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Sonntag, 11. Oktober 2015

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (1954) Wolfgang Liebeneiner

Die alten Freunde Pittes (Heinz Rühmann) und Hannes (Hans Albers)
Inhalt: Hannes (Hans Albers) kommt an Bord eines Schiffes der Handelsmarine nach acht Jahren auf See wieder in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Er will endgültig an Land bleiben und freut sich auf das Wiedersehen mit seinem alten Freund Pittes (Heinz Rühmann), der auf der Reeperbahn das „Hippodrom“ betreibt, ein Vergnügungslokal mit Pferdedressur-Vorführungen. Schon auf dem Weg dorthin erfährt er, dass sich das Etablissement inzwischen „Galopp-Diele“ nennt, nicht die einzige Veränderung der letzten Jahre, wie Hannes schnell feststellen muss.

Pittes mit Louise (Fita Benkhoff)
Der Geschmack der Besucher der Reeperbahn hat sich erheblich gewandelt, weshalb die „Galopp-Diele“ inzwischen ein tristes Dasein mit nur noch wenigen Gästen führt. Auch Hannes Animierkünste – er schnappt sich ein Akkordeon und gibt ein paar Lieder zum Besten – können nur kurz für Abhilfe sorgen. Doch es gibt auch erfreuliches festzustellen, denn Anni (Helga Franck), die Tochter seines Freundes, ist inzwischen zu einer hübschen jungen Frau herangewachsen, und wäre genau die richtige Wahl für den alten Frauenhelden, um endlich sesshaft zu werden. Er ahnt nicht, zu welchen Komplikationen das führt…

"Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" wurde der dritte und letzte gemeinsame Film der großen Stars Hans Albers und Heinz Rühmann. Dass man damit nach dem Krieg wieder an alte Erfolge anknüpfen wollte, lag nah - nicht ohne Grund nannte man den Film nach dem Schlager, den Hans Albers in "Große Freiheit Nr.7" (1944) so trefflich sang und bis heute zu anhaltendem Ruhm verhalf. Albers gesamte Rolle lehnte sich an seinen 1944 im Käutner-Film gespielten Charakter an, nur weniger tíefgründig und ambivalent angelegt. Erneut konnte das Hamburger Urgestein unter dem Namen "Hannes" seinen Charme und seine Gesangsstimme spielen lassen. 

Rühmanns solide Rolle war dagegen frei erfunden und kam an den Esprit seines Partners nicht heran. Zumindest zur Entstehungszeit des Films, denn die Filmgeschichte änderte die damalige Gewichtung. Während der 1960 gestorbene Albers langsam in Vergessenheit geriet, mehrte Rühmann noch jahrzehntelang seinen Ruhm als Schauspieler. Die DVD-Veröffentlichungen des Films werben heute nur noch mit seinem Namen. Das änderte aber nichts an der Wirkung ihrer damaligen Rollen. Rolf Olsen besetzte in seinem gleichnamigen Remake von 1969 die Rolle des "Hannes" nicht ohne Grund mit Curd Jürgens, einem nicht weniger charismatischen Darsteller als Albers.


"Tausend Mädchen müssen her!" - "Tausend nackte Mädchen müssen her!" - "Aber nur schöne!“ – „Und die such‘ ich aus!"

Die schaumgebadete Marion (Sybil Werden)
Kein Dialog aus einem Erotik-Film der späten 60er Jahre, sondern von zwei der populärsten deutschen Filmstars - Heinz Rühmann und Hans Albers. 1954, zu einem Zeitpunkt, in dem noch strenge moralische Standards galten, konnte ein solches Gespräch nur vor dem Hintergrund der Reeperbahn stattfinden, der berühmt-berüchtigten "sündigsten Meile der Welt". Für den gebürtigen Hamburger Hans Albers vertrautes Terrain, das er schon in "Große Freiheit Nr.7" (1944) betrat, in dem er als "Singender Seemann" auf der Bühne stand und den aus den 20er Jahren stammenden Schlager "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" zu andauernder Berühmtheit brachte. Nicht zufällig wurde dieser zum Namensgeber für einen erneuten St.Pauli-Film, in dem Albers wieder als "Hannes" seinen Charme, seine Sangeskunst und nicht zuletzt seine Schlagfertigkeit spielen lassen konnte.

"Große Freiheit" St.Pauli 1954
Doch anders als unter Helmut Käutners Regie im kurz vor dem Kriegsende entstandenen Vorgänger war Albers hier nicht der alles beherrschende Star, sondern bekam noch Heinz Rühmann zur Seite gestellt. Eine zuvor nur in "Bomben auf Cassino" (1931) und "Der Mann, der Sherlock Holmes war" (1937) praktizierte Kombination, die hier dem Versuch der beiden Mimen geschuldet war, ihre nach dem Kriegsende ins Stocken geratenen Karrieren wieder in Schwung zu bringen – eine Kalkulation, die aufging. Für Hans Albers blieben die 50er Jahre bis zu seinem Tod 1960 auf gleichbleibend gutem Niveau und für den elf Jahre jüngeren Heinz Rühmann, der im Jahr zuvor schon mit „Briefträger Müller“ (1953) aus dem Loch der Nachkriegsjahre herausgekommen war, bedeutete „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ eine weitere Forcierung seiner kommenden Erfolgsjahre (siehe dazu das „Heinz-Rühmann Porträt“). Eine Kalkulation, die auch der Story anzumerken war, die sich nicht nur bei „Große Freiheit Nr.7“ bediente, sondern ganz auf die Charaktere seiner beiden Hauptdarsteller zugeschnitten war.

Hannes will in Hamburg sesshaft werden
Hannes Wedderkamp (Hans Albers) kehrt nach acht Jahren auf See wieder nach St.Pauli zurück, um endlich sesshaft zu werden. Sein Weg führt ihn auf die Reeperbahn ins „Hippodrom“, das sein bester Freund Pittes Breuer (Heinz Rühmann) seit vielen Jahren leitet, inzwischen aber in „Galopp-Diele“ umbenannt wurde. Doch auch der zeitgemäßere Name half nicht, denn mit Pferdekunststückchen lassen sich auf der Reeperbahn der 50er Jahre keine Gäste mehr anlocken, so sehr sich Pittes auch als Animateur bemüht – einzig „Sex sells“. Statt Umsatz lauert nur der Gerichtsvollzieher, der die geliebten Pferde zur Schlachtbank führen will. Dagegen kann auch Hannes nichts ausrichten, auch wenn er sich wie einst das Schifferklavier schnappt, um mit schmissigen Liedern das Publikum anzulocken. Mit seinen Auftritten sorgte er in „Große Freiheit Nr.7“ noch für Furore, hier will Hannes seinem Freund das notwendige Geld leihen, um mit neuer Einrichtung eine moderne Revue auf die Beine stellen zu können.

Pittes mit Tochter Anni (Helga Franck)
Die vorhersehbare Story lebt vom Gegensatz Albers/Rühmann. Hannes und Pittes sind vor vielen Jahren gemeinsam zur See gefahren, auch wenn davon in der Gegenwart nur noch wenig zu spüren ist. Während Albers gewohnt überzeugend den Weltenbummler gab, der gegenüber jeder Frau seinen Charme spielen lässt, verkörperte Rühmann den soliden Familienvater, dem nach dem frühen Tod seiner Frau vor allem das Wohlergehen seiner inzwischen erwachsenen Tochter Anni (Helga Franck) am Herzen liegt. Mit Louise (Fita Benkhoff) lebt noch eine gleichaltrige Frau in Pittes‘ Haushalt, deren Charakter komplett konstruiert wirkt. Beider Verhalten entsprach ganz dem Klischee eines alten Ehepaars – sie kontrolliert ihn, er sucht sich Freiräume, körperliche Nähe Fehlanzeige – ohne aber verheiratet zu sein, da Pittes dazu keine Lust verspürt. Der Gedanke dahinter lag nah, denn keine weitere Person durfte das emotionale Dreieck Pittes, Hannes und Tochter Anni stören, das hier für die Dramatik sorgen sollte.

Hannes kümmert sich um das Liebespaar Anni und Jürgen (Jürgen Graf)
Denn wie sich schnell herausstellt ist Anni die leibliche Tochter von Hannes. Während der Hallodri auf den Weltmeeren unterwegs war, hatte der brave Pittes dessen schwangere Freundin geheiratet, um das Kind zu legitimieren. Pittes, der nur für sein Adoptivkind lebt, hat Angst, seinem alten Freund die Wahrheit zu sagen, da er befürchtet, dass er sie ihm daraufhin wegnimmt. Ihm bleibt aber nichts anderes übrig, als er den Eindruck bekommt, dass der Frauenheld ausgerechnet Anni als Zukünftige ins Auge fasst. Wie zu erwarten kommt es zum Bruch zwischen den Freunden, aber nichts daran wirkt authentisch. Hannes betont zwar wiederholt, dass Annis Mutter seine einzige große Liebe war. Trotzdem hatte es ihn damals nicht gestört, dass sein bester Freund Pittes sie in seiner Abwesenheit geheiratet hatte, ohne dass er die nachvollziehbaren Gründe dafür kannte.

Pittes gerät in Schwierigkeiten
An einem echten Konflikt war die zwischen Komödie und leichtem Drama angelegte Story nicht interessiert, wie auch an den weiteren dramaturgischen Elementen deutlich wird. Die Gefahr einer Beziehung von Anni zu Hannes wird nicht ernsthaft erwogen, da die junge Frau ihren Chef (Jürgen Graf) liebt, Sohn des reichen Reeders Brandstetter (Gustav Knuth). Dieser steht der aus seiner Sicht nicht standesgemäßen Verbindung ablehnend gegenüber – eine Haltung die angesichts des sympathischen Gustav Knuth kaum Bestand haben durfte. Noch aufgesetzter wirkt die Kriminalstory um ein paar lichtscheue Gesellen (darunter Wolfgang Neuss als wenig tough auftretender Bandit), die verbotenerweise Ladung aus gesunkenen Kriegsschiffen stehlen wollen. Vielleicht konnte man Mitte der 50er Jahre noch etwas Thrill mit dem Modell eines versunkenen U-Boots und einer brennenden Zündschnur erzeugen, aber darüber hinaus hatte die Chose nur den Zweck, die Freunde wieder miteinander zu versöhnen.

Spaß auf der Reeperbahn
Wirklich von Bedeutung war das nicht, entscheidend blieb der Handlungsort St.Pauli Reeperbahn sowohl als klar definierte Heimat, als auch als außergewöhnlich freizügiger Lebensraum. Helmut Käutner setzte sich in „Große Freiheit Nr.7“ über die damals verordnete Moral hinweg, beschrieb Prostitution und außerehelichen Geschlechtsverkehr als Normalität in einem ernsthaften Kontext. Regisseur Wolfgang Liebeneiner, während der NSDAP-Diktatur eng mit dem Propaganda-Ministerium verbunden („Die Entlassung“, 1942), nach 1945 auch Verfechter engagierter („Liebe ‘47“, 1949) und satirischer Filme („1.April 2000“, 1950), verlieh „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ mehr einen komödiantischen Gestus, nutzte aber auch den moralischen Freiraum. Nicht in jeder Hinsicht – Anni ist ein Vorbild an anständiger Tochter und abschließend heiratet Pittes auch die geduldige Louise – aber so weit, dass der Spaß und die Lebenslust immer im Vordergrund bleiben. Rühmann und Knuth lassen es in den „Bumslokalen“ richtig krachen und Hannes teilt zeitweise das Bett mit der Tänzerin Marion (Sybil Werden). Für Hannes natürlich keine dauerhafte Beziehung, denn die hat er nur mit dem Meer – darin ähnelte Liebeneiners Film wieder dem Käutnerschen Vorbild.

"Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" Deutschland 1954, Regie: Wolfgang Liebeneiner, Drehbuch: Gustav Kampendonck, Curt J.Braun, Darsteller : Hans Albers, Heinz Rühmann, Fita Benkhoff, Gustav Knuth, Helga Franck, Sybil Werden, Wolfgang Neuss, Wolfgang Müller, Laufzeit : 106 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Wolfgang Liebeneiner:

Dienstag, 30. Dezember 2014

Wenn wir alle Engel wären (1936) Carl Froelich

Christian Kempenich (Heinz Rühmann) erkundet das Kölner Nachtleben
Inhalt: Als beamteter Kanzlei-Vorsteher hat Christian Kempenich (Heinz Rühmann) eine leitende Position in dem kleinen Mosel-Ort. Er kann sich nicht nur ein Hausmädchen (Lotte Rausch) für seine Ehefrau Hedwig (Leny Marenbach) leisten, auch der Gesangslehrer Enrico Falotti (Harald Paulsen) gibt ihr privaten Unterricht. Auf Grund seiner gehobenen Stellung im Ort sieht sich Kempenich zudem als moralische Instanz, weshalb er am Himmelfahrtstag ohne Selbstzweifel zu einer Familientaufe in die Großstadt Köln fährt, die im Ort einen schlechten Ruf als Sündenpfuhl besitzt. Als er sich schon leicht angeheitert auf dem Rückweg zum Kölner Bahnhof befindet, weist er den Taxifahrer spontan an, ihn ins Vergnügungsviertel der Stadt zu fahren. Schließlich müsse er sich selbst ein Bild von den dortigen Versuchungen machen.

Hedwig Kempenich (Leny Marenbach) mit ihrem Gesangslehrer auf Moselfahrt
Seine Frau Hedwig begibt sich derweil am Nachmittag auf eine Moselfahrt mit einem Ausflugsdampfer. Ihr Gesangslehrer, der ein Auge auf die hübsche Frau geworfen hat, nutzt die Gelegenheit und folgt ihr auf das Schiff, wo er als bekannter Charmeur schnell in Form kommt. Zuerst abweisend, gefällt Hedwig vom Wein beschwipst die unterhaltsame Art des Sängers und wehrt sich auch nicht, als er sie gegenüber den begeisterten Mitfahrern als seine Frau ausgibt. Erst als sie nach langer Fahrt am Ziel ankommen und sie feststellt, dass kein Zug mehr zurückfährt, reagiert sie ernüchtert, er aber schlägt ihr vor, gemeinsam in einem Hotel zu übernachten.



"Wenn wir alle Engel wären" war schon der dritte Heinz Rühmann-Film, der 1936 in die Kinos kam - nach vier Filmen im Jahr zuvor und kurz vor der Premiere von "Lumpacivagabundus" (1936) in Österreich. Erneut spielte Heinz Rühmann einen jungen Mann zwischen Pflichtbewusstsein und Versuchung, weshalb die Besonderheit eines Films in Vergessenheit geraten scheint, ohne den es Rühmanns bekanntesten Film "Die Feuerzangenbowle" (1944) vielleicht nie gegeben hätte und der mit seinem wenig kaschierten sexuellen Subtext aus dem prüden Komödien-Einerlei der 30er Jahre herausstach, auch wenn das Drehbuch die Romanvorlage von Heinrich Spoerl leicht abschwächte. Dieser hatte es selbst verfasst, was einer Zäsur in Rühmanns Werk gleichkam, die dessen wachsenden Einfluss auf die Produktion seiner Filme kennzeichnete.


Schon 1934 hatte der Schauspieler erstmals die Hauptrolle in einer Spoerl-Verfilmung übernommen, aber "So ein Flegel" interpretierte den Roman "Die Feuerzangenbowle" sehr frei und ließ wenig von dem fantasievollen Charakter und der Hommage an selige Schulzeiten übrig. Verantwortlich für das Drehbuch war Hans Reimann, der als Co-Autor der literarischen Vorlage gilt, während Spoerl kein Mitspracherecht eingeräumt wurde. Auch „Wenn wir alle Engel wären“ geht auf ein von beiden Autoren gemeinsam verfasstes Theaterstück zurück - „Der beschleunigte Personenzug“ (1932 uraufgeführt) -, aber diesmal kam nicht nur Spoerls darauf basierende Buchvorlage von 1936 zum Zuge, ihm wurde zudem die Verantwortung für das Drehbuch übergeben, die er mit einer hohen Werktreue einlöste. Eine Initialzündung für die weitere Zusammenarbeit mit Heinz Rühmann, die zu ihren gemeinsamen Filmen „Der Gasmann“ (1941) und „Die Feuerzangenbowle“ führte, sowie zur Verfilmung des ebenfalls 1936 veröffentlichten Romans „Der Maulkorb“(1938) unter der Regie Erich Engels mit Ralph Arthur Roberts in der Hauptrolle.


Ob auch die Besetzung Carl Fröhlichs am Regie-Pult, seit 1933 NSDAP-Mitglied und betraut mit der Leitung des Gesamtverbandes der Filmherstellung und Filmverwertung, von Heinz Rühmann veranlasst wurde, bleibt Spekulation – beide drehten noch zwei weitere Filme zusammen, darunter „Der Gasmann“ – sicher lässt sich aber die Wahl Leny Marenbachs für die weibliche Hauptrolle auf seinen Einfluss zurückführen. Die beiden aus Essen stammenden Schauspieler waren zu dieser Zeit liiert, was dem frivolen Miteinander in „Wenn wir alle Engel wären“ sehr zu Gute kam. Marenbach spielte auch in ihren zwei folgenden Filmen „So ein Mustergatte“ (1937) und „Fünf Millionen suchen einen Erben“ (1938) an Rühmanns Seite, aber ihre Position veränderte sich. In „Fünf Millionen suchen einen Erben“ spielte sie nicht mehr seine Ehefrau, sondern gab die Verführerin, der Rühmann in seiner Rolle als verheirateter Erbe selbstverständlich widerstand – ein deutliches Anzeichen für die zunehmende Prüderie in seinen Filmen, von der sich „Wenn wir alle Engel wären“ noch wohltuend abhob.


Denn Heinrich Spoerl blickte tief hinter die Fassaden bürgerlicher Moral. Stilprägend für seinen Roman wie für den Film ist die "Empörung". Die leicht tuschelnde, hinter vorgehaltener Hand vorgetragene der Bewohner des kleinen Mosel-Ortes, wenn der angesehene Beamte Christian Kempenich (Heinz Rühmann) allein in die verruchte Großstadt Köln fährt, um dort bei einer Familientaufe zu verweilen, oder wenn Enrico Falotti (Harald Paulsen), stadtbekannter Charmeur, in dessen Abwesenheit seiner Frau Hedwig Kempenich (Leny Marenbach) private Gesangsstunden gibt. Oder die laute, das eigene schlechte Gewissen übertönende, wenn Christian Kempenich damit konfrontiert wird, dass aus einem Kölner Hotelzimmer Bettwäsche gestohlen wurde, in dem er angeblich mit Ehefrau genächtigt hatte, oder sich Hedwig Kempenich gegen jede Verdächtigung verwahrt, sie hätte, nachdem es auf einer Mosel-Schiffstour zu spät wurde, gemeinsam mit Falotti in einem Hotel übernachtet, um am nächsten Morgen die Heimfahrt anzutreten.

Umso mehr Beweise auftauchen, die diese Verdächtigungen erhärten, umso mehr flüchten die Ehepartner in neue, noch konstruiertere Ausreden, auch um die jeweilige Meinungshoheit zu erlangen. Denn wer scheinbar mehr Schuld auf sich geladen hat, muss sich die „ehrliche“ Empörung des Anderen gefallen lassen. Ein Zustand, der ständig zwischen den Partnern wechselt, bis sie sich trennen, obwohl ihr Umgang von Beginn an keinen Zweifel daran ließ, dass sie sich lieben und auch sexuell begehren. Doch der Gerichtsverhandlung entkommen sie damit nicht, denn für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass das Ehepaar in Köln übernachtet hat und die Bettwäsche mitnahm.

Tatsächlich hatte Christian Kempenich den Verlockungen der Großstadt nicht widerstehen können und begab sich in ein nächtliches Vergnügungs-Etablissement – Alkohol und ein überredungsfähiges Fräulein besorgten dann den Rest. Als er am frühen Morgen in einem Hotelzimmer aufwacht, liegt sie entkleidet im Bett und er angezogen daneben, aber er kann sich an nichts mehr erinnern. Ohne sich zu verabschieden, flüchtet er schnell von diesem Ort und hört nur noch wie sie „Bubi“ hinter ihm herruft. Offensichtlich nutzte die so Zurückgelassene die Situation aus, um sich an der Bettwäsche zu bedienen. Auch seine Frau Hedwig ließ sich vom hartnäckigen Gesanglehrer erst zu einer Moselfahrt überreden, die er dann dank seines charmanten Unterhaltungstalents so weit ausdehnte, dass weder Schiff, noch Zug zum Heimatort zurückfuhren. Ob sie im Hotel eine gemeinsame Nacht mit ihm verbrachte, wer weiß?

Heinrich Spoerl ließ diese Frage in seinem Roman offen, im Film wurde dagegen der Eindruck vermittelt, dass es nicht zur letzten Konsequenz gekommen war – der einzige Schwachpunkt der filmischen Adaption. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, ob sie tatsächlich untreu gewesen sind, denn allein die Diskrepanz zwischen ihrem nach außen hin betonten moralischen Anspruch und ihrer nicht eingestandenen Schwäche bringt sie in ihre zunehmend schwierigere Lage – und droht so ihre intakte Ehe zu zerstören. Eine wie gewohnt mit leichter Hand von Spoerl erzählte Geschichte, die dank der schnellen und witzigen Dialoge der beiden sehr gut harmonierenden Hauptdarsteller höchst unterhaltend gelingt – und ganz nebenbei eine Doppelmoral geißelt, die die tatsächlichen menschlichen Bedürfnisse leugnet. Ein für seine Entstehungszeit gewagter Film, dessen offenherziger Umgang mit der Sexualität auch der rheinländischen Mentalität zu verdanken war, die der gebürtige Düsseldorfer Spoerl authentisch wiederzugeben wusste.

"Wenn wir alle Engel wären" Deutschland 1936, Regie: Carl Froelich, Drehbuch: Heinrich Spoerl (Roman), Darsteller : Heinz Rühmann, Leny Marenbach, Elsa Dalands, Lotte Rausch, Harald PaulsenLaufzeit : 82 Minuten


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Sonntag, 10. November 2013

Er kann's nicht lassen (1962) Axel von Ambesser

Inhalt: Pater Brown (Heinz Rühmann) lässt sich auch als Gemeindepfarrer der kleinen Insel Evert's Rock, auf die er vom Bischof strafversetzt wurde, nicht unterkriegen. Rigoros mischt er sich in einen Streit um ein Fässchen Whiskey ein, was ihm nur wenige Sympathiepunkte bei den hart gesottenen irischen Schmugglern einbringt. Als er in einem unzugänglichen Kellergewölbe des Pfarrhauses ein wertvolles Gemälde findet, das kurz darauf gestohlen wird, kann er deshalb auf keine Informationen von Seiten der Einheimischen hoffen. Der Diebstahl geschah ausgerechnet in dem Moment, als er beim Bischof (Rudolf Forster) zum Rapport antreten musste, weil er mit dem Fund erneut Schlagzeilen verursacht hatte – mit dem Ergebnis, dass er sofort wieder auf die Insel zurückkehren soll, um das Bild wieder zu beschaffen.

Selbstverständlich gelingt Brown dieses Unterfangen, aber er verschont die Diebe, indem er sie zur Beichte bittet – niemals zuvor war die Kirche so gut gefüllt, wie an diesem Tag. Dieser Erfolg verhindert zwar seine Strafversetzung in den Innendienst, aber trotzdem muss er mit seiner Haushälterin (Lina Carstens) den Gang in eine neue Gemeinde antreten. Angeblich bestand dort das einzige Verbrechen der letzten sieben Jahre aus dem Diebstahl eines Golfballs, aber schon auf seiner Fahrt zum Pfarrhaus wird er Zeuge eines heftigen Streits zwischen seit langem verfeindeten Nachbarn…


Auch wenn "Er kann's nicht lassen" am Ende von "Das schwarze Schaf" (1960) als Fortsetzung schon angekündigt wurde, dauerte es beinahe zwei Jahre bis Heinz Rühmann als "Pater Brown" wieder auf die Leinwand zurückkehrte - nicht zum letzten Mal, denn Lucio Fulci sollte ihn 1967 in der internationalen Produktion "Operazione San Pietro" (Die Abenteuer des Kardinal Braun) erneut auf das Publikum loslassen, aber das hatte mit den gemütlichen Schwarz-Weiß-Krimis der frühen 60er Jahre um den detektivisch begabten Geistlichen nichts mehr gemeinsam. Dagegen wurde "Er kann's nicht lassen" dem sehr erfolgreichen Erstling stark nachempfunden, weshalb es überrascht, dass der Cast fast vollständig ausgetauscht wurde - nur die unverzichtbaren Lina Carstens und Heinz Rühmann gehörten erneut zur Crew.

Wie weit Rühmann selbst darauf Einfluss nahm, bleibt Spekulation, aber mit Axel von Ambesser übernahm ein Regisseur die Leitung, der zuvor schon "Der Pauker" (1958) und "Der brave Soldat Schwejk" (1960) mit ihm gedreht hatte - Kameramann Ashley hatte bei "Das schwarze Schaf" das erste Mal am Regiepult gestanden. Sieht man von Siegfried Lowitz einmal ab, der Browns besten Freund Flambeau im ersten Teil spielte und hier nur einmal kurz erwähnt wird, spielte der Austausch der übrigen Darstellerriege keine entscheidende Rolle. Rudolf Forster als Bischof gab ganz offiziell den Nachfolger und gehörte wie Grit Boettcher und Siegfried Wischnewski ebenso dem damaligen Mabuse/Edgar-Wallace-Darstellerkreis an, wie die Kollegen in "Das schwarze Schaf". Bemerkenswerter ist dagegen, dass mit Egon Eis ganz offiziell der Mann das Drehbuch übernahm, der seit "Der Frosch mit der Maske" (1959) entscheidend an der Entwicklung der Edgar-Wallace-Filmreihe beteiligt war - dem Film selbst ist das nicht positiv anzumerken.

Zwar setzte "Er kann's nicht lassen" erneut auf die Qualitäten seines Hauptdarstellers, schneidet im direkten Vergleich aber schlechter ab. War "Das schwarze Schaf" noch klar gegliedert in einen kurzen Kriminalfall zu Beginn, um den Charakter des Priesters mit detektivischem Spürsinn einzuführen, bevor sich der restliche Film einem komplexen Mordkomplott widmete, kann sein Nachfolger den typischen Hang zur krampfhaften Steigerung nicht leugnen. Dass Brown (Heinz Rühmann) beim Bischof (Rudolf Forster) antreten muss, weil er ein wertvolles Bild gefunden hat - womit er erneut auf den Titelseiten der Zeitungen landete - , von diesem aber sofort wieder zurückgeschickt wird, weil er den just während seiner Anreise begangenen Diebstahl des Bildes aufklären soll, um nach dessen Wiederbeschaffung doch in eine angeblich besonders harmlose Gemeinde versetzt zu werden, ist mindestens eine Wendung zu viel.

Die Macher konnten der Versuchung nicht widerstehen, Szenen, die im ersten Film gut angekommen waren, verstärkt zu bedienen. Die Auseinandersetzungen zwischen Pater Brown und dem Bischof gehörten in "Das schwarze Schaf" zu den Höhepunkten, waren aber sinnvoll platziert und überzeugten in ihrer Kritik an einer wenig liberalen kirchlichen Haltung. Dagegen ist Browns Versuch, die Münzsammler - Leidenschaft des Bischofs herauszufordern, völlig unnötig, wie auch der Einsatz von körperlicher Gewalt. Wahrscheinlich wurden die Judo-Szenen aus "Der Pauker" hier zum Vorbild, so dass Regisseur Von Ambesser und Heinz Rühmann darauf zurückgriffen und Brown sich mit einem Schulterwurf über die Kaimauer gegen einen Angreifer verteidigt. Abgesehen davon, dass sich ein paar hartgesottene irische Kerle kaum davon einschüchtern lassen, ist es gerade die Intelligenz, gepaart mit der friedlichen Aura des Geistlichen, die diese Figur so außergewöhnlich werden lässt. Endgültig ins Alberne verfällt der Film am Ende mit einer Verfolgungsjagd, die sowohl film- als auch storytechnisch nicht zu dem - trotz Rühmanns humorvollem Spiel - letztlich ernsthaften Kriminalfilm passt.

Den damaligen Kinobesuchern wird es egal gewesen sein, denn die Ansicht des Erstlings lag schon fast zwei Jahre zurück und ein unmittelbarer Vergleich war nur schwer möglich. Zwar fehlte „Er kann’s nicht lassen“ die atmosphärische Dichte und innere Schlüssigkeit des Vorgängerfilms, aber Heinz Rühmann blieb seiner Verkörperung des detektivisch begabten Pfarrers treu - letztlich die entscheidende Komponente für den Erfolg. Zudem ließ auch der Nachfolger für die Entstehungszeit erstaunlich liberale Ansichten erkennen, auch wenn die Kritik an der katholischen Kirche dezenter ausfiel. Der junge Mann, der seine Drogenabhängigkeit überwunden hat, und seine Freundin (Grit Boettcher), die mit ihm in "Wilder Ehe" zusammenlebt, werden zu Sympathieträgern, für die sich Brown einsetzt. Aus heutiger Sicht erscheint das wenig gewagt, zumal die moralischen Standards am Ende wieder in Ordnung gebracht werden, aber es trägt zum Vergnügen bei der Ansicht dieser im besten Sinn altmodischen Filme bei, auch wenn „Er kann’s nicht lassen“ zeitweise ein wenig aus der seriösen Spur gerät.

"Er kann's nicht lassen" Deutschland 1962, Regie: Axel von Ambesser, Drehbuch: Egon Eis, Carl Merz, G.K.Chesterton (Roman), Darsteller : Heinz Rühmann, Lina Carstens, Rudolf Forster, Grit Boettcher, Ruth Maria Kubitschek, Siegfried Wischnewski, Horst Tappert, Laufzeit : 91 Minuten

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Montag, 16. September 2013

Das schwarze Schaf (1960) Helmut Ashley

Inhalt: Nach dem Ende der sonntäglichen Messe wird direkt neben dem Kirchengebäude ein Toter entdeckt, der offensichtlich mit einem Hammer erschlagen wurde. Nachdem Inspector Graven (Herbert Tiede) erfahren hatte, dass nur ein sehr großer Mann einen solchen Schlag hätte ausführen können, steht sein Urteil fest und er schreitet zur Verhaftung. Doch Pater Brown (Heinz Rühmann) durchschaut im Gegensatz zu ihm den tatsächlichen Tatvorgang und kann den Täter überführen.

Damit schützt er den zu unrecht Verdächtigten vor einer Verurteilung, was ihm entsprechende Zeitungsberichte einbringt, nicht aber die Anerkennung des Bischofs (Friedrich Domin), der zwar die positiven Aspekte seines detektivischen Spürsinns sieht, diese aber im Sinne der Kirche nicht dulden kann. Um weitere Nebentätigkeiten zu unterbinden, versetzt er Pater Brown zu einer neuen Gemeinde, in der es schon viele Jahre keine Verbrechen mehr gegeben hat…


Dass Heinz Rühmann in "Das schwarze Schaf", der Ende 1960 in die Kinos kam, erstmals die Romanfigur "Father Brown" des englischen Kriminalbuchautors G.K. Chesterton verkörperte, hatte mehrere Ursachen. Zwei Jahre zuvor hatte er einen Polizeioffizier in "Es geschah am hellichten Tag" (1958) gespielt, an dessen Drehbuch neben Friedrich Dürrenmatt auch Hans Jacoby beteiligt war, der seit "Vater sein dagegen sehr" (1957) an den meisten Rühmann-Filmen dieser erfolgreichen Phase mitgearbeitet hatte. Gemeinsam mit István Békeffy schrieb er Heinz Rühmann die Rolle des "Pater Brown", wie die Figur in der deutschen Version heißt, auf den Leib - ein gottesfürchtiger, moralisch integrer Mann, dem Obrigkeitsdenken, Vorurteile und blinder Gehorsam fremd sind.

Diese Konstellation hatte neben der altersgerechten Rolle für den knapp 60jährigen Rühmann den Vorteil, dass sie keine Relativierungen benötigte, wie sie in seinen Filmen mit Familienanhang in der Regel vorgesehen wurden. Der katholische Priester Pater Brown (Heinz Rühmann) ist nur seiner Haushälterin Mrs. Smith (Lina Carstens) verpflichtet, die gezwungen ist, seine ständigen Umzüge mitzumachen. Und natürlich Gott, dessen Güte er für die Entstehungszeit des Films erstaunlich liberal auslegte. Nicht nur der ehemalige Einbrecher Flambeau (Siegfried Lowitz) gehört zu seinen Freunden, auch sonst erweist sich Pater Brown als tolerant. Souverän bewältigt er den ersten, zur Einführung des Protagonisten nur kurz geschilderten Kriminalfall des Films damit, dass er eine junge Prostituierte zu Hilfe holt, um ihren als Mörder überführten Vater dazu zu überreden, sich der Polizei zu stellen. Die sachliche Schilderung dieser Situation kommt ohne moralische Fingerzeige aus, womit sich der Film deutlich von seinen in dieser Zeit entstandenen Filmen wie "Ein Mann geht durch die Wand" (1959) oder "Max, der Taschendieb" (1962) unterschied, in denen Rühmanns Verstöße gegen die bürgerliche Ordnung jeweils in gesellschaftlicher Anpassung endeten.

Hier dagegen nicht. Auch wenn die Kirchenführung in Person des Bischofs (Friedrich Domin) gelassen auftritt und Browns Verdienste durchaus zu schätzen weiß, hinterlässt sie einen ungerechtfertigt strengen Eindruck. Aus heutiger Sicht einer säkular geprägten Gesellschaft wirkt diese Kritik an der katholischen Kirche zwar sehr dezent, bewies 1960 aber Mut, auch wenn Chesterton seine "Father Brown"-Romane freier auslegte. Sein "Father" war als "Weltgeistlicher" kein an einen festen Ort gebundener Priester, so dass er auch in einem Gefängnis in Chicago arbeiten konnte. Die meisten Fälle fanden aber in England statt, dessen Bewohner größtenteils der "Church of England" angehören, weshalb das Umfeld keineswegs so homogen wie im Film ausfiel. Um das in Deutschland gewohnte christliche Ambiente mit dem britisch geprägten Hintergrund verbinden zu können, wurde die Handlung ins streng katholische Irland verlegt. Angesichts dieser Bemühungen wird deutlich, dass Heinz Rühmanns Interpretation eines unvoreingenommenen Geistlichen, der konsequent seinen Überzeugungen folgt, auch wenn diese gegen die Anordnungen seiner Vorgesetzten verstoßen, im Zeitkontext modern angelegt war.

Zu Hilfe kam ihm dabei die allgemeine Begeisterung für Kriminalfilme im deutschen Kino, die seit der Edgar-Wallace-Verfilmung "Der Frosch mit der Maske" (1959) große Erfolge feierten - ein weiterer Anlass für die Entstehung der Pater Brown-Filme. Mit Fritz Rasp und Siegfried Lowitz gehörten zudem zwei prägende Edgar-Wallace-Darsteller der ersten Stunde zur Besetzung, aber die Einflussnahme erfolgte gegenseitig. Komponist Martin Böttcher wurde mit der Pater Brown-Erkennungsmelodie bekannt, bevor er im Jahr darauf begann („Der Fälscher von London“, 1961), auch die Musik zu Edgar-Wallace-Filmen zu schreiben. 1962 landete er mit der Musik zum Karl May-Film "Ein Schatz im Silbersee" seinen größten Erfolg. Auch Helmut Ashley, der nach vielen Jahren als Kameramann erstmals Regie führte, sollte zwei Jahre später die Leitung eines Edgar-Wallace-Films ("Das Rätsel der roten Orchidee" (1962)) übernehmen. Beim zweiten Pater-Brown Film "Er kann's nicht lassen" (1962) war zudem Egon Eis, unter dem Pseudonym Trygve Larsen einer der Initiatoren der Wallace-Reihe, für das Drehbuch verantwortlich und die "Omnia Deutsche Film Export", maßgeblich an der "Mabuse" - Filmreihe ("Die 1000 Augen des Doktor Mabuse" (1960)) beteiligt, übernahm den Vertrieb.

Entsprechend wenig fiel „Das schwarze Schaf“ stilistisch aus dem Rahmen. Etwas weniger reißerisch als die Wallace-Filme oder das „Mabuse“ – Franchise angelegt, ist den klar strukturierten Schwarz-Weiß-Bildern ihr Bemühen um die Darstellung einer anrüchigen „Halbwelt“ deutlich anzumerken. Auch die klischeehaften Charaktere können ihre deutsche Herkunft nicht verleugnen, vermitteln weder irisches Lokalkolorit, noch Internationalität und könnten eins zu eins in einem Edgar-Wallace-Film mitspielen. Ähnliches ließe sich zu dem wie gewohnt konstruierten Kriminalfall feststellen, dessen Aufklärung nicht nur das „Kaninchen aus dem Hut“, sondern den vollkommen unnötig geäußerten Hinweis eines Beteiligten benötigt - gäbe es nicht Heinz Rühmann als Pater Brown. Seine differenziert gespielte Figur besitzt deutlich mehr Profil als die üblichen Polizeioffiziere in den Wallace-Krimis, weshalb seine Eigensinnigkeit, gepaart mit Humor dem „Schwarzen Schaf“ bis heute einen vergnüglichen, altmodischen Charme verleihen kann.

"Das schwarze Schaf" Deutschland 1960, Regie: Helmut Ashley, Drehbuch: Hans Jacoby, István Bekéffy, G.K.Chesterton (Roman), Darsteller : Heinz Rühmann, Lina Carstens, Siegfried Lowitz, Fritz Rasp, Karl Schönböck, Friedrich Domin, Maria SebaldtLaufzeit : 89 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Helmut Ashley:

Montag, 9. September 2013

Der Mann, der Sherlock Holmes war (1937) Karl Hartl

Inhalt: Mitten in der Nacht stehen zwei Männer auf den Gleisen und halten den Express-Zug nach Paris an, um auf offener Strecke einzusteigen. Dieser ungeheure Vorgang wäre normalerweise unverzeihlich, aber das selbstbewusste Auftreten des Mannes mit Pfeife und im Karo-Mantel, der sich in Begleitung eines Mannes befindet, bei dem es sich offensichtlich um einen Doktor handelt, kann nur der berühmte Sherlock Holmes sein – eine Meinung, die auch zwei verdächtige Gestalten teilen, um bei der ersten Gelegenheit das Weite zu suchen.

Eine ideale Ausgangssituation für die beiden englischen Detektive Morris Flint (Hans Albers) und Macky McPherson (Heinz Rühmann), die ihr letztes Geld für das Sherlock-Holmes-Outfit ausgegeben hatten, denn so können sie gleich deren Abteil und Gepäck übernehmen, und lernen zudem die Schwestern Mary (Marieluise Claudius) und Jane Berry (Hansi Knoteck) kennen, die mit den beiden verschwundenen Herren verabredet waren. Sie befinden sich auf dem Weg zum Haus ihres verstorbenen Onkels, dessen Vermögen sie geerbt haben. Flint und McPherson haben anderes im Sinn und begeben sich in Paris sofort ins beste Hotel am Platze, denn nur wer groß einsteigt, wird von möglichen Auftraggebern auch ernst genommen – so zumindest die Theorie…


Angesichts der vielen Filme, in denen Heinz Rühmann und Hans Albers ab den 30er Jahren bis zu Albers' Tod 1960 mitwirkten, überrascht es vordergründig, dass sie in dieser Zeit nur dreimal gemeinsam auftraten - früh in "Bomben auf Monte Carlo" (1931) und noch einmal 1954 in "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins". Von diesen drei Filmen verfügt nur "Der Mann, der Sherlock Holmes war" über einen spannungsreichen Hintergrund, der sich sowohl auf die Qualität des Films positiv auswirkte, als auch begründete, warum es zu kaum einer weiteren Zusammenarbeit kam. Zum Entstehungszeitpunkt von "Bomben auf Monte Carlo" war die Rollenverteilung noch eindeutig - Hans Albers war schon ein großer Filmstar, während Heinz Rühmann noch am Beginn seiner Karriere stand - und der Dreh zu "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" basierte Mitte der 50er Jahre auf dem Konsens beider Mimen, wieder an alte Erfolge anknüpfen zu wollen, womit ein Patt zwischen ihren Rollen entstand.

"Der Mann, der Sherlock Holmes war" wurde dagegen zu beider Hochphase als große Filmstars gedreht, weshalb die nachvollziehbare Besetzung - Hans Albers als selbstbewusst auftretender, jede Situation beherrschender Sherlock Holmes, Heinz Rühmann als vorsichtiger, den Meister loyal unterstützender Dr. Watson - automatisch Konfliktpotential beinhaltete. Ein ähnliches Gleichgewicht bestand auch hinter der Kamera, denn Regisseur und Autor Karl Hartl war ein Spezialist für dramatische und fantastische Filme, in denen Hans Albers schon zweimal die Hauptrolle gespielt hatte ("F.P.1 antwortet nicht" (1932) und "Gold" (1934)), während Co-Autor Robert A. Stemmle komödiantische Stoffe bevorzugte und unter anderen für die Rühmann-Filme "So ein Flegel" (1934) und "Heinz im Mond" (1936) verantwortlich war. Im Nachhinein lässt sich diese Konstellation - so schwierig sie in der Praxis gewesen sein mag - nur als Glücksfall betrachten, denn sie verband nicht nur geschickt Kriminalfilm mit Komödie, sondern nahm den jeweiligen Charakter-Typen der beiden Stars, dank deren gegensätzlichen Spiels, ihre sonst übliche Einseitigkeit.

Zudem entzogen sich Hartl und Stemmle vollständig dem nationalsozialistischen Gedankengut, indem sie schon bei der ersten Einblendung deutlich werden ließen, welche Vorbilder sie für ihren Film nahmen - die fantasievollen, reich bebilderten Romanhefte über die Abenteuer von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Zwar ist die Handlung zur Zeit der Weltausstellung in Paris 1937 angesiedelt, aber darüber hinaus hält sich der Film nicht lange mit Realitäten auf. Munter mischt er die Nationalitäten, ohne auf Sprachbarrieren oder Stereotypen zu achten. Im Gegenteil agieren Albers und Rühmann auch als britische Bürger wie gewohnt und die Pariser Behörde wirkt in ihrer Unfähigkeit und ihrem Hierarchiedenken wie eine Parodie auf das deutsche Beamtentum. Besonders mit der einzig eindeutig deutschen Figur Erwin Wutzke (Lothar Geist), ein naseweiser Junge aus Berlin, der zu Fuß zur Pariser Weltausstellung gegangen ist und natürlich sofort als Einziger sieht, dass es sich bei den seltenen Mauritius-Marken um Fälschungen handelt - schließlich besitzt er eine eigene Briefmarkensammlung - gelang eine äußerst witzige Persiflage auf nervige Besserwisser.

Entsprechend ungebremst entfaltet sich ein Geschehen, dass quasi ohne Vorgeschichte auskommt. Gleich zu Beginn stoppen Albers und Rühmann auf den Gleisen stehend den Zug Richtung Paris, um als Sherlock Holmes und Dr. Watson die Verbrecher in Angst und Schrecken zu versetzen. Tatsächlich handelt es sich bei ihnen um die beiden englischen Detektive Morris Flint (Hans Albers) und Macky McPherson (Heinz Rühmann), die sich nur rollengerecht verkleidet haben, aber das Spiel mit der doppelten Identität besitzt hier noch mehr Ebenen. Einerseits agieren Albers und Rühmann als Hochstapler in gewohnter Form - der Eine ohne Rücksicht auf Verluste, der Andere schüchtern und schuldbewusst, was sich wunderbar in dem stimmig integrierten Badezimmer-Duett "Jawoll, meine Herr'n!" verbindet - andererseits nehmen sie ihre Rollen als Holmes und Watson ernst, woraus sich ein klassischer Kriminalfall entwickelt, um am Ende in einer absurden Gerichtsszene zu enden, in der auch Sherlock Holmes-Erfinder Arthur Conan Doyle (Paul Bildt) eine wichtige Rolle spielt.


Bei "Der Mann, der Sherlock Holmes war" gelang das seltene Kunststück, die Qualitäten zweier unterschiedlicher Darsteller kongenial zu einem Geschehen zu verbinden, dass dank seines Tempos, seiner Einfälle und witzigen Dialoge, sowie der lässigen filmischen Umsetzung bis heute nichts von seinem unterhaltenden Charakter verloren hat. Selbst die beiden braven Schwestern Mary (Marieluise Claudius) und Jane Berry (Hansi Knoteck), die als gleichwertig besetztes Love-Interest für die beiden Protagonisten eher blass blieben - im Gegensatz zur mondänen Madame Ganymare (Hilde Weissner), die als selbstbewusst auftretende Frau nur zur Verbrecherbande gehören konnte - können den guten Gesamteindruck eines Films nicht schwächen, der für seine Entstehungszeit, aber auch im Gesamtwerk der beiden Filmstars Heinz Rühmann und Hans Albers einen hohen Stellenwert einnimmt.

"Der Mann, der Sherlock Holmes war" Deutschland 1937, Regie: Karl Hartl, Drehbuch: Karl Hartl, Robert A.Stemmle, Darsteller : Heinz Rühmann, Hans Albers, Marieluise Claudius, Hansi Knoteck, Hilde WeissnerLaufzeit : 106 Minuten 

Freitag, 26. Juli 2013

Max, der Taschendieb (1962) Imo Moszkowicz



Inhalt: Schon lange verdient Max Schilling (Heinz Rühmann) seinen Unterhalt als Taschendieb. Während er nach außen hin ein bürgerliches Leben führt, damit seine zwei Kinder, Freunde und Nachbarn nichts davon erfahren, weiß seine Frau Pauline (Elfie Pertramer), mit der er seit 15 Jahren verheiratet ist, natürlich Bescheid. Und ist entsprechend besorgt, da sie jedes Mal befürchtet, dass er von der Polizei erwischt wird. Doch Max hat seine eiserne Regel, nur Portemonnaies zu stehlen, bisher immer eingehalten, um keine längere Gefängnisstrafe zu riskieren. So reagiert er auch diesmal wieder ablehnend auf ein Angebot von Joe (Harald Maresch) bei einem größeren Coup mitzumachen, obwohl er das Geld gut gebrauchen könnte.

Denn die „Geschäfte“ laufen von Jahr zu Jahr schlechter, da der bargeldlose Zahlungsverkehr zunimmt und die Menschen weniger Geld in der Tasche haben. Auch ein gelungener Fischzug bei dem Auftritt eines Zauberers in einem Varieté stellt sich als Niete heraus, da es sich bei den vielen Dollars, die Max seinem Tischnachbarn geklaut hatte, um Falschgeld handelt. Doch die Polizei erfährt nichts von ihm, denn Max verpfeift Niemanden. Noch mehr Sorgen macht ihm Fred (Hans Clarin), sein Schwager und der jüngere Bruder seiner Frau, der keinem Beruf nachgeht und immer pleite ist, obwohl seine Freundin Desiree (Ruth Stephan) schon von ihm schwanger ist. Zudem will Fred es Max zeigen, über dessen Bescheidenheit er sich lustig macht, und dabei ganz groß absahnen…


"Max, der Taschendieb" gehört nicht zu den Filmen innerhalb des Rühmannschen Gesamtwerks, die besondere Erwähnung finden - zu häufig hatte er einen anständigen und sympathischen Kerl gespielt, dem das Publikum seine kleinen Fehltritte gerne verzieh. Hier verrät schon der Filmtitel, welche Abweichung von der Norm er sich leistet, denn Max Schilling (Heinz Rühmann) verdient seinen Unterhalt als Taschendieb. Doch darüber hinaus ist er ein Muster an Zuverlässigkeit und Bescheidenheit, ein liebevoller Ehemann und treusorgender Vater zweier halbwüchsiger Kinder. Kurz, eine Kunstfigur, der nur Heinz Rühmann Leben einhauchen konnte, dem man abnimmt, dass er sich zwar an die Regeln der "Unterwelt" hält, gleichzeitig aber nie in Versuchung gerät, jemals über seine Position als kleiner Dieb hinaus zu wollen. Zudem verbreitet der Film die Mär, dass Max nur wohlhabende Leute bestiehlt, was angesichts seiner eigenen Aussage, im letzten Jahr hätte er nur durchschnittlich acht DM in den Portemonnaies gefunden, kaum möglich sein kann.

Mit dieser Bemerkung wollte er gegenüber seinem alten Freund und ständigen Partner im Taschendiebstahl-Geschäft, Arthur (Hans Hessling), der auf Grund eines Gips-Fußes gerade pausieren muss, begründen, dass die Zeiten generell schlechter werden (ein historisch interessanter Aspekt, da die Wirtschaft nach 1960 nur langsamer wuchs als zuvor, was damals offensichtlich als Verschlechterung empfunden wurde - noch mehrmals redet Max von schwierigen Zeiten). Arme Leute zu bestehlen, macht keinen Spaß, erwähnt Max noch, womit die Verzeihlichkeit gegenüber seiner Profession zunimmt. Konsequenterweise wird Max nur bei Anlässen in Aktion gezeigt, zu denen gut situierte Menschen zusammen kommen, womit der Film weiter auf der Klaviatur der Verharmlosung spielt, als ob das Ausbaldowern viel versprechender Gelegenheiten nicht zum alltäglichen Handwerk eines Diebes gehört. Gepaart mit Rühmanns häufig schuldbewusster und sorgenvoller Miene, die ihn auf die Stufe jedes kleinen Malochers stellt, der nur möchte, dass seine Frau zum Friseur gehen kann und es seine Kinder einmal besser haben werden, verliert sein Job jeden kriminellen Gestus. Betont wird das noch durch die Figur des Kommissars, der Max sehr schätzt und seine "Verfehlungen" nur leicht vorwurfsvoll rügt.

Vielleicht liegt es an dieser vollständig konstruierten Figur, dass "Max, der Taschendieb" in sämtlichen Publikationen als Komödie eingeordnet wird, obwohl der Film keinerlei komödiantische Story-Elemente aufweist, sondern im Gegenteil von zwei brutalen Morden erzählt, darunter an einem unmittelbaren Familienmitglied. Schwarzer Humor, verbunden mit einem unrealistischen Umfeld, bildete schon häufig den Hintergrund für gelungene Gauner-Komödien, in denen der Protagonist augenzwinkernd nicht nur gegen das Gesetz, sondern auch gegen gängige moralische Standards verstoßen durfte, aber "Max, der Taschendieb" ist abgesehen von seinem "Unterwelt" - Sujet, dass sich auf die Kneipe von Lizzy (Lotte Ledl) beschränkt, in dem ihr Freund Joe (Harald Maresch) die lokale Ganoven-Größe gibt, zutiefst bürgerlich und konservativ. Der einzige wirkliche Schwerverbrecher im Film, der US-Amerikaner Charlie Gibbons (Benno Sterzenbach), ist Ausländer.

"Max, der Taschendieb" ist kein Film, der mit einer leicht individuellen Lebensweise sympathisiert, wie es der Titel vermuten lassen könnte, sondern der im Gegenteil die totale Anpassung an die gesellschaftliche Norm predigt. Die Figur des Fred (Hans Clarin) wird als warnendes Beispiel für den Fall präsentiert, dass ein Mensch seine Stellung innerhalb der Gesellschaft nicht akzeptiert, wofür er hart bestraft wird. Dass ihm zudem Egon (Friethjof Vierock), Max jugendlicher Sohn, mit Sätzen Jean-Paul Sartres den Kopf verdrehte, gab Rühmann in seiner Rolle die Gelegenheit, an Hand klischeehaft aus dem Zusammenhang gerissener Zitate, die damals unter Jugendlichen populären existentialistischen Thesen zu verunglimpfen - natürlich leicht ironisch. Auch das Fred seine Freundin Desiree (Ruth Stephan) schwängerte - von Max gegenüber seiner 12jährigen Tochter Brigitte (Helga Anders) als Ausnahme von der Regel bezeichnet - passt in das Gesamtbild eines jungen Menschen, der sich nicht an die Regeln hielt. Obwohl es sich bei Fred immerhin um den jüngeren Bruder von Max' Frau Pauline (Elfie Pertramer) handelt und er eine schwangere Frau hinterlässt, vermittelt der Mord an ihm keine wirkliche Tragik - ein solcher Typus war offensichtlich verzichtbar, weshalb sein Tod auch die generelle Einordnung des Films als "Komödie" nicht weiter störte.

Neben dieser Charakterisierung eines Außenseiters, fällt auch das sehr konservative Frauenbild des Films auf. Geradezu unangenehm ist die körperliche Auseinandersetzung zwischen der schwangeren Desiree, die sich Babywäsche strickend schon als zukünftige Ehefrau sieht, mit der Barfrau Lizzy, die sie als "Schlampe" bezeichnet, weil ihr Fred in den Ausschnitt gesehen hatte. Max muss die Furien wieder trennen, was die Rolle seiner Ehefrau Pauline als Hausfrau und Mutter noch zusätzlich idealisiert. Wenn sie - nachdem Max ihr mitteilte, dass er nicht mehr weiter stehlen will und deshalb nicht weiß, wie er Geld verdienen soll - ihm antwortet, ihr sei das egal, hauptsache sie bekäme wie immer pünktlich ihr Haushaltsgeld, dann wirkt das nicht nur aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch, sondern auch für das Entstehungsjahr des Films nicht mehr zeitgemäß.

"Max, der Taschendieb" wirkt wie ein letzter Versuch, das Rad der Zeit nochmals zurück zu drehen. Auch die zuvor von István Békeffy und Hans Jacoby gemeinsam geschriebenen Drehbücher zu den Rühmann-Filmen "Ein Mann geht durch die Wand" (1959), "Der Jugendrichter" (1960), "Das schwarze Schaf" (1960) oder "Der Lügner" (1961) vermittelten noch den Zeitgeist der 50er Jahre in der Bundesrepublik und trafen damit den damaligen Publikumsgeschmack, aber der "kriminelle" Hintergrund des Protagonisten zwang sie offensichtlich dazu, die Anstandsschraube möglichst weit hochzudrehen. Trotz dieses inhaltlichen und zeitlichen Kontextes wäre der Film aus heutiger Sicht nur noch schwer erträglich, gelänge es Heinz Rühmann dank seines schwerelosen Spiels nicht, sowohl die in der Grundanlage ernsthafte Story, als auch den reaktionären Subtext zu verschleiern, weshalb der Film seinen unterhaltenden Charakter beibehalten konnte. Diesem hat "Max, der Taschendieb" auch seine "Komödien" - Klassifizierung zu verdanken, vielleicht die einzige Möglichkeit, den Film nicht allzu ernst zu nehmen. Heinz Rühmann spielte hier das letzte Mal den "einfachen Mann aus dem Volke", womit "Max, der Taschendieb" doch eine Sonderstellung in seinem Gesamtwerk zukommt - wenn auch nicht aus qualitativen Gründen.

"Max, der Taschendieb" Deutschland 1962, Regie: Imo Moszkowicz, Drehbuch: István Békeffy, Hans Jacoby, Darsteller : Heinz Rühmann, Elfie Pertramer, Hans Clarin, Benno Sterzenbach, Frithjof Fierock, Helga Anders, Laufzeit : 91 Minuten