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Sonntag, 28. Februar 2016

Die spanische Fliege (1955) Carl Boese

Sommer (Rudolf Platte) und Klinke (Joe Stöckel) vor der "spanischen Fliege"
Inhalt: Daxburg soll ein eigenes Amtsgericht bekommen. Für den Stadtrat und Unternehmer Heinrich Klinke (Joe Stöckel) prinzipiell eine gute Nachricht, wäre da nicht die alte Geschichte, die irgendwo in den Gerichtsakten vergraben ist. Zwar wurde die „Spanische Fliege“, wie die verführerische Varieté-Sängerin von ihm und seinen Freunden genannt wurde, vor 18 Jahren von den Moralwächtern des Staates ausgewiesen, aber Klinke sah sich wenige Monate später mit den Folgen seines Techtelmechtels konfrontiert. Und zahlte seitdem brav Alimente für seinen unehelichen Sohn. Sollte das Amtsgericht nach Daxburg kommen, könnte dieser Vorgang bekannt werden.

Dr. Gerlach (Hans Richter) erfährt Interessantes von Ambrosius (Paul Henckels)
Als er diese Sorge seinem Freund Hugo Sommer (Rudolf Platte) anvertraut, reagiert dieser überraschend. Den Sohn beansprucht der Vater dreier Töchter für sich selbst, schließlich zahle auch er seit 18 Jahren Alimente. Bald stellt sich heraus, dass die beiden Stadträte Hartmann (Kurt Großkurth) und Breilmann (Hans Leibelt) ebenfalls für den damaligen Fehltritt zahlen, aber damit erschöpft sich das Thema noch nicht. Der junge Anwalt Dr. Gerlach (Hans Richter) tritt die Nachfolge des alten Dr. Ambrosius (Paul Henckels) an, der damals die Alimente-Zahlungen mit den vier Männern aushandelte, und gerät dadurch in den Besitz der Akten…


Rückblick auf den 15.Hofbauer Kongress vom 07.01. bis 11.01.2016

Schön war's. Aber es hat gedauert. Nachrufe auf Ruth Leuwerik und Ettore Scola, zwei sehr von mir geschätzte Filmkünstler, kamen mir im Januar dazwischen, der Alltag sowieso. Aber der Beginn des Jahres ist nicht vergessen, der wie bisher bei jedem Hofbauer-Kongress für mich von bewusstseinserweiternder Qualität war, womit ich schon bei der "spanischen Fliege" bin, der den zweiten Kongresstag in Nürnberg am 08.01. einleitete. 

Fast könnten Erinnerungen an sonntägliche Nachmittage in den 70er Jahren aufkommen, an denen sich die Familie vor dem Bildschirm versammelte, um eine "alte Schwarz-Weiß"-Komödie zu sehen - Joe Stöckel, Rudolf Platte und Hans Richter erwiesen sich in solchen Situation als Garanten für beste Unterhaltung. So auch hier, nur dass "Die spanische Fliege" kein familientauglicher Dauergast im TV wurde und es auch auf kein anderes Medium schaffte. Ein Fall für das Hofbauer-Kommando, dass hier eine niederländische Version in 35mm zeigte. Dank deren Abneigung gegenüber Synchronisationen in OV mit holländischen Untertiteln.


Was führt der Bildhauer (Stanislav Ledinek) im Schilde? 
Dass es sich bei der "spanischen Fliege" um ein Potenzmittel handelt, gehörte Mitte der 50er Jahre noch zum Allgemeinwissen. Obwohl es in der Story nicht vorkommt – „die spanische Fliege“ ist der Kosename für eine verführerische Varieté-Tänzerin -  hatte Franz Arnold seinen 1913 herausgebrachten Bühnenschwank danach benannt, damit gezielt die Assoziationen eines Publikums anregend, dass von Sex nur hinter vorgehaltener Hand sprach. Der Erfolg seines ersten Theaterstücks gab ihm Recht, das eine Vielzahl weiterer Lustspiele aus Arnolds und Ernst Bachs Feder, seinem Compagnon, nach sich zog, in denen sie die bürgerliche Doppelmoral humorvoll sezierten. Komödien-Spezialist und Vielfilmer Carl Boese hatte schon 1931 mit „Die schwebende Jungfrau“ erstmals einen ihrer Texte verfilmt. Im selben Jahr folgten noch „Die spanische Fliege“ unter der Regie von Ernst Jacoby und drei weitere Kino-Adaptionen ihrer populären Bühnenwerke. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war der Boom schlagartig vorbei und Arnold musste aus Deutschland emigrieren. Erst Anfang der 50er Jahre erlebten ihre Werke eine erneute Konjunktur im Kino.

Joe Stöckel - drei Jahrzehnte Dauergast auf der Komödien-Leinwand
Angesichts der Prüderie, die in den 50er Jahre in Deutschland vorherrschte, überrascht die Wiederentdeckung der in den moralischen Niederungen spielenden Stücke. Zumal sich ausgesprochene Prominenz darum kümmerte. Parallel zu seinen Heimatfilm-Erfolgen „Schwarzwaldmädel“ (1950) und „Grün ist die Heide“ (1951) drehte Hans Deppe „Die Nacht im Separee“ (1950) und „Der Fürst von Pappenheim“ (1952), unter Mitwirkung von Sonja Ziemann, Olga Tschechowa, Paul Hörbiger, Grethe Weiser, Viktor De Kowa und zweimal Georg Thomalla, nur um die Bekanntesten zu nennen. Auch Carl Boese griff 1952 wieder auf eine Vorlage des Duos Arnold/Bach zurück und verfilmte „Der keusche Lebemann“ - erneut mit Georg Thomalla und Grethe Weiser in tragenden Rollen. Dazu gesellten sich der aufgehende Stern am Heimatfilm-Himmel Marianne Koch und das Komödien-Urgestein Joe Stöckel. Umso bemerkenswerter ist es, dass diese Filme anders als viele Heimatfilme und Liebeskomödien dieser Zeit inzwischen in Vergessenheit geraten sind. Auch im Fernsehen gehörten sie nicht zum Standard-Repertoire.

Hans Richter einmal als Schwerenöter (mit Jester Naefe)...
Das gilt auch für „Die spanische Fliege“, Boeses Remake der 31er Verfilmung, der neben Joe Stöckel noch mit Rudolf Platte, Paul Henckels, Hubert von Meyerinck, Ruth Stephan und Hans Richter aufwarten konnte. Letzterer in einer für ihn ungewohnten Rolle als trickreicher Rechtsanwalt, denn seit „Die Feuerzangenbowle“(1944) war Richter auf das „Enfant terrible“ festgelegt, gab in „Grün ist die Heide“ den Lautsprecher eines Landstreicher-Trios oder spielte in den „Knall und Fall“ – Filmen den Knall, ein wörtlich zu nehmender Name. Doch trotz seines seriösen Auftretens und seiner ernsten Absichten bei Hannelore Klinke (Jester Naefe), der Tochter des im Örtchen Daxburg einflussreichen Stadtrats und Unternehmers Heinrich Klinke (Joe Stöckel), spielte Richter auch hier den Störenfried, der ein seit 18 Jahren gehütetes Geheimnis aufzudecken droht.

...und als Anwalt der Damen vom Wohltätigkeitsverein
Damals hatten vier honorige Herren – neben Klinke, noch Hugo Sommer (Rudolf Platte) und die ebenfalls im Stadtrat sitzenden Hartmann (Kurt Großkurth) und Breilmann (Hans Leibelt) – eine Affäre mit einer schönen Tänzerin, bis diese von der Sittenpolizei des Landes verwiesen wurde. Eine wenig verklausulierte Anspielung auf die Nationalsozialisten, die über den moralischen Anstand der Bürger wachten, selbst aber gerne hinsahen. Bei den vier verheirateten Männern kam ihr Einsatz offensichtlich zu spät, denn ihnen wird von dem Rechtsanwalt Dr. Ambrosius (Paul Henckels) die Rechnung in Form von Alimentezahlungen aufgemacht – für den Sohn der „spanischen Fliege“, den sie ein paar Monate später im Ausland gebar. Vier Männer zahlen für einen Sohn. Das an dieser Konstellation etwas nicht stimmen konnte, ist von Beginn an klar, aber weitere Ungereimtheiten kommen hinzu bis es in Daxburg kaum noch Jemanden gibt, der Interesse an der Aufdeckung der vollständigen Wahrheit hat, die alle zu überrollen scheint.

"Es ist mein Sohn" beharrt Hugo Sommer
Oberflächlich betrachtet gehört „Die spanische Fliege“ zum Typus der Moral-Komödien, in der ein einmaliger, zeitlich weit zurückliegender Fehltritt zur Lawine wird, weil sich der „Sünder“ beim Versuch, das Geheimnis zu wahren, immer tiefer in sein Lügengebäude verstrickt.  In der Regel enden diese Stücke mit einem geläuterten Protagonisten, dessen Ehre nach kurzer Abbitte wieder hergestellt ist – Happy-End und Wiederherstellung der Moral  inbegriffen. Das „Stillhalteabkommen“, mit dem Arnolds Bühnenstück endet, hat mit dieser Art „Happy End“ nichts gemein. Geläutert ist hier Niemand. Im Gegenteil schlägt die Angst vor der Aufdeckung des Seitensprungs regelmäßig um in den Stolz über den gezeugten „Sohn“ bis zur Anbetung der damaligen Geliebten in Form eines Fetischs. Obwohl es nicht auszuschließen ist, dass der körperliche Kontakt mit der Tänzerin bei einem Teil der Männer eher der Fantasie als der Realität entsprungen sein könnte, leugnet Niemand den lang zurückliegenden Fehltritt – besonders Platte und Stöckel gefallen sich gut im Selbstbild des feurigen Liebhabers.

Heiles Familienleben (Stöckel mit Erika von Thellmann)
Mit hohem Tempo und subversivem Witz entfaltete „Die spanische Fliege“ eine Situation, die sich nicht mehr in Wohlgefallen auflösen konnte. Wer deshalb hofft, die Beteiligten werden mit der Härte der Konsequenzen konfrontiert, wird enttäuscht werden. Daran ist nicht einmal den Ehefrauen gelegen. Selbst die gewohnt autoritär auftretende Elisabeth Flickenschildt als Frau Sommer, deren Ehemann Hugo vor ihr zittert, macht sich keine Illusionen hinsichtlich der Qualität ihrer Beziehung. Wichtig ist ihr nur, dass er weiterhin kuscht. Die bürgerliche Oberfläche blieb zwar gewahrt, überdeckte hier aber nur schwach die Bedürfnisse des Einzelnen und ließ die moralischen Anstandsregeln zur Makulatur werden.

"Die spanische Fliege" Deutschland 1955Regie: Carl Boese, Drehbuch: Edgar Kahn, Franz Arnold (Theaterstück), Darsteller : Joe Stöckel, Rudolf Platte, Hans Richter, Paul Henckels, Elisabeth Flickenschildt, Hubert von Meyerinck, Erika von Thellmann, Jester Naefe, Ruth Stephan, Albert FlorathLaufzeit : 94 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Carl Boese:

"Fünf Millionen suchen einen Erben" (1938)

Sonntag, 18. August 2013

Herrliche Zeiten im Spessart (1967) Kurt Hoffmann

Inhalt: Nachdem die fünf zum Mond geschossenen Gespenster und früheren Räuber Onkel Max (Rudolf Rhomberg), Hugo (Joachim Teege), Toni (Hans Richter), Roland (Klaus Schwarzkopf) und Kathrin (Kathrin Ackermann) nach jahrelangem Aufenthalt im All endlich den technischen Defekt an ihrer Rakete beseitigen konnten, landen sie ausgerechnet auf dem Dach des Hotels von Annelieses Vater Konsul Mümmelmann (Willi Millowitsch). Anneliese (Liselotte Pulver) erinnert sie an die Comtesse Franziska, der sie schon mehrfach in der Vergangenheit geholfen hatten, weshalb sie ihr sofort ihre Unterstützung anbieten.

Ihr ist ihr us-amerikanischer Bräutigam Frank Green (Harald Leipnitz) am Tag der Hochzeit abhanden gekommen, weshalb diese zu platzen droht. Obwohl er aus dem Militärdienst austreten wollte, wurde er von General Teckel (Hubert von Meyerinck) dazu verpflichtet, an einer Abhöraktion teilzunehmen. Die fünf ehemaligen Räuber schlagen vor, ihn mit ihrer Rakete noch rechtzeitig zu holen, weshalb sie gemeinsam mit Anneliese starten. Doch sie beherrschen die Technik nach wie vor nicht richtig, weshalb sie anstatt an dem Militärbunker im tiefen Mittelalter landen…


Regisseur Kurt Hoffmann drehte 1971, obwohl selbst erst 60 Jahre alt, mit "Der Kapitän" seinen letzten Kinofilm - nur noch einmal sollte er 1976 eine Arbeit für das Fernsehen abliefern, einem Medium, an dem er sich nicht weiter interessiert zeigte. Sein Ruf als innovativer Spezialist für gehobene Unterhaltungsfilme hatte in den 60er Jahren zunehmend gelitten, obwohl seine Filme an der Kinokasse nach wie vor erfolgreich liefen. Die Verfilmungen der Tucholsky-Romane "Schloss Gripsholm" (1963) und "Rheinsberg" (1967) waren sehr populär, dazu brachte er mit "Dr.Hiob Prätorius" (1965) und "Hokuspokus" (1966) zwei Curt-Götz-Stücke erneut auf die Leinwand - jeweils mit seinen zwei bevorzugten Darstellern Heinz Rühmann und Liselotte Pulver in den Hauptrollen - , die beide für ihre hohen Zuschauerzahlen ausgezeichnet wurden. Einen Erfolg, den er auch bei der Umsetzung des damals aktuellen und erfolgreichen Romans "Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung" (1968) von Eric Malpass wiederholte.

Trotzdem galt Hoffmann bei der Filmkritik als altmodisch, da sich sein gediegener Unterhaltungs-Stil seit den 50er Jahren nur wenig verändert hatte. Eine Ausnahme in seinem Oevre bildeten neben "Wir Wunderkinder" (1958) die Spessart-Filme "Das Wirtshaus im Spessart" (1958) und "Das Spukschloss im Spessart" (1960), die als musikalisch-kabarettistische Nummern-Revuen ein wenig über die Stränge schlagen durften und Seitenhiebe auf die gesellschaftlich-politischen Entwicklungen in der Bundesrepublik austeilten. Dass Kurt Hoffmann gemeinsam mit Drehbuchautor Günter Neumann erneut zu der Spessart-Thematik griff, um mit "Herrliche Zeiten im Spessart" sieben Jahre nach dem zweiten Teil wieder die Räuber auf die Gegenwart loszulassen, kann nur als Versuch gewertet werden, sich inhaltlich und inszenatorisch den späten 60er Jahren zu nähern. Der Unterschied zum Vorgängerfilm "Das Spukschloss im Spessart" fiel entsprechend groß aus, nicht nur weil der Gesangsanteil auf ein Minimum reduziert wurde. Atmete die bundesrepublikanische Gegenwart damals noch den Zeitgeist der 50er Jahre, herrschte in "Herrliche Zeiten im Spessart" die Modernität der kommenden 70er Jahre - eklatant zeigt sich daran der gesellschaftliche Umbruch in den 60er Jahren.

Kein altes Wirtshaus oder ein verwunschenes Schloss bildeten mehr den Hintergrund, sondern ein moderner Hotelbau, der von Konsul Mümmelmann (Willy Millowitsch), Annelieses (Lieselotte Pulver) Vater, geleitet wird. Auch Liselotte Pulver, die hier mit Ende 30 einen ihrer letzten Kinoauftritte (und den letzten von zehn Filmen unter Kurt Hoffmann) absolvierte, bevor sie begann, hauptsächlich für das Fernsehen zu arbeiten, wirkte weniger mädchenhaft als in den Vorgängerfilmen, auch wenn ihre geplante Hochzeit mit dem US-Amerikaner Frank Green (Harald Leipnitz) den Rahmen für die episodenhafte Story abgibt. Dieser war auf Wunsch von Anneliese aus dem Militärdienst ausgeschieden, hatte aber die Rechnung ohne General Teckel (Hubert von Meyerinck) gemacht, womit die neben Liselotte Pulver zweite wesentliche Konstante der Spessart-Trilogie benannt ist. Während von Meyerinck, nach seiner Beamtenrolle in „Das Spukschloss im Spessart“, wieder in seine angestammte Rolle als fanatischer Militär schlüpfte, der Green zu sich beordert, womit er die Hochzeit gefährdet, konnte Liselotte Pulver nicht mehr die Rolle der Comtesse aus den zwei ersten Filmen annehmen, da sie diese in der Gegenwart von 1960 schon verkörpert hatte.

Trotzdem kommt es schnell zu der Widerbegegnung mit den fünf Räubern, die am Ende von „Das Spukschloss im Spessart“ als Gespenster zum Mond geschossen wurden. Auf Grund eines technischen Defekts mussten sie jahrelang im All verweilen, bis sie nach der Reparatur der Rakete ausgerechnet auf dem Hoteldach landen. Nur Hans Richter spielte erneut einen der fünf Räuber aus dem Vorgängerfilm, die ihr Gespensterdasein inzwischen wieder aufgegeben hatten. Aber um Logik musste sich das Drehbuch auch nicht kümmern, das die Rahmenhandlung nur dazu nutzte, die Protagonisten per Rakete durch die Zeit reisen zu lassen, um sie von der Vergangenheit bis in die Zukunft unterschiedliche Abenteuer erleben zu lassen, wo sie jedes Mal Hubert von Meyerinck als Militär und Harald Leipnitz als verhindertem Liebhaber begegnen sollten. Im Gegensatz zu „Das Spukschloss im Spessart“, das auch nur über einen rudimentären Handlungsfaden verfügte, ist diese filmische Anlage konsequenter, da der Episodencharakter klar herausgearbeitet wird.

Zudem gaben die von klamaukhaft bis komisch qualitativ sehr unterschiedlich angelegten Einzelstorys Kurt Hoffmann die Gelegenheit eine Vielzahl junger Schönheiten in erotischen Rollen auftreten zu lassen - Hannelore Elsner, Vivi Bach oder Gila von Weitershausen zeigten sich zwar leicht geschürzt, aber für barbusige Momente wurde trotzdem schon gesorgt, womit Hoffmann auf der Höhe der damals beginnenden „Nackt-Welle“ im Film angekommen war. Das galt allerdings weniger für die Satire, die sich ähnlich wie in den beiden ersten „Spessart“- Filmen von der harmlosen Seite zeigte. Galten die Anspielungen dort hauptsächlich damaligen bundesdeutschen Eigenheiten, ist die Thematik in „Herrliche Zeiten im Spessart“ zeitloser. Wie ein roter Faden spinnt sich die Kritik an militärischem Gehabe und dem menschlichen Drang, Konflikte auf dem Schlachtfeld auszutragen, durch die Rahmenhandlung und die jeweiligen Episoden – dabei auch geschickt die verbreitete Eigenart ironisierend, kriegerische Absichten in eine friedvolle Sprache zu kleiden – kommt dabei aber über einen konservativ geprägten Konsens nicht hinaus, der angesichts der heftigen Auseinandersetzungen um den sich parallel zuspitzenden Vietnam-Krieg nichts riskierte.

Sieht man von dieser sanft geäußerten Kritik am Militarismus einmal ab, bleibt eine Komödie zurück, die nur wenig aus dem deutschen Komödienallerlei der späten 60er/frühen 70er Jahre heraustrat, die mehr den deftigen als den filigranen Humor pflegten, wie er viele Filme Kurt Hoffmanns zuvor auszeichnete. Von dessen eleganten Stil ist hier nur noch wenig geblieben, weshalb es konsequent war, unter den geforderten Produktionsbedingungen nicht mehr weiter als Regisseur zu arbeiten. „Herrliche Zeiten im Spessart“ wurde kein schlechter Film, ist aber weder von eigenständigem, modernen Zuschnitt, noch verfügte er über die damals als altmodisch bezeichneten Qualitäten Hoffmanns, denen einige sehr gute Filme der Nachkriegszeit zu verdanken sind.

"Herrliche Zeiten im Spessart" Deutschland 1967, Regie: Kurt Hoffmann, Drehbuch: Günter Neumann, Darsteller : Liselotte Pulver, Harald Leipnitz, Hannelore Elsner, Vivi Bach, Rudolf Rhomberg, Hubert von Meyerinck, Hans Richter, Laufzeit : 104 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Kurt Hoffmann:
"Drei Männer im Schnee" (1955)
"Heute heiratet mein Mann" (1956)
"Das Wirtshaus im Spessart" (1958)
"Wir Wunderkinder" (1958)
"Das Spukschloss im Spessart" (1960)
"Schloss Gripsholm" (1963)

Samstag, 17. August 2013

Das Spukschloss im Spessart (1960) Kurt Hoffmann

Inhalt: Die fünf Räuber Onkel Max (Georg Thomalla), Hugo (Curt Bois), Jockel (Hans Richter), Toni (Paul Esser) und als einzige Frau Katrin (Hanne Wieder) sollen unter der Aufsicht von Von Teckel (Hubert von Meyerinck) hingerichtet werden, aber dem Volk ist diese Strafe nicht hart genüg. Sie fordern, die Fünf in dem alten Wirtshaus im Spessartwald einzumauern, damit sie dort elendig verhungern. Von Teckel ist einverstanden und sperrt sie scheinbar für immer hinter einer Mauer ein, aber er konnte nicht mit den intensiven Arbeiten am Ausbau des Autobahnnetzes in der jungen Bundesrepublik Deutschland rechnen, denen Jahrhunderte später das Wirtshaus zum Opfer fiel. Inzwischen zu Gespenstern geworden, wollen sie sich eine neue Bleibe suchen, weshalb sie sich an das Schloss der Comtesse Franziska von Sandau erinnern, das in der Nähe gelegen ist.

Dort lebt inzwischen deren Nachfahre Charlotte (Liselotte Pulver), die nicht nur das alte Gemäuer von ihrem Vater geerbt hatte, sondern auch dessen Schulden. Deshalb steht ihr das Wasser bis zum Hals und die Pfändung des Schlosses kurz bevor. Die Ankunft der Gespenster erzeugt des nachts seltsame Vorkommnisse im Schloss, weshalb sie und ihre Tante Yvonne (Elsa Wagner) froh sind, als mit Martin „Dings“ (Heinz Baumann) ein junger Mann vor der Tür steht, der behauptet, in der Nähe einen Unfall gehabt zu haben, weshalb er um eine Unterkunft für eine Nacht bittet. Sie ahnen noch nicht, dass sein Besuch geplant war, aber die Gespenster, die sich Charlotte als ihre Freunde vorstellen, erweisen sich bald als hilfreiche Gesellen…


Nach dem großen Erfolg mit "Das Wirtshaus im Spessart" (1958), der seine kabarettistischen Seitenhiebe auf die Bundesrepublik Deutschland mit einer komödiantischen Geschichte aus alten Räuber-Zeiten und viel Musik verband, ließ Regisseur Kurt Hoffmann mit "Wir Wunderkinder" (1958) einen Film folgen, der seine Kritik unmittelbarer und vor einem ernsthafteren Hintergrund formulierte. Zu verdanken waren die respektlosen Anspielungen auf die "Wirtschaftswunderjahre" in beiden Filmen dem Duo Wolfgang Neuss / Wolfgang Müller, das besonders in "Wir Wunderkinder" zu Hochform auflief. Nach einigen weiteren Filmen des viel beschäftigten Regisseurs (unter anderen "Das schöne Abenteuer" (1959), ebenfalls mit Liselotte Pulver), die an den Kinokassen deutlich schwächer abschnitten und heute nahezu unbekannt sind, griff Hoffmann bei "Das Spukschloss im Spessart" erneut auf die alte Erfolgsformel zurück.

Zwar waren außer Hauptdarstellerin Liselotte Pulver, Hans Clarin, Hubert von Meyrinck in seiner ewigen Rolle als preußischer Kommiskopp (auch wenn er hier einen Bonner Staatsbeamten mimt) und Paul Esser Niemand der früheren Besetzung aus "Das Wirtshaus im Spessart" wieder mit an Bord, aber mit Hanne Wieder, Curt Bois, Hans Richter und Georg Thomalla wurde geeigneter Ersatz gefunden. Allerdings nicht für Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller, nach dessen Unfall-Tod auch auf Neuss verzichtet wurde - ein herber Verlust, der sich deutlich in der Qualität der ironischen Anspielungen niederschlägt, die in „Das Spukschloss im Spessart“ gröber und weniger wirkungsvoll ausfielen, obwohl die Handlung diesmal in der Gegenwart spielte - zeitweise sogar unmittelbar in Bonn am Rhein, der damaligen Hauptstadt der BRD.

Um einen Zusammenhang zum ersten Film herzustellen, transferierten die Drehbuchautoren Heinz Pauck und Günter Neumann fünf der Räuber aus dem Spessartwald in die Gegenwart, wo sie diesmal als Geister ihr Unwesen treiben sollten. Der Film beginnt noch in der Vergangenheit, wo die Räuber statt am Strang zu enden, im titelgebenden Wirtshaus eingemauert werden, um sie dort qualvoller sterben zu lassen - Initiator dieses Vorgangs ist natürlich Hubert von Meyerinck als zackiger Offizier. Doch ein paar Jahrhunderte später, als das Wirtshaus einer Autobahntrasse weichen muss, kommen die Fünf wieder frei, die als Gespenster "überlebt" haben. Sie erinnern sich an das Schloss der Comtesse Franziska von Sandau, die in Teil 1 am Ende den Räuberhauptmann heiratete, und freuen sich, sie dort wieder zu sehen. Tatsächlich handelt es sich um deren Ur-Urenkelin Charlotte (Liselotte Pulver), die sie ebenfalls sofort in ihr Herz schließen, womit sich der Kreis zwischen den beiden Filmen schließt.

Auch in „Das Spukschloss im Spessart“ sind es wieder die Räuber, die für die respektlosen Sprüche und Anspielungen zuständig sind und sich nicht an die damals gängigen Moralvorstellungen halten mussten. Hanne Wieder darf deshalb eine hemmungslos promiskuitiv handelnde Schöne mimen, die vor allem im Duett mit Prinz Kalaka, den Hans Clarin als hektischen, sexgeilen Trottel gibt, ihre Reize einzusetzen weiß. Besonders an dieser Konstellation wird der stark angestaubte Charakter des Films sichtbar. Clarins zwar nicht unsympathische, aber klischeehafte Verkörperung eines reichen Scheichs, der nach Deutschland kommt, um die Finanzierung einer Talsperre zu übernehmen, lässt kaum ein Vorurteil aus, so wie Hanne Wieders Darstellung einer selbstbewusst erotisch auftretenden Frau keine emanzipatorische Züge trägt, da ihr nur als Räuberin aus dem Mittelalter ein solches Benehmen zugestanden wurde. Liselotte Pulver, die in „Das Wirtshaus im Spessart“ noch überzeugend in einer „Hosenrolle“ auftrat, verkörpert hier dagegen nicht nur Bravheit und Anstand pur, sondern wird in eine Liebesgeschichte mit dem jungen Martin Hartog (Heinz Baumann) verwickelt, die bemüht und konstruiert wirkt.

Deutlich wird daran auch, wie wenig „Das Spukschloss im Spessart“ letztlich riskierte. Für die wenigen konkreten Anspielungen – etwa wenn sich hinter dem Putz des Bonner Gerichtsgebäudes noch ein Hakenkreuz befindet, oder Hanne Wieder gegenüber Prinz Kalaka andeutet, es gäbe noch viel „Braune“ in Deutschland – sind ausschließlich die „Gespenster“ zuständig und als Karikatur auf den Bonner Beamten muss wie gewohnt einzig Hubert von Meyerinck herhalten. Dagegen wird das Potential um die Versteigerung des Schlosses der Comtesse - ein häufig gewähltes Motiv dieser Phase, siehe „Das Schloss in Tirol“ (1957) oder „Die Mädels vom Immenhof“ (1955) - verschenkt. Kaum hat Martin Hartog die bezaubernde Comtesse kennen gelernt, hat er seine ursprüngliche Intention, ihr Schloss unter einem Vorwand zu besuchen, um die Umbaumaßnahmen zu planen, schon vergessen. Er handelte im Auftrag seines Vaters, dessen Unternehmen Charlotte 100.000 Mark schuldet, weshalb die Pfändung kurz bevor steht. Eventuelle Seitenhiebe auf einen rücksichtslosen Kapitalismus wagte der Film natürlich nicht, denn nachdem sich Martin mit seinem Vater kurz entzweite, erweist sich dieser wenig später ebenfalls als anständiger Charakter, der Charlotte ihr Schloss nicht wegnehmen will. Als sich dann auch noch ein blöder US-Amerikaner findet, der 100.000 Mark für die fünf Gespenster bezahlt, um sie mit einer Rakete zum Mond zu schießen, ist nicht nur diese Schuld getilgt, sondern stellt sich auch die Frage, warum der Film nicht gleich mit hinauf geschossen wurde?

„Das Spukschloss im Spessart“, das sich selbst „Grusical“ nennt, da der Anteil an Gesangseinlagen gegenüber „Das Wirtshaus im Spessart“ deutlich gesteigert wurde, bedarf eines sehr nostalgischen Blicks, um sich an dem nur in seltenen Momenten ironischen, meist albernen und klischeehaften Treiben zu erfreuen – einzig die Tricks um die Gespenster können noch atmosphärisch überzeugen. Besonders Liselotte Pulver, deren erfrischendes Spiel immer auch selbstbewusste, emanzipatorische Züge trug, ist hier als nettes Mädel zu einseitig charakterisiert, während Heinz Baumann viel zu blass agiert, um nur einen Moment lang den knallharten Geschäftsmann zu verkörpern. Der Spagat zwischen kritisch-ironischen Anspielungen und einer unterhaltenden Komödie, der in „Das Wirtshaus im Spessart“ noch zeitweise gelang, wird in „Das Spukschloss im Spessart“ zu sehr an die Gespenster-Effekte und dem krampfhaften Bemühen, die Story im letzten Drittel noch nach Bonn zu versetzen, verschenkt, weshalb der Film den Eindruck eines Sammelsuriums hinterlässt, dessen Einzelteile nicht überzeugen können.

"Das Spukschloss im Spessart" Deutschland 1960, Regie: Kurt Hoffmann, Drehbuch: Günter Neumann, Heinz Pauck, Darsteller : Liselotte Pulver, Heinz Baumann, Georg Thomalla, Hanne Wieder, Hans Clarin, Hubert von Meyerinck, Hans Richter, Laufzeit : 97 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Kurt Hoffmann:
"Drei Männer im Schnee" (1955)
"Heute heiratet mein Mann" (1956)
"Das Wirtshaus im Spessart" (1958)
"Wir Wunderkinder" (1958)
"Schloss Gripsholm" (1963)
"Herrliche Zeiten im Spessart" (1967)

Samstag, 6. April 2013

Am Brunnen vor dem Tore (1952) Hans Wolff


Inhalt: Die drei Landstreicher Hans (Hans Richter), Nachtigall (Kurt Reimann) und Tünnes (Ludwig Schmitz) sind immer noch auf der Walz und kommen an eine kleine Tankstelle in der Nähe von Dinkelbühl, wo sich Kurt Kramer (Paul Klinger), erst seit kurzem Besitzer der Tankstelle, seine Mahlzeit mit ihnen teilt. Während sie weiter in die Stadt ziehen, um mit ihrem Gesang etwas Geld zu verdienen, taucht plötzlich Erich Bachner (Fritz Kösling) in Kramers Haus auf. Er ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und auf der Flucht vor der Polizei, was Kramer aber nicht weiß. Deshalb gibt er ihm Briefpapier und bringt auch dessen Brief zu seiner Schwester Inge Bachner (Sonja Ziemann) nach Dinkelbühl, wo sie den Gasthof „Am Brunnen vor dem Tore“ führt, der von der Polizei überwacht wird. 

Inge bittet Kramer, sie mitzunehmen, um ihren Bruder zu treffen. Doch dieser ist inzwischen verschwunden, weshalb sie ergebnislos zu ihrem Gasthof zurückläuft. Dort trifft sie auf ihre alte Freundin Lilo (Marina Ried), die frisch geschieden wieder aus den USA zurückgekommen ist. Auch Inge hat schon länger nichts mehr von ihrem Verlobten Robert (Fritz Wagner) gehört, seitdem dieser vor einigen Monaten nach England zurück ging…


Weder handelt es sich um ein Hollywood-Privileg, noch wurde diese Marketingmethode erst in den letzten Jahren erfunden - das muntere Plagiieren erfolgreicher Filme, um einen Trend wirtschaftlich zu nutzen. Bobby E. Tüthke, der schon das Drehbuch zu „Grün ist die Heide“ (1951) geschrieben hatte, der einer der erfolgreichsten Filme der deutschen Nachkriegszeit wurde, versuchte bei der Drehbuchfassung zu "Am Brunnen vor dem Tore" allzu offensichtliche Parallelen zu vermeiden, konnte aber nicht verhindern, nur einen schwachen Abklatsch der Erfolgsformel abzuliefern, auch wenn es dem damaligen Publikum, dass nach solchen Geschichten gierte, egal gewesen sein wird.

Die Ähnlichkeit lag weniger am weiblichen Star Sonja Ziemann, die hier wie in vielen Filmen dieser Zeit im Mittelpunkt stand, sondern an der gesamten Konzeption. Schon der Filmtitel deutet darauf hin, der wieder einen bekannten Klassiker zitiert. Doch während Löns’ Ode an die Lüneburger Heide dem Film seinen Charakter gab, hatte "Am Brunnen vor dem Tore" mit dem Geschehen dieses Films nichts zu tun. Zwar wird Schuberts Kunstlied aus der "Winterreise" im Rahmen vieler weiterer Volkslieder besungen, aber darüber hinaus hat das Lied für die Story keine Bedeutung, ganz abgesehen von Schuberts Intentionen. Man könnte diese oberflächliche Nutzung eines populären Liedes schnell wieder vergessen, wenn dieser Umgang nicht signifikant für den gesamten Film wäre. Aus heutiger Sicht neigt man dazu, Heimatfilme dieser Ära in einen Topf zu schmeißen, aber der Qualitätsunterschied zwischen "Am Brunnen vor dem Tore" und dessen Vorbild "Grün ist die Heide" ist groß, auch wenn es in beiden Filmen um die üblichen Heimatfilm-Inhalte geht – Liebe, ein wenig Dramatik, Weib, Wein und Gesang vor schöner, intakter Kulisse.

Wie in "Grün ist die Heide" bekommt ein Familienmitglied von Sonja Ziemann (hier als Inge Bachner) Ärger mit der Polizei. Diesmal ist es nicht der wildernde Vater, sondern der Bruder, der versehentlich einer Verbrecherbande beim Raub eines wertvollen Bildes geholfen hatte. Sowohl dessen Verurteilung, die ein schlechtes Bild auf die deutsche Justiz wirft, da sie ohne stichhaltige Beweise gehandelt haben muss, als auch sein Ausbruch, um seine Unschuld zu beweisen, wirken unglaubwürdig und konstruiert. Künstlich wird hier mit dürftiger Logik versucht, ein Drama um einen Unschuldigen zu kreieren. In „Grün ist die Heide“ war der Vater tatsächlich ein Wilderer, ging es nicht um die Frage seiner Schuld, sondern um seine Intention zu jagen, die im Zusammenhang mit der Aussiedlerthematik stand. In „Am Brunnen vor dem Tore“ fehlen solche authentischen Emotionen.

Deshalb muss allein Inge Bachner (Sonja Ziemann) als Anlass für die weiteren Ereignisse herhalten. Aus heutiger Sicht ist es schwer nachvollziehbar, aber damals nahm das Publikum den Autoren ab, dass nicht nur sämtliche männliche Protagonisten in die Dame verliebt sind, sondern manche auch vor kriminellen Handlungen nicht zurückschrecken, um sie zu erobern. So positiv es aus heutiger Sicht scheinen mag, das die Aussiedlerproblematik hier keine Rolle mehr spielte und auch kein Bauernopfer als kriminelles Subjekt mehr hinzugezogen wurde, so deutlich wird gleichzeitig daran, dass "Grün ist die Heide" sehr viel näher an die damaligen Empfindungen herankam, während hier eine oberflächliche, aufgesetzt wirkende Geschichte abgespult wird. Das gilt auch für das äußere Ambiente, auch wenn Dinkelbühl mit seinem mittelalterlichen Stadtkern hier eine prächtige Kulisse abgibt, die aber innerhalb der Story austauschbar bleibt. Wie im Heimatfilm üblich, wollte man dem deutschen Publikum einen starken Kontrast zur Realität bieten, ohne kleinste Anzeichen von Kriegszerstörungen, aber es blieb bei dieser oberflächlichen Intention. Während der Hintergrund der Heidelandschaft in Verbindung mit den Löns-Liedern dem Film "Grün ist die Heide" erst die dichte Atmosphäre ermöglichte, kann "Am Brunnen vor dem Tore" nie ein komplexes Gefühl vermitteln.

Gut erkennbar am einzig unverändert übernommenen Detail, den drei Landstreichern Hans (Hans Richter), Nachtigall (Kurt Reimann) und Tünnes (Ludwig Schmitz), die sich diesmal 300 Kilometer weiter südlich befinden. Auch in "Am Brunnen vor dem Tore" liefern die Drei die besten Kabinettstückchen ab, aber ihr Witz wird innerhalb der konstruierten Story zunehmend klamaukhafter und hat seine ursprüngliche Funktion verloren - der leicht ironische Blick auf die Realitäten. Die Story um Tünnes, der fast zur Hochzeit gezwungen wird, ist billiger, frauenfeindlicher Humor, und auch wenn die Drei zum Schluss wieder weiter ziehen, hat man den Eindruck echter Freiheit, der sie - wenn auch romantisierend - in "Grün ist die Heide" noch umgab, endgültig verloren.

Auch "Am Brunnen vor dem Tore" war ein veritabler Publikumserfolg und erfüllte damit seinen Auftrag, aber die Qualitätsunterschiede im deutschen "Heimatfilm" waren erheblich. Zwar hadert der Film nur ein wenig mit der englischen Besatzungsmacht, und polarisiert damit aus heutiger Sicht weniger als "Grün ist die Heide", der ganz offen Partei für die Vertriebenen ergriff, aber das lässt nicht übersehen, dass der Film in seiner inneren Schlüssigkeit, in den Charakterisierungen und besonders in seiner gestalterischen Linie im Vergleich zum Vorgänger misslungen ist.

"Am Brunnen vor dem Tore" Deutschland 1952, Regie: Hans Wolff, Drehbuch: Bobby E. Lüthge, Rold DortenwaldDarsteller : Sonja Ziemann, Paul Klinger, Hans Stüwe, Fritz Kösling, Hans Richter, Willy FritschLaufzeit : 88 Minuten


Donnerstag, 4. April 2013

Die Feuerzangenbowle (1944) Helmut Weiss


"Die Feuerzangenbowle" von 1944 gilt als die zweite Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinrich Spoerl und damit als "Remake" von "So ein Flegel" aus dem Jahr 1934. Tatsächlich haben beide Filme wenig gemeinsam und erst der 1944er Film wurde zu einer "echten" Umsetzung des Buches. 


Inhalt: Dr.Hans Pfeiffer (Heinz Rühmann), ein erfolgreicher Schriftsteller, kommt etwas zu spät zu dem Treffen einer Herrenrunde, um festzustellen, dass die Honoratioren der Feuerzangenbowle schon stark zugesprochen haben und aufgedreht von alten Schulzeiten erzählen. In ihr Gelächter kann er nicht einstimmen, da er selbst nie auf eine staatliche Schule ging, sondern privat unterrichtet wurde. Alkoholselig fassen sie einen Plan, um ihm diese Erfahrung für ein paar Wochen zu ermöglichen. Sie lassen ihn wieder wie einen Pennäler aussehen und schicken ihn auf ein kleinstädtisches Gymnasium.

Dort angekommen, muss er feststellen, dass sich Niemand für den „Neuen“ interessiert und das seine flappsigen Sprüche bei den Klassenkameraden der Oberprima noch nicht recht ankommen. Zudem bestellt der Direktor (Hans Leibelt) ihn zu sich, damit er sich eine anständige Unterkunft besorgt und nicht im Hotel wohnt, was sich für einen Schüler nicht gehört. Er kommt bei der Witwe Windscheidt (Anneliese Würtz) unter, die ihn vor den Versuchungen junger Mädchen warnt, aber Pfeiffer war schon Eva (Karin Himboldt) begegnet, der Tochter des Direktors, deren Desinteresse ihn erst anspornt…


Die Geschichte ist inzwischen altbekannt. Als Heinz Rühmann erfuhr, das „Die Feuerzangenbowle“ nicht aufgeführt werden durfte, ging er persönlich zu Adolf Hitler, führte ihm den Film vor und erhielt so die Erlaubnis, den Film doch in die Kinos bringen zu können. Vom Propagandaministerium war kritisiert worden, dass der Film die Autorität des Lehrpersonals untergraben hätte, obwohl Heinz Rühmann die Rolle des Oberlehrers Brett (Lutz Götz) im Gegensatz zum Roman Heinrich Spoerls extra im nationalsozialistischen Sinne hatte umschreiben lassen. Dessen Schluss-Dialog mit dem Sympathieträger Bömmel (Paul Henckels mit überzeugendem rheinischen Idiom) verwies auf „eine neue Zeit“, die zu diesem Zeitpunkt schon längst vergangen war, und hatte mit Spoerls idealisierten Erinnerungen einer Schulzeit nichts zu tun.

Sein erster 1933 erschienener Roman, der die Grundlage für den bekanntesten Rühmann-Film bilden sollte, war ähnlich wie seine späteren Werke „Der Maulkorb“ oder „Wenn wir alle Engel wären“ eine Geschichte vom Niederrhein, die humoristisch und liebevoll einen durchaus kritischen Blick auf den Charakter der hier lebenden Menschen warf und ein stimmiges Zeitbild des frühen 20. Jahrhunderts nachzeichnete. Heinz Rühmann, der noch mit Vierzig wie ein Pennäler aussehen konnte, hatte sich als ideale Verkörperung der Spoerlschen Hauptfiguren erwiesen, weshalb er schon in „Wenn wir alle Engel wären“ (1936) und in „Der Gasmann“ (1941), der im Gegensatz zu Spoerls früheren Romanen in Berlin angesiedelt war, die tragende Rolle übernommen hatte. Beinahe vergessen ist dagegen, dass Rühmann die Rolle des Hans Pfeiffer schon früh in seiner Karriere spielte, in der ersten Adaption der „Feuerzangenbowle“, die unter dem Titel „So ein Flegel“ 1934 in die Kinos kam.

Heinz Rühmanns großer Einsatz für die zweite Fassung der „Feuerzangenbowle“ ist aus der Entwicklung seit dieser Zeit erklären. Nicht nur der Schauspieler, auch Heinrich Spoerl hatte seit Mitte der 30er Jahre eine erfolgreiche Karriere hingelegt - mehrfach hatten sie zusammen gearbeitet - aber zum Entstehungszeitpunkt von „So ein Flegel“ besaß der Autor noch kein Mitspracherecht bei dem damaligen Drehbuch, das die Originalstory stark abwandelte. Gemeinsam mit Helmut Weiss, der hier erstmals die Regie übernahm, aber schon lange zu Rühmanns Vertrauten gehörte, wollten Beide die Buchvorlage endlich kongenial umsetzen, was ihnen in einer fast penibel zu nennenden Art und Weise gelang. Bis auf die oben genannte Änderung in der Figur des Dr.Brett sind die Dialoge teilweise wörtlich aus dem Roman übernommen.

Da 1944 nur noch unproblematische, der Ablenkung von den Kriegswirren dienende Stoffe gedreht werden durften, schien die zu Beginn des Jahrhunderts spielende Geschichte geradezu ideal geeignet, aber Heinrich Spoerls Romane waren trotz ihres hohen Unterhaltungswerts immer auch eine Spur anarchistisch und entlarvend. Schon der Genuss der Titel gebenden „Feuerzangenbowle“ erzeugt bei der Herrenrunde die wildesten Fantasien, die schließlich dazu führen, den von einem Privatlehrer unterrichteten Dr.Hans Pfeiffer als Pennäler auf ein kleinstädtisches Gymnasium zu schicken, wo er für ein paar Wochen endlich in den Genuss seliger Oberprimanerzeiten kommen soll – eine im bürokratischen Deutschland schwer vorstellbare Umsetzung.

Doch davon ließ sich Spoerl nicht abhalten, sondern entwickelte ein Panoptikum, das zur Grundlage aller Filme über die Schulzeit werden sollte. Skurrile Lehrer, aufmüpfige Klassenkameraden, verschworene Gemeinschaften, Schulstreiche und nicht zuletzt die süßen Mädchen vom Lizeum gegenüber, erzeugten eine Atmosphäre, die jeden Betrachter unmittelbar an seine eigene Schulzeit erinnert, auch wenn diese nur wenig konkrete Parallelen mit dem hier gezeigten Geschehen aufweisen – denn Spoerls Geschichten folgen ihren Träumen und versuchten gar nicht erst, realistisch zu sein. Für die späte Phase des Nationalsozialismus war dieser idealisierte Gegenentwurf zum autoritären Schulbetrieb zu individuell, zu gleichberechtigt im Umgang zwischen Schülern und Lehrpersonal, weshalb „Die Feuerzangenbowle“ noch heute, sieht man von dem genannten Dialog einmal ab, uneingeschränkt empfohlen werden kann. Allein die Szene, in der Marion (Hilde Sessak) ihrem in die Kleinstadt entlaufenen Dr.Hans Pfeiffer zeigt, warum er wieder mit ihr nach Berlin zurückgehen soll, entsprach keineswegs den damaligen Moral-Vorstellungen.

Trotz dieser zeitlosen Qualitäten, sollten die Umstände der Entstehung nicht vergessen werden. Während im Film eine heile Welt gezeigt wird, mit einer Hauptfigur, die sich die Freiheit erlauben kann, für ein paar Wochen eine Auszeit vom Erwachsensein zu nehmen, waren einige der jungen Darsteller schon als Soldaten gefallen, bevor „Die Feuerzangenbowle“ uraufgeführt wurde. Auch für Heinz Rühmann blieb es nicht nur sein letzter vor dem Ende des Kriegs gezeigter Film, sondern auch sein letzter großer Erfolg für mehr als 10 Jahre. Der abschließenden Szene des Films kommt eine entsprechende Bedeutung zu. Nicht nur die Geschichte von Hans Pfeiffer war erfunden, entstanden in den von der Feuerzangenbowle benebelten Gehirnen, die in alten Erinnerungen schwelgten, sondern dem gesamten Film haftet bis heute etwas Unwirkliches an. 

"Die Feuerzangenbowle" Deutschland 1944, Regie: Helmut Weiss, Drehbuch: Heinrich Spoerl (Roman), Darsteller : Heinz Rühmann, Karin Himboldt, Hilde Sessak, Erich Ponto, Paul Henckels, Hans Richter, Laufzeit : 93 Minuten 

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Montag, 18. März 2013

Grün ist die Heide (1951) Hans Deppe

Inhalt: Der Oberförster (Josef Sieber) ist verzweifelt, da ein Wilderer in seinem Revier sein Unwesen treibt und er ihm nicht auf die Schliche kommt. Der junge Förster Walter Reiner (Rudolf Prack), der erst vor wenigen Wochen seine Stelle antrat, ist da wesentlich erfolgreicher und hätte den Wilderer beinahe auf frischer Tat ertappt.

Doch die Spur, die er verfolgte, führte ihn ausgerechnet zum nahe gelegenen Landschloss, in der die angesehene Familie Lüdersen zu Hause ist. Hier wohnt auch Helga (Sonja Ziemann), die hübsche Tochter von Lüder Lüdersen (Hans Stüwe), der bei seinem Bruder Gottfried untergekommen ist. Reiner hat ihren Vater in Verdacht, aber er bekommt zusehends Gewissensbisse, da er sich in dessen Tochter verliebt hat...


Erst seit 1968 werden die Besucherzahlen in den deutschen Kinos gezählt, da zuvor keine genauen Erhebungen gemacht wurden. Trotzdem steht es unzweifelhaft fest, dass die Zuschauerzahlen, die gerade deutsche Filme in den 50er Jahren erzielten, von zeitgenössischen Filmen kaum noch erreicht werden können. 1951, als "Grün ist die Heide" von etwa 16 Millionen Menschen gesehen wurde, gab es nur wenige alternative Unterhaltungsmöglichkeiten, aber das allein erklärt nicht den großen Erfolg dieses Films.

Die Gattung des 50er Jahre "Heimatfilms", die mit "Grün ist die Heide" ihre frühe Blüte erlebte (siehe "Die erste Boom-Phase - der Heimatfilm der Jahre 1951 bis 1954"), gilt heute als konservativ veraltet und filmisch uninteressant - quasi ein Relikt aus einer Zeit, mit dem man sich höchstens noch aus historischen Gründen beschäftigt. Eine unberechtigte Sichtweise, spiegelt die Gattung nicht nur das Lebensgefühl ihrer Zeit wider, sondern gibt es innerhalb des Genres große Qualitätsunterschiede. Besonders an "Grün ist die Heide" wird das erkennbar - ein Film, der viele Nachfolger erzeugte, die nicht annähernd dessen Dichte und Atmosphäre erreichten.


Unabhängig davon, wie man zu der Wilderer-Thematik steht, muss man Drehbuchautor Bobby E. Lüthge gute Arbeit bescheinigen. Er kombinierte aktuelle gesellschaftliche Probleme der Nachkriegszeit mit einer Liebesgeschichte und reicherte dieses Konglomerat mit heimatlicher Musik und Landschaftsbildern an, die in starkem Kontrast zur damaligen Realität in Deutschland standen. Dabei griff er auf Motive seines eigenen Drehbuchs zum 1932 entstandenen Original "Grün ist die Heide" zurück. Zwar fußte dieses ebenfalls auf den von dem Großstädter Hermann Löns geschriebenen Texten über die Lüneburger Heide, besaß aber nicht dessen Realitätsbezug - ein entscheidender Unterschied, der mit zum Erfolg des 1951er Remakes beitrug. 

Über der gesamten Handlung steht immer die Vertriebenen-Thematik und der damit verbundene Verlust der Heimat, der nicht nur die Bewohner der ehemaligen Ostgebiete betraf, sondern viele Menschen, die im Krieg ihre Wohnung oder Haus verloren hatten. Das gilt auch für Lüder Lüdersen (Hans Stüwe) und seine Tochter Helga (Sonja Ziemann), die nach der Vertreibung bei seinem Cousin und Gutsbesitzer Gottfried Lüdersen (Otto Gebühr) untergekommen sind. Der Film macht kein Geheimnis daraus, dass es sich bei Lüder Lüdersen um den Wilderer handelt, der schon lange vom Oberförster ergebnislos verfolgt wird. Doch sein zukünftiger Nachfolger Walter Rainer (Rudolf Prack), der gerade erst die Stelle angetreten hat, erwischt den Wilderer beinahe auf frischer Tat. Als er bei der Verfolgung an den Gutshof gelangt, wird er brüsk zurückgewiesen, angesichts der Unterstellung, es könnte sich bei dem Wilderer Jemand aus dem ehrwürdigen Hause handeln. Zudem begegnet der junge Förster noch Tochter Helga, für die er sich schnell begeistert, weshalb er unverrichteter Dinge wieder davon geht.

Von der Tochter zur Rede gestellt, gesteht ihr Vater, nur beim Jagen glücklich sein zu können, da er dann wieder das Gefühl der Heimatverbundenheit in Erinnerung an die eigenen Wälder empfinden kann. Auch wenn Helga ihm das Gewehr abnimmt und er versprechen muss, es nie wieder zu tun, steht außer Zweifel, dass Niemand im Publikum ihn deshalb verurteilt haben wird, obwohl es sich bei den Lüdersens um Mitglieder einer privilegierten Klasse handelte, die nur wenig mit den Problemen gemein hatte, die der Durchschnittsbürger damals bewältigen musste.

Die Stimme des Volkes spricht dagegen durch die drei Landstreicher Hannes (Hans Richter), Nachtigall (Kurt Reimann) und Tünnes (Ludwig Schmitz), die im Film die heimliche Hauptrolle einnehmen und nicht ohne Grund in gleicher oder ähnlicher Formation in anderen Filmen erneut antraten. Dank ihrer respektlosen Art, die das Geschehen teilweise auch ironisch kommentiert, verzeiht man die Romantisierung des Landstreichertums. In Anspielungen weisen die Drei mehrfach auf gesellschaftliche Probleme hin (zum Beispiel die schwierige Arbeitssituation), um sofort wieder einen Witz darüber zu machen. Die Akzeptanz, die sie bei der bürgerlichen Gesellschaft genießen, ist unrealistisch, aber da sie für die besten musikalischen Einlagen zuständig sind (bei dem Sänger Kurt Fröhlich handelte es sich um einen bekannten Opern-Tenor) entsteht für das Publikum ein Gleichgewicht zwischen der ärmlichen Grundsituation und der gleichzeitigen Meinungshoheit. Als die Drei Lüdersen helfen, dessen Gewehr in Sicherheit bringen und selbstverständlich kein Wort darüber verraten, ist das positive Urteil über den vertriebenen Landadeligen schon gesprochen.

Dagegen entwickelt sich die eigentliche Story über die langsam entstehenden Gefühle zwischen Helga und dem Förster linear und überraschungsarm und ist als reines Starvehikel für die damals seit Hans Deppes erstem Heimatfilm-Erfolg nach dem Krieg "Schwarzwaldmädel" (1950) sehr populären Sonja Ziemann und Rudolf Prack zu verstehen. Letztlich erweist sich diese Einfachheit als vorteilhaft für den Film, der vor allem von den vielen kleinen musikalischen und humorigen Einlagen und der optisch sehr schön in Szene gesetzten Lüneburger Heide lebt. Das ein Zirkusmitarbeiter, der dazu keinen gültigen deutschen Pass besitzt, am Ende als Bösewicht herhalten muss, verdeutlicht nur die allgemein verbreitete sehr konservative Stimmung, die auch in der unverhohlenen Haltung verborgen ist, die vom Wiedererhalt der ehemals deutschen Ostgebiete ausgeht. Das gemeinsame Singen des "Riesengebirge"-Liedes war sicherlich ein Höhepunkt des Films.

Aus heutiger Sicht verfügt der Film über viele veraltete, teils reaktionäre Elemente, deren Bedeutung inzwischen entweder überholt oder deren Attraktivität kaum noch vorhanden ist. Nur schwer vorwerfen kann man dem Film, dass er mit seiner Idealisierung des Landlebens, den Betrachter von seinem tristen Alltag ablenken wollte, denn letztlich haben populäre Filme auch heute keine andere Aufgabe. Unter diesem Gesichtspunkt ist "Grün ist die Heide" sehr gelungen, denn selten gelang eine ausgewogenere Mischung aus Starverehrung, dramatischer Geschichte, ironischem Witz und musikalischen Einlagen im deutschen Heimatfilm.

"Grün ist die Heide" Deutschland 1951, Regie: Hans Deppe, Drehbuch: Bobby E. Lüthge, Hermann LönsDarsteller : Sonja Ziemann, Rudolf Prack, Maria Holst, Willy Fritsch, Oskar Sima, Otto Gebühr, Hans Richter, Laufzeit : 87 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Hans Deppe:

"Schloss Hubertus" (1934)


Thematisch weiterführender Link:

"Vom Bergdrama zur Sexklamotte - der Heimatfilm im Zeitkontext" (Grundlagen des Heimatfilm Genres)