „Die Fischerin vom Bodensee“ gibt es keine wirklichen Gefahren wie etwa in „Der Fischer vom Heiligensee“, sondern nur eine dramatische Liebesgeschichte inmitten eines fröhlichen und unbeschwerten Treibens in schönster landschaftlicher und historischer Umgebung, die sich als Urlaubsort geradezu anbietet. Dass sich am Ende auch die Vaterfrage klärt und Marias Armut damit Geschichte ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf, so dass letztlich nur zwei Fragen offen bleiben – soll man den Film wegen seiner vorhersehbaren Story und seines klischeehaften Weltbilds kritisieren oder eine Machart bewundern, die die damalige Erwartungshaltung des Publikums in Perfektion umsetzte und die damit verbundene Faszination bis heute transportieren kann?

"Die Fischerin vom Bodensee" Deutschland 1956, Regie: Harald Reinl, Drehbuch: Ernst Neubach, Karl-Heinz Busse, Harald Reinl, Darsteller : Marianne Hold, Gerhard Riedmann, Annie Rosar, Joe Stöckel, Josef Egger, Isa und Jutta GüntherLaufzeit : 88 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Harald Reinl:

Donnerstag, 30. Mai 2013

Die Bande des Schreckens (1960) Harald Reinl

Inhalt: Als ein älterer Mann (Otto Collin) eine Bank betritt, um Geld abzuheben, steht plötzlich Inspector Long (Joachim Fuchsberger) vor ihm und bezeichnet ihn als den gesuchten Schwerverbrecher Clay Shelton. Zuerst bestreitet der Beschuldigte noch diese Anschuldigung, aber die ihm gestellte Falle schnappt zu und auch sein Fluchtversuch bleibt vergebens. Er wird zum Tode verurteilt, aber bevor er seinem Henker vorgeführt wird, wird ihm noch sein letzter Wunsch erfüllt – bis auf Mrs. Ravenstock (Elisabeth Flickenschild) sind alle an seiner Festnahme und Verurteilung beteiligten Personen versammelt. Trotz seiner Hinrichtung droht Shelton, sie danach der Reihe nach zu töten. Eine verwegene Behauptung, gegen die Inspector Long sogleich eine Wette eingeht.

Die er schon kurz danach zu verlieren scheint, denn er entgeht nur knapp einem Attentat. Im Gegensatz zu dem Schützen, den er ermordet auffindet. Zudem erfährt er von seinem Chef, Sir Archibald (Ernst F. Fürbringer), dass Shelton schon vor dem Vollzug der Todesstrafe vergiftet worden war. Der Täter kann sich nur unter den Anwesenden befunden haben. Long gibt seinen Plan auf, den Polizeidienst zu quittieren, sondern sucht einen Mörder, der scheinbar wieder aus dem Grab gestiegen ist, indem sich nur Steine und die Liste mit den zukünftigen Opfern befindet…


Planmäßig übernahm beim dritten Edgar Wallace-Film der Rialto Produktionsgesellschaft wieder Harald Reinl den Regiestuhl von Jürgen Roland, der zuvor "Der rote Kreis" (1960) gedreht hatte. Sie sollten sich abwechseln, aber Roland nahm nach "Der grüne Bogenschütze" (1961) seinen Abschied vom Wallace-Universum, weshalb dieser anfängliche Rhythmus nur kurze Zeit Bestand hatte und sich der Kreis der Regisseure sukzessive erweitern sollte.

Hatte der Täter in Reinls "Der Frosch mit der Maske" (1959) einen Froschstempel am Tatort hinterlassen und zierte der titelgebende rote Kreis die Opfer des Mörders im zweiten Edgar-Wallace-Film, ist es hier eine verkrampft in die Höhe gereckte Hand, die die Bedrohung versinnbildlicht, aber damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Erstmals wurde mit "Die Bande des Schreckens" einer der Wallace-Geschichten verfilmt, deren Opferkreis klar definiert ist - ein beliebtes Subgenre, dass Edgar Wallace mehrfach verwendete (unter anderen in "Das indische Halstuch" (verfilmt 1963)) und Agatha Christie mit "Und dann gabs keines mehr..." (Originaltitel "Ten little niggers") 1939 so exzellent umsetzte, dass sie damit den erfolgreichsten Kriminalroman aller Zeiten schuf. Der Vorteil dieser Konstellation liegt in der klaren Struktur, die die Spannung innerhalb eines begrenzten Personenkreises aufbaut und damit dem späteren Slasher-Film den Weg bereitete.

Die Konsequenz des Christie-Romans - ein in sich abgeschlossener Raum, der Täter muss sich unter den Anwesenden befinden - besaß der 1926 erschienene "The terrible people" noch nicht, denn Wallace erzählte vordergründig eine Gruselstory über einen hingerichteten Mörder. Clay Shelton (Otto Collin) wird in der ersten Szene des Films von Inspector Long (Joachim Fuchsberger) in einer Bank gefasst und wenig später seinem Henker vorgeführt. Zuvor wird ihm noch sein letzter Wunsch erfüllt, der ihm die Gelegenheit gibt, allen an seiner Festnahme und Verurteilung Beteiligten, persönlich ihren baldigen Tod zu versprechen. Auch wenn die Anwesenden - darunter der Richter, der Staatsanwalt und natürlich der zum Chefinspector beförderte Long - diese Drohung verständlicherweise nicht ernst nehmen, wirkt diese Szene konstruiert und unrealistisch, denn warum sollten sie einem verurteilten Mörder diese infame Gelegenheit geben ?

Zumal Long vorhat seinen Dienst zu quittieren, um seinen Vater (Fritz Rasp) bei dessen Bankgeschäften zu unterstützen. Doch nachdem ein Attentat auf ihn begangen wurde - der ihn verfehlende Schütze wurde daraufhin selbst ermordet - und er von seinem Chef Sir Archibald (Ernst F. Fürbringer) erfährt, dass Shelton schon vor seiner Hinrichtung vergiftet wurde, kann er den Fall noch nicht zu den Akten legen. Wer die Wallace-Romane kennt, weiß, dass der Autor niemals eine fantastische Lösung wählte, sondern auch für die unwahrscheinlichsten Fälle einen natürlichen Täter hervor zauberte. Das Spiel mit dem Geist von Shelton, in dessen Sarg sich nur Steine und eine Liste mit den zukünftigen Opfern befand, soll ein wenig Grusel verbreiten, aber zur Sache kommt Reinl in dem Moment, indem das Vorgeplänkel vorbei ist und sich die schon reduzierte Anzahl der von Shelton bedrohten Personen zu einem Golfturnier treffen - natürlich unter strenger polizeilicher Bewachung. Wagt es der Mörder trotzdem, sein schändliches Spiel weiter zu treiben?

Ausgehend von der literarischen Vorlage fehlt in "Die Bande des Schreckens" das in den ersten zwei Filmen betonte Londoner Flair mit schummrigen Bars und finsterer Hafengegend, denn die Handlung findet meist in mondänen Villen und in ländlichen Gegenden statt. Trotzdem schuf Reinl unter der Verwendung eines starken Hell/Dunkel-Kontrasts eine dichte Atmosphäre für die in der zweiten Hälfte des Films stringente Handlung, die ihre Situation zum Ende hin geschickt zuspitzt und mit einer nachvollziehbaren Lösung überrascht. Verlassen konnte er sich dabei auf die schon erfahrenen Mitstreiter Fritz Rasp, Dieter Eppler, Ulrich Beiger, Ernst F.Fürbringer und natürlich Eddie Arent, der hier seine Rolle als skurriler Polizeifotograf erstmals als komischer Side-Kick zum Helden interpretierte, nachdem er in den ersten beiden Filmen noch ernsthafter geblieben war.

Joachim Fuchsberger fährt nicht nur denselben Wagen, den er schon als amerikanischer Erbe in "Der Frosch mit der Maske" nutzte, er tritt auch genauso salopp auf. Diesmal ist er trotz seines Polizeiberufs ein Sohn aus reichem Haus, weshalb sein Werben um die schöne Nora Sanders (Karin Dor, damalige Ehefrau von Regisseur Reinl, die anders als ihre beiden Vorgängerinnen noch mehrfach die Wallace-Filme bereichern sollte) auch als adäquat angesehen werden kann, obwohl ihre Chefin Mrs. Ravenstock (Elisabeth Flickenschildt), die auch von Shelton bedoht wird, anderer Meinung ist. Die Theaterschauspielerin Flickenschildt, die ihre erfolgreiche Karriere während der Zeit des Nationalsozialismus begonnen hatte, wurde für die Verkörperung eines älteren, arrogant selbstbewussten Frauentyps, der trotz seiner damenhaften Attitüde kein Blatt vor den Mund nimmt, stilbildend im Wallace-Film.

Aus heutiger Sicht lässt sich ihre markante Erscheinung, deren bewusst übertriebenes Spiel Selbstironie spüren lässt, kaum wegdenken - damals wurde sie eindeutig negativ besetzt. Mit Ulrich Beiger als schmierigem Anwalt Mr.Henry, fehlte auch der Mann mittleren Alters nicht, der in selbstgefälliger Weise um die junge Schönheit wirbt - ebenfalls eine stark überzeichnete Wallace-Figur, die dem Liebespaar erwartungsgemäß nicht gefährlich werden konnte. In fast allen Wallace-Krimis kam eine Liebesgeschichte vor, aber sie war stärker mit der Handlung verzahnt und wurde langsamer entwickelt. Fuchsberger ging in seinen Rollen dagegen immer gnadenlos direkt vor, keinen Moment an seiner männlichen Überlegenheit zweifelnd. Karin Dor kokettiert zu Beginn anstandshalber mit ein wenig Widerstand, den sie aber bald aufgibt, um in den Armen des Helden zu landen.

"Die Bande des Schreckens" ist trotz typischer Logikschwächen einer der besseren Wallace-Krimis, zudem stimmig von Harald Reinl in Szene gesetzt, aber er ist auch signifikant für den großen Erfolg, den die Verfilmungen an der Kinokasse hatten. Durften auf der einen Seite eine Vielzahl an Morden stattfinden und finsterste Bösewichte angenehmen Grusel verbreiten, bleibt die Welt hier trotzdem noch überschaubar. Obwohl die Handlung in der Gegenwart stattfindet, wird die Todesstrafe bei Schwerverbrechen noch mit absoluter Selbstverständlichkeit angewendet. Auch jeder negative Charakterzug, ob selbstgefällig, geldgierig, eitel oder verlogen, verringert die Lebenserwartung erheblich. Dabei sind es diese zwiespältigen Figuren, die den Wallace-Kosmos erst ausmachen, denn sie gewähren einen kurzen Blick in menschliche Abgründe, um dem Betrachter am Ende das gute Gefühl zu vermitteln, dass die Wirklichkeit doch gar nicht so schlimm ist.

"Die Bande des Schreckens" Deutschland 1960, Regie: Harald Reinl, Drehbuch: Wolfgang Schnitzler, J.Joachim Bartsch, Edgar Wallace (Roman), Darsteller : Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Elisabeth Flickenschild, Dieter Eppler, Ernst F. Fürbringer, Ulrich Beiger, Fritz Rasp, Eddie ArentLaufzeit : 88 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Harald Reinl:

Dienstag, 14. Mai 2013

Der Frosch mit der Maske (1959) Harald Reinl


Inhalt: Wieder wurde ein Tresor professionell geknackt und die wertvollen Juwelen gestohlen, ohne das Inspektor Elk (Siegfried Lowitz) von Scotland Yard eine Spur hat. Einzig das Froschzeichen, das der Täter hinterließ, deutet auf die Bande des mit einer Froschmaske verkleideten Schwerverbrechers hin, dessen Taten die Bevölkerung schon lange in Unruhe versetzen. Doch Elk ist guter Hoffnung, ihm auf die Spur zu kommen, denn einem seiner Männer ist es nach einem Jahr gelungen, Mitglied in der Bande des Froschs zu werden. Nachdem diesem das Abzeichen auf den Unterarm gebrannt wurde, erfährt er vom Frosch, dass er sich um Ella (Elfie von Kalkreuth) und Ray Bennet (Walter Wilz) kümmern soll. Jeder Mann, der sich Ella nähert, soll getötet werden, aber der Polizist lässt sich nicht darauf ein und will den Frosch verhaften, was gleichbedeutend mit seinem Todesurteil ist.

Als Inspektor Elk seine Leiche außerhalb Londons entdeckt, kommen auch Richard Gordon (Joachim Fuchsberger) und sein Butler (Eddie Arent) hinzu, die selbst den Frosch verfolgen. Sie entdecken einen seltsamen Stiefelabdruck in der Nähe der Leiche und Gordon, reicher amerikanischer Erbe und Neffe des Chefs von Scotland Yard Sir Archibald (Ernst F.Fürbringer), folgt der Spur bis er auf John Bennet (Carl Lange) trifft, einen wortkargen Mann, den er mitnimmt und zu dessen Haus fährt. Dort begegnet er erstmals dessen Tochter Ella und deren Bruder Ray, den er mit seinem Sportwagen fahren lässt, um die hübsche Ella zum Bus bringen zu können. Doch Gordon wird bei seinem Flirt jäh unterbrochen, als ein Mann zwischen den Bäumen heraustritt und ein Messer auf ihn wirft. Er kann ihn überwältigen und entdeckt das Zeichen des Froschs an dessen Arm – offensichtlich ist Ella in die Sache verwickelt…


Als die Dreharbeiten der deutsch-dänischen Co-Produktion "Der Frosch mit der Maske" 1959 begannen, konnte zwar noch niemand voraussehen, das damit eine mehr als zehn Jahre andauernde Erfolgsgeschichte ihren Anfang nehmen sollte, die Rialto-Produktionsgesellschaft hatte aber schon weitere Verfilmungen der Edgar-Wallace-Kriminalromane geplant und sich die Rechte am Nachfolger "Der rote Kreis" gesichert, der 1960 herauskommen sollte. Entsprechend stabsplanmäßig wurden auch die Mitwirkenden verpflichtet. Regisseur Harald Reinl, in den 50er Jahren hauptsächlich im Heimatfilm-Genre aktiv ("Die Fischerin vom Bodensee" 1956) hatte seine Fähigkeiten, auch Actionfilme zu inszenieren, im Jahr zuvor mit den Kriegsfilmen "Die grünen Teufel von Monte Cassino" und "U47 - Kapitänleutnant Priem" bewiesen und war zudem vertraglich gebunden. Autor Egon Eis, der vor seiner Emigration aus Nazi-Deutschland das Drehbuch zur ersten Edgar-Wallace-Verfilmung von "Der Zinker" (1931) verfasst hatte, schrieb nach dem großen Erfolg von "Der Frosch mit der Maske" noch fünf weitere Drehbücher zu Edgar Wallace-Verfilmungen, deren Handlung er in die Gegenwart übertrug, unter dem Pseudonym Trygve Larson.

Auch die Darsteller  erfüllten die Anforderungen. Joachim Fuchsberger, seit der "08/15" - Trilogie ein Filmstar in Deutschland, und Dieter Eppler hatten unter Harald Reinl Hauptrollen in dessen Kriegsfilmen gespielt, Siegfried Lowitz hatte als Polizeioffizier in "Es geschah am hellichten Tag" (1958) überzeugt und Fritz Rasp hatte schon im "Zinker" von 1931 mitgewirkt. Ernst F.Fürbringer als Sir Archibald, Chef von Scotland Yard, wurde stilprägend für die spätere Filmreihe und die Besetzung von Eddie Arent als Butler sogar zu einer Institution. Die weiblichen Darstellerinnen blieben dagegen größtenteils austauschbar - hier verkörpert die spätere Fernsehansagerin Elfie von Kalkreuth (unter dem Pseudonym Eva Anthes) in einer ihrer wenigen Rollen das anständige Mädchen (zudem auch Love-Interest des Helden und gefährdetes Opfer), während Eva Pflug die Nachtclub-Sängerin und Hure gibt, die ihrer verdienten Strafe nicht entkommt.

Das Spiel mit der Unterwelt Londons - bestehend aus finsteren Spelunken, düsterer Hafengegend und nebligen Gassen, in denen gedungene Mörder und promiskuitive Flittchen ihr Unwesen treiben - übten im braven Deutschland der späten 50er/frühen 60er Jahre einen großen Reiz aus. Harald Reinl betonte diese Wirkung noch mit einem starken Licht/Schatten Kontrast und nutzte die Vorlage des Kriminalromans, um mit ungewohnter Härte vorzugehen - weniger die große Zahl an Morden, sondern besonders der Schnitt in die Kehle und eine im Kugelhagel sterbende Frau waren im deutschen Film neu. Trotz der seriösen Besetzung und der eindeutigen Moral des Films, konnte es an der Haltung des Feuilletons keinen Zweifel geben, welches die gesamte Reihe als klischeehaft und trivial einstufte. Mit diesem Urteil lagen die Kritiker keineswegs falsch, aber die Edgar-Wallace-Filme trafen den Nerv ihrer Zeit und ihre Entwicklung bis zu den frühen 70er Jahren spiegeln die parallel stattfindenden gesellschaftlichen Veränderungen anschaulich wider.

Entsprechend verstieß "Der Frosch mit der Maske" 1959 noch eher sanft gegen die moralischen Sitten. Die angebliche Hafenspelunke "Lolita-Bar" hat noch das Ambiente eines großstädtischen Nacht-Clubs für seriöse Paare und Eva Pflug bleibt als Verführerin des unerfahrenen und leicht beeinflussbaren Ray Bennet (Walter Wilz) dezent. Auch die Gewalttätigkeiten hinterlassen keinen konsequenten Eindruck, denn trotz des Schwerverbrechers mit der "Frosch-Maske", der schon viele Morde begangen hatte und auch den von Inspektor Elk (Siegfried Lowitz) eingeschleusten Polizeispitzel ohne zu zögern erschießt, verfällt Reinls Film jedesmal in den "harmlosen" Modus, sobald Joachim Fuchsberger als Held Richard Gordon im Bild auftaucht. Kurz nachdem er Ella Bennet (Elfie von Kalkreuth) kennengelernt hatte, die selbstverständlich sofort das Interesse des reichen amerikanischen Erben weckte, wird er von einem Messerangriff bedroht, der so dilettantisch ausgeführt wird, das Gordon gleich seine schlagkräftige Seite zeigen kann, die er noch mehrfach beweisen darf, während in anderen Situationen sofort geschossen wird.


Edgar Wallace 1925 erstmals erschienener Kriminalroman "The fellowship of the frog" gehört zu seinen umfangreichsten Werken, weshalb die knapp 90minütige Laufzeit nicht ausreichte, die Charaktere schlüssig unter einen Hut zu bringen, auch wenn sich das Drehbuch an die grundsätzlichen Abläufe hielt. Besonders der titelgebende "Frosch" kommt zu kurz, von dessen Verbrechen mehr in eingeblendeten Zeitungsausschnitten zu lesen ist, als das Reinl sie im Bild festhält. Im Zentrum des Geschehens stehen Ella und ihr Bruder Ray, die ohne ersichtlichen Grund vom "Frosch" bedroht werden, der dafür teilweise abenteuerliche Umwege einplant, während er sonst für seinen direkten professionellen Stil bekannt ist, den er aber nur bei der Bestrafung von Verrätern beweist. Zudem wirkt die zum Ende hin sich zuspitzende Situation übertrieben. Während zur Entstehungszeit des Romans die Todesstrafe in England noch üblich war, galt sie dort inzwischen als stark umstritten und wurde nur noch in extremen Ausnahmefällen ausgesprochen - ganz sicher nicht für den ungeschickt fingierten Mord in der "Lolita"-Bar.

Der Story gelingt es nicht, die unterschiedlichen Handlungsstränge zu einer schlüssigen Einheit zusammen zu fügen, weshalb die überraschende Lösung eher einer allgemeinen Verwirrtheit entspringt als einer logischen Herführung und viele Fragen unbeantwortet lässt. An dem Erfolg des Films konnte das nichts ändern, denn Reinls atmosphärische Umsetzung und sein gewagter Blick in die Unterwelt, übten eine hohe Faszination aus, die auch heute noch spürbar ist. "Der Frosch mit der Maske" wurde qualitativ noch von einigen Edgar-Wallace-Verfilmungen übertroffen, aber er setzte die wichtigsten Standards für die Reihe.

"Der Frosch mit der Maske" Deutschland, Dänemark 1959, Regie: Harald Reinl, Drehbuch: Egon Eis, J.Joachim Bartsch, Edgar Wallace (Roman), Darsteller : Joachim Fuchsberger, Elfie von Kalkreuth, Siegfried Lowitz, Dieter Eppler, Ernst F. Fürbringer, Jochen Brockmann, Fritz Rasp, Eddie ArentLaufzeit : 87 Minuten

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